Studie: Bitcoin Lightning Transaktionen nur zu 1% erfolgreich & Blockstream veröffentlicht neue Lightning Beta

Eine Studie hat herausgefunden, dass das Bitcoin Lightning Network in seinem derzeitigen Beta-Stadium sehr unzuverlässig arbeitet, wenn es darum geht, Transaktionen erfolgreich durchzuführen. Darüber hinaus hat das Unternehmen Blockstream eine neue C-Lightning Version 0.6 und damit eine neue Beta Version veröffentlicht.

Eine von Diar veröffentlichte Studie hat herausgefunden, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Transaktion innerhalb des Bitcoin Lightning Network bisher noch sehr gering ist.

Das Lightning Network (LN) ist eine Lösung für Bitcoins Skalierungsproblem und bietet nahezu sofortige, kostengünstige und skalierbare Transaktionen zwischen zwei Parteien. Wie wir berichteten, hat das LN in den letzten Monaten stark an Popularität gewonnen und kann immer mehr Nodes und damit auch Zahlungskapazität vorweisen.

Die Anzahl der Nodes sowie die Kapazität sind stetig gestiegen, seit Lightning Labs, eines der drei Entwicklungsteams, die aktiv an einer Lightning Network Implementierung arbeiten, offiziell seine erste Beta-Version im März veröffentlicht hat. Das LN hat derzeit mehr als 2.500 Knoten, 7.800 Kanäle und eine Gesamtkapazität von 150.000 US-Dollar. Im Durchschnitt hat jeder Node mehr als 4 Kanäle geöffnet, wobei jeder Kanal eine durchschnittliche Kapazität von 20 USD hat.
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Wie die Studie zeigt, ist die Zuverlässigkeit für eine erfolgreiche Weiterleitung einer Zahlung im Lightning-Netzwerk aber immer noch sehr gering. Insbesondere bei größeren Beträgen ist die Wahrscheinlichkeit erschreckend gering.

Die Studie stellt fest, dass bei Berücksichtigung aller Nodes, die über mindestens einen Kanal mit ausreichender Kapazität zum Weiterleiten der Zahlung verfügen, lediglich nur 1% aller Zahlungen mit mehr als 200 USD zwischen zufälligen LN-Nodes erfolgreich weitergeleitet werden. Bei Zahlungen unter 2,50 USD sind es immerhin noch rund 70 Prozent.

Bitcoin lightning Transaktionen mit Erfolg
Quelle: https://diar.co/volume-2-issue-25/

Einer der Kritikpunkte an dem Lightning Network ist laut der Studie auch, dass Transaktionen erfordern, dass sowohl der Absender, der Empfänger und ggf. der Vermittler, über den die Transaktion geleitet wird, zum Zeitpunkt des Transaktionsabschlusses online sind. Im Gegensatz zum Senden einer Transaktion über die Blockchain ist es unmöglich, Geld an jemanden zu senden, der offline ist.

Daraus folgend ist es bequemer, einen Kanal mit jemandem zu öffnen, der immer online ist und genug Liquidität hat, um auch größere Transaktionen zu routen. Dies führt laut der Studie aber dazu, dass große Nodes entstehen, die zu einer Konzentration und somit Zentralisierung des Netzwerkes führen. Laut Studie haben derzeit Zehn der größten LN-Nodes (0,4% der Gesamtknoten) etwa 53% der Netzwerkkapazität, während die verbleibenden 2.500 Nodes 47% haben.
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Blockstream veröffentlicht neue Beta-Version für Lightweight-Nodes

Die C-Lightning Network-Implementierung ist in der Programmiersprache C geschrieben und stellt eine vollkommen überarbeitete Architektur im Vergleich zu den vorherigen Versionen bereit.

Mit der neuen C-Lightning Version soll das Netzwerk die Fähigkeit erhalten auch Nodes mit geringer Leistungsaufnahme, wie Raspberry Pis, zu betreiben („Lightweight Nodes“). Durch Änderungen an dem Protokoll benötigen Nodes nun weniger Energie und Bandbreite. Darüber hinaus bietet Version 0.6 von C-Lightning ein vollwertiges Wallet, welches sowohl off-chain als auch on-chain-Guthaben verwalten kann. Außerdem unterstützt die neue Version TOR, um Verbindungen zu Nodes über TOR zu realisieren und mittels TOR die Verbindungsdaten im Netzwerk zu anonymisieren.

Neben Blockstream arbeiten mit Lightning Labs und ACINQ zwei weitere Unternehmen an der Entwicklung eines Bitcoin Lightning Networks. Beide haben ebenfalls bereits Beta-Versionen ihrer Lightning-Versionen veröffentlicht.

Lightning Labs hat seine 0.4-Mainnet-Beta-Version vor wenigen Wochen veröffentlicht. Einige Verbesserungen der letzten Lightning Labs Version beinhalteten Verbesserungen im System der Schlüsselerstellung und -wiederherstellung, was die Zuverlässigkeit in Bezug auf die Wiederherstellung von Datenkorruption oder -verlust vereinfacht und erhöht.


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