Bitcoin Sofortkauf: Welcher Anbieter hat die besten Preise?

Der Kurs von Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist der Preis, den Käufer bereit sind zu zahlen. Auf Börsen erfolgt diese Preisfindung, genau wie bei Gold, Aktien & Co., durch die Zusammenführung von Kauf und Verkaufsangeboten (“Match Making”) in einem Orderbuch.

Bei Plattformen wie Coinbase, Bitpanda, etc., auf denen man Kryptowährungen per Festpreis direkt mit Euro kaufen kann, gibt der Anbieter den Preis vor. Doch wie weit ist dieser Preis vom Marktpreis entfernt?  Welcher ist der günstigste Anbieter? Um das herauszufinden, haben wir uns die Kosten angeschaut, die für den Direktkauf von 1 BTC bei den unterschiedlichen Anbietern anfallen. 

Die Anbieter

Untersucht haben wir nur Anbieter, von denen wir die Kursdaten vorliegen haben, bei denen man zum Festpreis kaufen kann (also keine Börsen) und man mit Euro (zum Beipiel per Überweisung) bezahlen kann:

  • Coinbase (größter Anbieter für den Sofortkauf)
  • Bitpanda (Anbieter aus Österreich)
  • Litebit (holländischer Anbieter mit relativ vielen Kryptowährungen zum Direktkauf)
  • Anycoindirect (weiterer holländischer Anbieter)
  • Bitcoin.de (deutscher Anbieter)

Fairerweise muss man sagen, dass der Vergleich mit bitcoin.de ein wenig hinkt. Im Gegensatz zu allen anderen Anbietern muss sich bitcoin.de nicht um die Beschaffung der Bitcoins kümmern, die gekauft werden. Der Grund ist, man nicht von bitcoin.de selbst kauft, sondern von anderen Nutzern. Bei den anderen Anbietern liegt der Fokus klar darauf, den Kauf für den Nutzer so einfach wie möglich zu gestalten. Dieser Service kostet natürlich ein wenig mehr.

Die Ergebnisse

Als Benchmark für den aktuellen Kurs haben wir den Bitcoin Kurs von Coinmarketcap.com genommen. Der erste Chart zeigt den Tageskurs von 1 BTC bei den untersuchten Anbietern. Wie man sieht, ist die weiße Referenzlinie mit dem Coinmarketcap Kurs quasi immer unter dem tatsächlichen Preis, den man (inklusive Gebühren) bei den Anbietern zahlen müsste.

Der zweite Chart zeigt den im April gemessenen durchschnittlichen Preisaufschlag, den man gegenüber dem Coinmarketcap Kurs in Kauf nehmen muss, wenn man beim entsprechenden Anbieter kaufen möchte. bitcoin.de ist zwar hier im Schnitt am nächsten am Marktpreis. Aber wie oben erwähnt, ist der Vergleich nicht ganz fair. Relativ deutlich sind Coinbase und anycoindirect hier die teuersten, während Bitpanda und Litebit etwas günstigere Preise anbieten.

Fazit

Betrachtet wurde aktuell nur der April 2018 (wir werden das weiter beobachten). Wenn es danach geht, kann man sagen:

  • Wer den Kauf von Bitcoin möglichst einfach haben will, der sollte zu Bitpanda oder Litebit gehen.
  • Wem es nichts ausmacht, einen etwas komplizierteren Kaufprozess zu durchlaufen, dem sei Bitcoin.de empfohlen.

Tipp: Wer den jeweils aktuellen Preis inklusive aller Gebühren für alle Kryptowährungen sehen möchte, dem sei unser Coinfinder ans Herz gelegt.

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Original source: https://www.blockchaincenter.net/bitcoin-sofortkauf/

The Radix Alpha Launch (English)

This article was translated by myself. There might be unintentional errors or mistakes. For the original German article, please click here.

As promised I want to write a short piece about the Radix Alpha Launch event that took place this Tuesday, June 19th 2018, in London. It was a pleasure for me to attend myself and meet the Radix team. Everyone who does not know what Radix is, please go and check out my introduction here.

Lukas & Radix
From left to right: Dan Hughes (Radix CTO), Lukas Fiedler, Robert Olsen (Radix COO)

The event itself was attended by approximately 200 people who filled up the Rocket Space and the available seats pretty well. Prior to the event, participants had the chance to network and meet other Radix enthusiasts and the networking continued after the event with wine, beer and pizza. But now, let’s get down to the essentials.

Radix Alpha

The event started with a Keynote from the Radix CEO Piers Ridyard, who made a basic introduction to Radix and its history. Following his opening, the developers Edgars nemeses, Marc Rubio and Joshua Primero presented the alpha version of the desktop and mobile wallet, while Joshua introduced the underlying Java library. The following news and announcements were made:

  • The alpha version of the wallet can now be tested. The desktop version is available for OSX, Windows and Ubuntu, while the mobile app is only available for Android at this point. To create a wallet one has to simply enter a password with a minimum of six characters. The wallet can be imported to any other device via the provided import tool. After you are logged in you can receive test tokens and send and receive tokens in a very straightforward way.
  • There will be a new and updated technical whitepaper concerning Tempo, which will introduce a new feature: „mass“. Mass gets created with every transaction based on a formula and gets passe don to the second node taking part in the temporal proof where it remains. Through this mechanism further attacks shall be prevented. For more accurate information please watch the talk of Dan Hughes at the Alpha Launch (you can find the video at the end of this post).
  • Most impressive to me was the messaging feature which is integrated in every wallet. You can send messages to other Radix addresses in a very simple and fast way, using the decentralised Radix network. This feature is currently working with the usual WhatsApp/telegram speed and its simplicity is impressive.
  • Concerning Smart Contracts the team indicated that we could expect something really amazing here but did not go further into detail.
  • Adding to this, we can expect a node runner update very soon, but again no further information on how to run a node were given at the Alpha Launch event.

Radix Wallet

When testing you should always recall that this is the alpha version of Radix. There will be bugs! If you find one while testing, please inform the developers via the official discord channel. Furthermore, the transaction fee is being replaced by a small amount of  Proof of Work for the alpha. This is to prevent spam, but means that the network appears to be a little bit slower than it actually is.

I am very excited about the coming releases ahead and will most likely keep informing you about these. Below is the recorded Alpha Launch event for everyone who missed it.

-Lukas Fiedler

Disclaimer: The author is invested in the crypto currencies named above or may be invested in the future.

Original source: https://altcoinspekulant.com/2018/06/21/the-radix-alpha-launch-english/

Lasst uns mal den Journalismus retten

Der Browser Brave beginnt, Belohnungen an Publisher auszuzahlen und verschenkt im Monat Token im Wert von 500.000 Dollar. Er ist aber längst nicht das einzige Projekt, das versucht, durch Kryptowährungen den Journalismus zu retten.

Hach. Journalisten haben es nicht einfach. Wenn ein Ingenieur, Betriebswirt oder Informatiker sein Studium abschließt, werden ihm die gutbezahlten Jobs hinterhergeworfen. Angehende Journalisten hingegen dürfen froh sein, wenn sie nach dem Diplom ein zweijähriges Volontariat bei einem Käseblatt bekommen, dessen Gehalt in der Regel nicht einmal zum Leben reicht. Dabei ist der Journalismus ein Job, der in der Regel ein langjähriges Studium, sehr viel Engagement und auch einen gut justierten moralischen Kompass verlangt.

Wenn man danach fragt, warum Journalisten dabei sind, zum neuen intellektuellen Proletariat zu verkommen, stößt man oft auf die Erklärung “Internet”. Das ist nicht ganz unwahr, aber ziemlich seltsam. Denn das Internet hat den materiellen Mittelsmann zwischen Autor und Leser – die Zeitung – überflüssig gemacht, weshalb man meinen könnte, dass der Leser weniger bezahlt und der Journalist mehr bekommt.

Aber von wegen. Irgendetwas ging schief, und die Geschichte endete damit, dass die Leser gar nichts mehr bezahlen und der Journalist das bekommt, was die Werbewirtschaft abwirft – traditionell maximal ein Drittel der Einnahmen von Zeitungen. Gleichzeitig schmarotzen Foren wie Reddit an der Arbeit der Redaktionen, in denen dort mit der Diskussion der Links zu Artikeln oft mehr Werbeeinnahmen generiert werden als auf den Zeitungsseiten selbst.

Irgendetwas ging ziemlich schief. Mehrere Kryptowährungsprojekte versuchen nun, die Würde des Journalismus wiederzubeleben, indem sie ihn mit Bezahlmodellen verbinden. Jedes einzelne davon sollte für Verlage hochinteressant sein, da in ihm vielleicht eine Chance liegt, neue und nachhaltige Wege zu finden, die Arbeit der Journalisten zu finanzieren. Wir stellen die folgenden Projekte vor:

Brave (BAT)
Steemit (STEEM)
Yours (BCH)
Satoshi Pay (XLM)
Y’alls (Lightning)

Brave – Mikropayment direkt im Browser

Vielleicht am prominentesten ist der neue Browser Brave. Brave versucht, Werbung durch Zahlungen in Kryptowährungen zu ersetzen. Ein integrierter Werbeblocker blendet Werbung aus; wer die Zahlungen aktiviert, weist den Browser an, ein Guthaben in einer Kryptowährung auf Webseiten zu verteilen, je nachdem, wie lange man sich auf ihnen aufgehalten hat. Nachdem man ein monatliches Budget bestimmt hat, läuft alles andere automatisch.

Seit einiger Zeit können sich “Publisher” bei Brave registrieren, um Auszahlungen zu bekommen. Soweit ich es sehe, haben sich etwa Coindesk oder auch Coinmarketcap bei Brave bereits registriert. Seit Anfang Juni schüttet Brave an die User des Browsers monatlich 500.000 Dollar in den bei einer ICO erzeugten BAT-Token aus. Es gibt also an sich “free money”, das die User im Browser “claimen” können, um es dann an die Publisher weiterzugeben. Leider hat bei mir das Beanspruchen der BAT-Token nicht funktioniert, aber das liegt vielleicht daran, dass ich Linux benutze und Brave vor allem für Windows gemacht ist.

Die Idee, das Problem mit dem Internet an der Schnittstelle zwischen Mensch und Netz zu lösen – also im Browser – ist naheliegend und clever. Wenn alle einfach nur den Brave-Browser benutzen würden, hätten wir das Problem, wie man Online-Journalismus bezahlt, vermutlich schon gelöst. Allerdings hat das Gießkannen-Konzept von Brave, das BAT-Token auf alle Webseiten schüttet, die von den Usern des Browsers besucht werden, ein Problem: Es wirft erst relevante Gewinne ab, wenn es von sehr vielen Menschen benutzt wird. Und dies scheint noch längst nicht der Fall zu sein. Dass Brave von den Usern verlangt, einen neuen Browser zu verwenden, dürfte die Sache nicht eben vereinfachen. Wir Menschen sind eben schwer von Gewohnheiten abzubringen.

Allerdings dürften Verlage und alle anderen “Content-Produzenten” nicht viel verlieren, wenn sie ihre Webseite bei Brave registrieren. Wie sie auch nicht viel verlieren, wenn sie ihre Leser darauf hinweisen, dass sie die Arbeit von Journalisten durch einen Browser unterstützen können.

Steemit – Block Reward für Content

Die erfolgreichste Plattform für bezahlten Content dürfte jedoch Steemit sein. Dieses Webseite ist ein Interface zur Kryptowährung Steem, die es mit einer komplexen, aber ausgeklügelten Struktur ermöglicht, dass die als Block Reward erzeugten neuen Token an die Autoren von Artikeln gehen, die besonders viele “Upvotes”, also “Likes” oder so, bekommen haben. Das Konzept ist äußerst charmant, da die Artikel vollständig frei lesbar bleiben, aber die Autoren dennoch verdienen – und das ganz ohne Werbung.

Steemit ist äußerst populär. Je Minute werden dort etwa 20 bis 30 Artikel eingereicht, und wer es schafft, einen Artikel in die Top-Positionen auf der Startseite zu bringen, bekommt gerne mal Steem-Token im Wert von 800 bis 900 Dollar. Sämtliche unter “Trending” angezeigten Artikel, gut 20 bis 30 an der Zahl, haben ihren Autoren mehr als 100 Dollar eingebracht. Es scheint also, zumindest für die erfolgreichen Publisher, gut zu funktionieren.

Das Problem bei Steemit ist, meiner Meinung nach, dass die beliebten Artikel nicht besonders originell oder informativ sind, sondern eher doof, während es kaum möglich ist, mit einem selbstveröffentlichten Artikel sichtbar zu werden. Zu schnell geht er in der Flut von neuen Artikeln unter. Und während einige wenige Artikel mehr als 100 Dollar absahnen, geht der absolute Großteil der Veröffentlichungen unter, noch bevor er einen Dollar eingesammelt hat.

Ohne zu sehr in die Tiefe zu gehen – dies mache ich in diesem Artikel, der erklärt, wie Steemit technisch funktioniert – sollte erwähnt sein, dass Steemit eine Art “Proof of Stake” System benutzt: Upvotes für Artikel haben so viel Gewicht, wie die Leute, die sie abgeben, Steem Power Token haben. Dies führt dazu, dass eine kleine Oligarchie entscheidet, welche Artikel reich belohnt werden, während die Upvotes normaler User so gut wie wertlos sind. Das Ergebnis ist, meiner Ansicht nach, eine Verflachung des Niveaus der sichtbaren Artikel.

Für Verlage könnte Steemit dennoch spannend sein. Sie verlieren nicht viel, wenn sie ihre Artikel parallel bei Steemit posten, zumindest als Experiment, und eventuell könnte es sich lohnen, in Steem-Power-Token zu investieren, um bessere Chancen zu haben, die eigenen Artikel sichtbar zu machen.

Yours – die Bitcoin-Cash-Paywall

Meine liebste Plattform für bezahlten Content ist jedoch Yours.org. Eventuell liegt es daran, dass die Seite Bitcoin Cash benutzt und der User seine Schlüssel selbst verwalten kann; eventuell daran, dass Yours.org ein ehrliches und gradliniges Finanzierungsmodell bietet: Man veröffentlicht Artikel und bestimmt, ab welcher Stelle die PayWall greift und wie viel die Leser bezahlen sollen, um den Rest zu lesen. Ferner gibt es “Tips” für Artikel, die Möglichkeit, sie durch kostenpflichtige “Votes” nach oben zu wählen, und die Option, kleine Beträge von den Usern zu verlangen, um Kommentare abzugeben.

Derzeit ist Yours noch eher ein Nischenprojekt, das aber vor allem in der Bitcoin Cash Community rege benutzt wird. Es ist aufgrund der geringen Menge an Usern kaum möglich, wie bei Steemit mehrere hundert Dollar für einen Artikel zu erhalten, aber es scheint einfacher als bei Steemit zu sein, 5 bis 30 Dollar zu verdienen. Neben Artikeln zu Kryptowährungen – vor allem Bitcoin Cash – werden auf Yours Lieder, Videos und Bilder veröffentlicht. Zum Teil wird die Seite auch benutzt, um Spenden für Projekte einzusammeln. Jede Transaktion auf Yours ist eine Transaktion auf der Bitcoin-Cash-Blockchain, selbst dann, wenn es nur ein oder zwei Cent sind.

Eine der absolut charmantesten Teile von Yours ist für mich, dass man den Schlüssel, auf den das Guthaben des Yours-Accounts gespeichert wird, exportieren kann. Wenn Yours offline geht, kann man etwa mit Electron Cash weiterhin über seine Bitcoin Cash verfügen, und man kann, ohne sich einzuloggen, Teile des Guthabens woanders hin überweisen. Das Design der Webseite ist angenehm schlicht und schlank, die eingereichten Inhalte werden verschiedenen Channels zugeordnet. Mit dem Money-Button versuchen die Yours-Entwickler zudem, einen Knopf zu entwickeln, mit dem alle Webseiten sehr einfach Geld verlangen können, und der automatisch mit dem Yours-Account verbunden ist.

Das Niveau der Top-Artikel auf Yours ist relativ hoch. Ein Beispiel für Quality-Content auf Yours ist das zweiteilige Interview mit Bitmain-CEO Jihan Wu (Teil 1, Teil 2), das mit zum spannendsten und informativsten gehört, was man in dieser Woche im Krypto-Bereich lesen kann. Für Verlage lohnt sich Yours dann, wenn ein Inhalt sowieso schon hinter einer PayWall steckt – dann gibt es nichts zu verlieren, ihn auch auf Yours anzubieten. Auch die Integration des Money-Buttons könnte für Verlage reizvoll sein, wie auch die Überlegung, Yours zu forken, um eine verlagsübergreifende Plattform für den deutschen Journalismus aufzubauen.

Satoshi Pay – Nanopayments mit Stellar Lumen

Satoshi Pay schließlich ist ein Berliner Startup für “Nanopayments”. Die Idee ist, dass man sich einen Artikel stückchenweise durch eine winzige Zahlung freikauft. Dies könnte den ungemein spannenden Effekt haben, dass Autoren direkt erfahren, ab wann sich die Leser langweilen, was zu einer generellen Verbesserung des Niveaus der Texte führen kann. SatoshiPay hat ein Funding des Axel Springer Verlags bekommen und dürfte damit gute Kontakte haben, um sein Konzept dorthin zu bringen, wo es gebraucht wird.

Eigentlich konnte man bei Satoshi Pay mit Bitcoin bezahlen. Die Plattform hat (wie schon Yours) Payment Channels integriert, um nach einer einmaligen Bitcoin-Transaktion offchain Nanopayments zu prozessieren. Nachdem allerdings die Kosten für Bitcoin-Transaktionen immer weiter gestiegen sind, wurde es für Satoshi Pay (wie schon für Yours) sinnlos, weiter darauf zu setzen, dass User einige Euro Gebühren bezahlen, um einen Channel für Mikropayments zu eröffnen. Also hat sich Satoshi Pay nach Alternativen umgeschaut. Nachdem das Startup zunächst IOTA getestet hat, entschied es sich für Stellar, eine Fork von Ripple.

Dank der Kooperation mit der Stellar-Foundation erhielt Satoshi Pay 50 Millionen Lumen – so heißen die Einheiten von Stellar – um sie als “Giveaway” an User zu geben. Diese erhalten zu verschiedenen Zeitpunkten gewisse Beträge auf ihr Konto, meist maximal zehn Euro. Die Giveaways sollen dem Konzept der Plattform und wohl auch den Lumen zum Durchbruch verhelfen.

Mehrere Magazine kooperieren bereits mit Satoshi Pay. So hat die International Business Times einige Artikel hinter Satoshi Pays Paywall gesteckt, das britische Tech-Magazine theregister hat ein E-Book über Satoshi Pay veröffentlicht, und auch Golem.de plant wohl eine Partnerschaft. Dank der Integration von Kreditkarten kann man sich die für den Start notwendigen Lumen ganz einfach mit Euro kaufen, wenn man sich zum ersten Mal bei Satoshi Pay einloggt. Ein WordPress-Plugin und eine API schließlich machen es einfach, die PayWall zu benutzen.

Es klingt alles ganz gut – hat aber einen Haken: Es scheint nicht so viel benutzt zu werden. Die Artikel der International Business Times, die hinter der SatoshiPay-Wall sind, sind alle von Dezember; und auch BTC-Echo, die mit der Plattform experimentiert haben, haben das Thema offenbar nicht weiterverfolgt. Ein Grund könnte sein, dass SatoshiPay mit Stellar eine Kryptowährung gewählt hat, die zwar gut skaliert, aber nicht übermäßig bekannt ist. Dennoch könnte es sich für Verlage lohnen, damit zu experimentieren – und das Konzept offensiver als bisher zu bewerben. Denn von selbst tut sich offenbar nichts.

Y’alls – ein Versuch mit Lightning

Zum Ende kommen wir noch zu einer Plattform, die Mikropayments auf eine Weise abwickelt, die nach Meinung vieler Bitcoin-Anhänger die einzige richtige ist: Über die Payment-Channels des Lightning-Netzwerks. Y’alls hat ein recht schlichtes Konzept: Artikel werden angerissen und können durch eine kleine Lightning-Zahlung freigekauft werden. Also so ähnlich wie Yours und Satoshi Pay, aber eben mit Lightning.

Bislang läuft Y’alls nur auf dem Testnet, sieht ziemlich unschön aus und bietet nur unregelmäßig neuen Content. Es ist aber wahrscheinlich, dass sich das mit der fortlaufenden und rapiden Realisierung des Lightning-Netzwerks bald ändert; es würde mich wundern, wenn hier nicht bald ein sehr viel eleganterer Relaunch erfolgen würde.

Bisher gibt es aber hier noch nicht so viel zu sehen. Verlage könnten – und sollten – das Thema Lightning Netzwerk zwar auf dem Schirm haben, als ein mögliches technisches Backend für künftige PayWalls. Für die viel wichtigere Fortentwicklung der Interfaces und Zahlungsmodelle sind die anderen, bereits lebendigen, Projekte aber interessanter.

Original source: https://bitcoinblog.de/2018/06/18/lasst-uns-mal-den-journalismus-retten/

Krypto Magazin in der Sommerpause

Wir vom Krypto Magazin sind nun erst mal in der Sommerpause. Wir bedanken uns bei allen unseren treuen Lesern und wünschen eine sonnige und erholsame Zeit. Natürlich behalten wir die Ereignisse am Krypto Markt im Blick und werden auch wieder ausführlich berichten. In dem warmen Monaten wollen wir unseren Fokus auf neue Ideen und Projekte konzentrieren.

Besonders das Thema automatisches Trading ist für uns sehr spannend. Sie dürfen also auf die Zukunft gespannt sein.

Ihr Team vom Krypto Magazin

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Original source: https://www.krypto-magazin.de/krypto-magazin-in-der-sommerpause/

Mögliche Gründe für den Krypto-Crash – Warum Bitcoin, Ethereum & Ripple fallen

Trotz der Tatsache, dass die Erwartungen an den Kryptowährungsmarkt, insbesondere in Hinblick auf den Eintritt von institutionellen Investoren extrem positiv sind, befindet sich der Markt in einem tiefen Bärenzyklus. Welche Gründe gibt es hierfür?

Marktmanipulation

Das Thema Marktmanipulation ist sehr umstritten, aber genau deswegen auch sehr häufig diskutiert. Der Aufschrei „Marktmanipulation“ kommt meist dann auf, wenn der Kryptowährungsmarkt extreme Volatilität zeigt und innerhalb kürzester Zeit ein erheblicher Preissturz stattfindet. Auch gibt es verschiedene Theorien, von wem die Preismanipulationen ausgehen könnten. Fakt ist allerdings, dass ein sicherer Nachweis nur schwer bis gar nicht möglich ist. In den vergangenen Wochen und Monaten standen insbesondere drei Akteure im Fokus, wenn es um Preismanipulation ging: Tether, Bitcoin-Wale und institutionelle Investoren, die vor dem erstmaligen Eintritt in den Markt einen niedrigen Einkaufspreis sehen wollen.

Hinsichtlich Tether gab es, wie wir berichteten, sogar eine Studie, die vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Forscher der Universität von Texas wollen Nachweise dafür gefunden hat, dass USDT zur Preismanipulation von Bitcoin eingesetzt wurde. Mithilfe von mathematischen Algorithmen stellte die Studie fest, dass Käufe mit Tether nach Marktabschwüngen zeitlich korrelierten und zu erheblichen Erhöhungen der Bitcoin-Preise führten.

Zeitliche Korrelationen wurden ebenfalls von zahlreichen Bloggern und Analysten in Bezug auf den Verkauf von großen Mengen an Bitcoin durch BTC-„Wale“ festgestellt. Insbesondere der Insolvenzverwalter von Mt. Gox stand in den letzten Monaten im Fokus der Medien, weil seine Verkäufe stets in Zeiten erfolgten, in denen der Bitcoin Preis fiel. Dieser Negativtrend, so die Theorie wurde durch seinen Verkäufe verstärkt. Ob diese Theorie wahr ist, bleibt jedoch sehr fraglich. Kobayashi hat stets bestritten die Verkäufe über „normale“ Börsen vorgenommen zu haben und damit den Preis beeinflusst zu haben.

Andere Bitcoin Wale sind weitaus anonymer und haben ihre BTC meist auf mehrere Adressen aufgeteilt. Insofern sind Beweise schwierig, die belegen, dass durch Großverkäufe gezielt Preismanipulationen stattgefunden haben. Die Behauptung, dass institutionelle Investoren ihren Markteintritt vorbereiten, klingt auf den ersten Blick natürlich auch sehr interessant. Allerdings wird eine Beweisführung hierbei noch schwieriger. Allerdings liegt die Vermutung auch nicht so fern. So hat die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) vergangene Woche die Großbank JPMorgan Chase mit einer Geldbuße in Höhe von 65 Millionen Dollar belegt, weil sie versuchte, den Wert eines US-Dollar-Referenzindex zu manipulieren.

Eine andere Theorie besagt, dass Hacks ein Mittel der Wahl sein könnten, um die Kurse von Bitcoin und den Altcoins zu beeinflussen. So hat Bitcoin charttechnisch vor wenigen Tagen noch vor einem bullischen Ausbruch gestanden, als BTC vor einem aufsteigenden Dreiecksmuster stand. Dieser Ausbruch wurde jedoch von dem Bithum Hack verhindert. Andere ähnliche Beispiel gab es in der Vergangenheit bereits. Allerdings bleibt auch diese Form der Marktmanipulation reine Spekulation.


Geringes Handelsvolumen

Ein rationaler Grund für die derzeitigen Preisstürze könnte die Tatsache sein, dass das Handelsvolumens in den letzten zwei Monaten stark zurückgegangen ist. Dieser Rückgang signalisiert Anlegern nicht nur kurzfristig Unsicherheit, sondern stellte auch den Seitwärtstrend der Vormonate in Frage. Die mehrfachen Crashs könnten somit lediglich eine Manifestierung dieses Trends sein.

Ähnlich sah dies auch der Analyst Willy Woo Ende Mai, der einen Preissturz von Bitcoin auf 5.500 USD voraussagte. Woo erklärte, dass BTC aufgrund der extremen Volatilität des Marktes und des geringen täglichen Handelsvolumens von BTC wahrscheinlich langsam auf $ 5.500 ausbluten wird.

Charlie Lee, Gründer von Litecoin äußerte sich zudem sehr kritisch über den Mangel an Vertrauen in den Krypto-Markt und sagte, dass die Preisenwticklungen für Bitcoin, Litecoin und Ethereum von den technischen Weiterentwicklungen jedes Projektes vollkommen entkoppelt zu sein scheinen. Lee führte in dem Interview aus, dass Hacks und weitere Einflüsse zum Alltag des Kryptomarktes gehören, jedoch nicht die grundlegenden Fundamente von Bitcoin und Kryptowährungen in Frage stellen.


Regulatorische Maßnahmen

Regulatorische Maßnahmen werden wahrscheinlich immer einen großen Einfluss auf den Kryptomarkt haben. Dies ist aus unserer Sicht der einfachen Tatsache geschuldet, dass Kryptowährungen, wie Bitcoin und Ethereum ein dezentralisiertes Finanzsystem darstellen, welche das zentralisierte, stark regulierte System ablösen wollen.

In den USA ist momentan insbesondere die die Securities and Exchange Commission (SEC) ein treibender Faktor, was das Thema Regulierung von ICOs und Kryptowährungen angeht. Zwar hat die SEC zuletzt erklärt, dass Bitcoin und Ethereum keine Wertpapiere im Sinne der amerikanischen Bundesgesetze sind. Dennoch herrscht momentan noch eine große Unsicherheit darüber, wie andere ICO Projekte, unter anderem alle ERC20 Token bzw. die, die auf ein Mainnet gewechselt sind oder werden (EOS, TRON, Vechain, …) oder auch Ripple eingestuft werden. Darüber hinaus hat die SEC in den vergangenen Wochen zahlreiche Ermittlungen gegen ICO Projekte eingeleitet.

In Indien hat die Zentralbank allen Banken aufgetragen haben, Transaktionen mit Bezug auf Kryptowährungen bis zum 5. Juli einzustellen. Wir wie berichteten, haben zwar mehrere Gruppen von Bitcoin und Krypto-Unternehmern Petitionen gegen die Anweisung der Reserve Bank of India (RBI) eingereicht, dennoch bereiten sich die Kryptowährungsbörsen im Land darauf vor, Fiat-Einzahlungen und -Auszahlungen zu stoppen. Zwar ist die das Verbot nicht neu. Trotzdem könnte dies zu einem großen Sell Off geführt haben.

In Japan sind Kryptowährungen zwar nicht verboten, die Regulierungsmaßnahmen sind aktuell aber in keine Land so streng, wie in Japan. Die japanische Finanzaufsichtsbehörde (FSA) hat in den vergangen Wochen zahlreiche Geschäftsverbesserungsanordnungen an diverse Kryptowährungsbörsen geschickt, sowie zur Überarbeitung des Risikomanagements gefordert, der Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und Know-Your-Customer (KYC) aufgefordert. Unter anderem hat die größte Kryptowährungsbörse Japans, BitFlyer vor wenigen Tagen angekündigt die Registrierung neuer Kunden auszusetzen, um seine AML und KYC-Richtlinien zu überarbeiten. Die Anforderungen an Exchanges könnten ihrerseits zu einem Ausverkauf beigetragen haben.

FUD durch Mainstream-Medien

Ein weiterer lähmender Faktor, der den Bitcoins Preis aus unserer Sicht zurückhält, ist FUD und schlechte Presse. Insbesondere die Mainstream-Medien nutzen ihre Stellung aus, um falsche oder übertriebene Darstellung des Kryptowährungsmarktes zu verbreiten und vertreiben damit potenzielle neuen Investoren.


Disclaimer: — Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein großes finanzielles Risiko und kann bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Coin-hero.de stellt keine Anlageberatung und Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) dar. Die Webseiteninhalte dienen ausschliesslich der Information und Unterhaltung der Leser. Die hier getroffenen Aussagen stellen lediglich unsere eigene Meinung und keine Kaufempfehlung dar. Bitte unternehmen Sie auch eigene Recherchen, bevor Sie in Kryptowährungen investieren. Wir übernehmen keinerlei Haftung für jegliche Art von Schäden. Bitte lesen Sie auch unseren Haftungsausschluss im Impressum. —

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ZCash Entwickler droht Hard Fork an und erhält Bezahlung

Für ZCash steht am morgigen 25. Juni das Netzwerk Upgrade „Overwinter“ an. Overwinter soll diverse Verbesserungen, u. a. bei der Versionsverwaltung, Replay-Schutz für Netzwerk-Upgrades und Leistungsverbesserungen umfassen und darüber hinaus das im Oktober anstehende, wichtige „Sapling“ Upgrade vorbereiten. Beinahe wäre das Upgrade jedoch nicht zu Stande gekommen, nachdem der ZCash Wallet Entwickler David Jane Mercer Weiss einen Hard Fork androhte. 

Wenige Tage vor dem Update, bereits am 19. Juni hat der einzige Entwickler des Windows Zcash Wallets, David Jane MercerWeiss angedroht einen Hard Fork durchzuführen, wenn er nicht im Gegenzug dafür bezahlt wird. In einem Forum veröffentlichte Mercer einen Post, indem er androhte die Entwicklung des Wallets einzustellen und einen ZCash Wettbewerber „umbenannt als eine andere Münze“, zu forken, wenn er nicht weitere finanzielle Mittel für seine Arbeit erhält.

Laut dem Post war Mercer aufgebraucht, weil er einige Zeit kostenlos arbeitete bzw. seine Bezahlung in ZCash durch den Bärenmarkt um 75% eingebrochen ist. Aufgrund dessen entschied er sich, die Idee zu benutzen, die Kryptowährung zu forken, um seine Frustrationen zu enthüllen (frei übersetzt):

Sonst werde ich finanziell gezwungen sein, alle meine Zcash-Wallet mit EOL (End of Life) auszustatten und sagen „Nutzen Sie die Quellen und schauen Sie sich die Zcash-Foren und ZcashCo an“ und werde mich 100% auf Komodo und HUSH Land konzentrieren.

Am 25. Juni aktiviert soll Overwinter-Upgrade aktiviert werden. Overwinter soll u. a. Verbesserungen bei der Versionsverwaltung, Replay-Schutz für Netzwerk-Upgrades, Leistungsverbesserungen für transparente Transaktionen und eine neue Funktion für den Ablauf von Transaktionen umfassen. Noch wichtiger ist aber, dass dieses Upgrade dem Zcash-Protokoll Funktionen hinzufügt, um es für das Sapling-Upgrade vorzubereiten, welches im Oktober veröffentlicht werden soll. Sapling wird den erforderlichen Speicherbedarf für private Transaktionen reduzieren und ein Update für zk-snarks implementieren.

Hätte Mercer die Entwicklung des Windows-Wallets eingestellt, wäre das unter Zehntausenden von Nutzern beliebte Wallet nach dem Sapling-Upgrade nicht mehr funktionsfähig gewesen und das ZCash Netzwerk ohne ein funktionsfähiges Wallet geblieben.

Wahrscheinlich auch deswegen kam die Bezahlung. Die ZCash-Community hat sich nach der Androhung schnell finanziell für den Entwickler eingesetzt. Insgesamt wurden von mehreren anonymen ZCash-Adressen rund 80 ZEC, etwa 15.000 US-Dollar gespendet.

Der Vorfall zeigt insofern, wie wichtig zahlreiche, unabhängige Entwickler sind, die an einem dezentralen Protokoll, wie dem von ZCash arbeiten. Wenn sich nur ein Entwickler um einen bestimmten Teil des Netzwerkes allein kümmert, dann bildet dies einen „Single Point of Failure“, der nun durch Mercer in einer bisher noch nie dagewesenen Weise ausgenutzt wurde. Darüber zeigt es aber auch das kritische Thema: Bezahlung von Entwicklern, in einem so stark volatilen Markt, wie dem Kryptowährungsmarkt, auf.

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Die Agentur BDCenter vergibt $ 2.500 für eine Start-up-Promotion

Verpassen Sie nicht die Chance, von der Agentur BDCenter 2.500 USD für eine Start-up-Promotion zu erhalten!

Laut einer Studie der analytischen Plattform App Annie wird der Gewinn des globalen Marktes für mobile Anwendungen bis 2021 auf 139,1 Milliarden Dollar steigen. Die Branche entwickelt sich rasant schnell. Telegram, Snapchat, Instagram – die Liste der Start-Ups, die das Vertrauen des globalen Nutzers gewonnen haben, ist endlos. Die Agentur BDCenter eröffnet eine neue Richtung für mobile Anwendungen und ist bereit, junge Projekte zu unterstützen. Das Unternehmen vergibt 2.500 USD für die Förderung eines Startups, welches mobile Anwendungen entwickelt.

– Es gibt viele talentierte junge Teams, die innovative Produkte schaffen. Aber sehr oft haben sie keine Finanzierung für die Förderung und gutes Marketing, – betont der BDCenter CBDO Pavel Mukhin. – Wir wollen, dass solche Projekte ihre Anwendungen einem globalen Publikum präsentieren können. Wir sind bereit ihnen zu helfen.

Jedes Start-Up mit einem Team und einer fertigen mobilen Anwendung kann teilnehmen. Anwendungen können hier eingesendet werden. Der Einsendeschluss ist der 1. Juli 2018, der Gewinner wird am 10. Juli 2018 bekannt gegeben. BDCenter wird zusammen mit dem Projektteam an einem Promotion-Plan für das Produkt arbeiten und wird sich auch an dessen Entwicklung und weiterer Umsetzung beteiligen.

Über die BDCenter Agentur

BDCenter ist eine Agentur mit Sitz in Minsk, Weißrussland, die sich auf Online-Marketing, PR und Beratung spezialisiert hat. Die Agentur arbeitet hauptsächlich mit Start-Ups, IT-Unternehmen und Blockchain-Projekten zusammen.

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Europol-Konferenz zum Thema Geldwäsche wird von Firmen aus dem Krypto-Sektor unterstützt

Coinwelt RSS-Feed

Bei einer Konferenz des Europäischen Polizeiamtes zum Thema Geldwäsche sind 16 große Krypto-Börsen, Zahlungsdienstleister und Wallet-Anbieter zur Unterstützung anwesend. Die dreitägige Konferenz über digitale Währungen begann bereits am Dienstag in Den Haag. „Verfolgung und Zuordnung“ Das Europäische Polizeiamt (Europol) erklärte, dass die Veranstaltung sich hauptsächlich um die „Verfolgung und Zuordnung“ von Kryptowährungen dreht. Teilnehmer werden …

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Bithumb korrigiert Summe gestohlener Coins

Coinwelt RSS-Feed

Die südkoreanische Börse Bithumb hat die Zahl der gestohlenen Coins nach unten korrigiert. Außerdem versprach die Börse allen Kunden eine Erstattung der Verluste. Die Zahlungen sollen aus eigener Tasche der Krypto-Börse kommen, da es unwahrscheinlich ist, dass die Versicherung für den Verlust aufkommen wird. Weniger Coins gestohlen, als erwartet Die zweitgrößte Krypto-Börse Koreas, Bithumb, hat …

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ICON, EOS: Wen interessiert’s, wenn’s brennt?

Kurz nach dem Start des Mainnets ist die EOS-Blockchain für einige Zeit eingefroren. Bei ICON hat derweil ein Bug im Smart Contract alle Token eingefroren. Die wichtigste Frage ist jedoch: Warum bleibt der Kurs der beiden Währungen einigermaßen stabil?

Ich glaube, es gibt angenehmere Nachrichten als die von EOS und ICON. Aber da die gegenwärtigen Kurse Lust auf schlechte Nachrichten machen, wollen wir einen kleinen Blick auf die beiden Währungen werfen.

EOS: Block Producer schalten Blockchain aus

EOSArgentinia – einer der Top-Block-Producer von EOS – hat vor zwei Tagen über Steemit eine Nachricht der 21 Block-Producer und der wichtigsten “Standby Nodes” verkündet:

Um 9:56 Uhr hat das EOS-Mainnet eine Pause eingelegt. Um 10:01 kamen die Block-Producer und die Standby Nodes in einer internationalen Konferenz-Schaltung zusammen, um das Problem zu identifizieren und zu lösen.

Um 10:57 Uhr wurde entschieden, dass alle Standby Nodes und Block-Producer ihre Nodes abschalten und ein Backup von allen Informationen machen, die hilfreich sein können, um das Problem zu diagnostizieren.

Um 11:02 Uhr wurde eine Methode vorgeschlagen, um die Chain wieder zu aktivieren. Diese ist nun auf dem Weg …

Dann ruft EOSArgentinia die User auf, auf ein Update der Block-Producer zu warten, bevor sie versuchen, eine Transaktion auf dem Mainnet zu versenden. Die konkreten Gründe für das Einfrieren der blutjungen Kryptowährung, die mit einer Marktkapitalisierung von fast 10 Milliarden Dollar auf dem 5. Platz auf Coinmarketcap steht, sind noch nicht ganz klar. Es gab einen Verdacht auf DoS-Angriffe, oder auf Fehler im Code, die verhinderten, dass die Block-Producer die notwendige Anzahl an Stimmen aufbringen konnten. Einer anderen Erklärung zufolge hat das EOS-Netzwerk die Funktion, dass es anhält, sobald es ein Konsens-Problem gibt, um zu verhindern, dass es zu einer Fork kommt.  Ist auch egal. Drei Stunden später wurde der Bug von Block One bereinigt, und seitdem scheint EOS wieder zu laufen.

Und als hätte EOS damit nicht genug demonstriert, dass es sich um keine echte Kryptowährung, sondern um ein von einem Kartell kontrolliertes Netzwerk handelt, haben die EOS-Block-Producer sich kurz darauf geeinigt, sieben Accounts einzufrieren, von denen sie denken, dass sie in einen Betrug verwickelt waren. Halleluja.

ICON: Jeder kann Token-Transfer ausschalten

Noch schlimmer kommt es, wenn wir uns ICON zuwenden. ICON (ICX) ist derzeit ein ERC20-Token auf Ethereum, das aber, wenn es einmal erwachsen geworden ist, als ein “Nexus” verschiedene Blockchains verbinden soll. Ziel ist es, eine Blockchain-Architektur für verschiedene Unternehmen und Institutionen Koreas bereitzustellen, von Banken über Universitäten zu Krankenhäusern. Sozusagen die ultimative Datenbank des Landes.

Hinsichtlich der technischen Details bleibt das Whitepaper allerdings recht vage. Die Investoren hat dies offenbar nicht gestört; der Hinweis auf die eventuelle oder bereits angekündigte Beteiligung großer koreanischer Institutionen hat wohl ausgereicht, um ICON zu einem der Top-10-Token zu machen, das mit einer Marktkapitalisierung von fast 800 Millionen Dollar zumindest schon mal die Gründer ziemlich reicht gemacht haben dürfte.

Vor zwei Tagen wurde nun ein Bug in dem ERC20-Contract des ICON-Token publik, der es unmöglich gemacht hat, Tokens zu versenden. Ich versuche, den Bug so einfach wie möglich zu erklären: Der Contract hat die Funktion, das Senden von Token an- oder abzuschalten. Gewöhnlich darf dies nur der Besitzer des Contracts – also ICON selbst – machen, und in dem Fall kann es eine sinnvolle Funktion sein, um Schäden zu verhindern. Im ICON-Contract gab es jedoch einen Fehler: Die Bedingung, um Transaktionen ab- oder anzustellen, ist nicht, der Besitzer des Contracts zu sein – sondern die, NICHT der Besitzer zu sein. Programmiertechnisch ist der Bug der kleine Unterschied zwischen = (ist gleich) und != (ist ungleich).

Zum Glück haben die Entwickler von ICON bereits eine Lösung für das Problem gefunden. “Wir haben eine Lösung implementiert, um weitere Probleme zu beheben. Alle ERC20 ICX-Token sind sicher.”  Tatsächlich funktionieren die Token-Transfer wieder, wie ein Blick auf den Contract in einem Ethereum-Blockexplorer zeigt. Die Lösung ist offenbar, einfach von einer anderen Adresse aus immer dann den Befehl abzusenden, dass Transfers angeschalten sind, wenn sich jemand erlaubt, sie abzuschalten. Lustig, oder?

Die beunruhigender Frage …

Sowohl der eine wie der andere Bug sind zum Kopfschütteln. EOS, die dezentrale Kryptowährung des Krypto-Genies Dan Larimer, hat einen Bug und wird durch ein Kartell und eine Firma (Block One) davor bewahrt, kaputt zu gehen – und ICON, die 800-Millionen-Dollar-Blockchain für Südkorea, schummelt ein “!” an der blödest denkbaren Stelle in den Code, was zum vollkommenen Kollaps führen würde, wenn man nicht die Ethereum-Blockchain mit “Anschalt”-Befehlen spammt.

Der Blockchain-Forscher Emin Gün Sirer twitter daher auch eine Vorhersage: “Es wird einen massiven Hack einer Börse im Lauf der nächsten 12 Monate geben, der einen Bug in EOS ausnutzt. Die Börse wird ihre Hot Wallet verlieren … Ich treffe diese Vorhersage nicht aufgrund einer spezifischen Schwäche, die ich im EOS-Code vermute, sondern weil ich das Git des Projekts gelesen und gesehen habe, wie sie mit kritischen Sicherheitsbugs umgehen.”

Die große, und für alle, die weder in die eine noch die andere Währung involviert sind, viel beunruhigende Frage ist daher: Warum, zum Henker, sind die Kurse von EOS und ICON nicht abgestürzt? Beide Währungen haben in den letzten Tagen zwei bis drei Prozent an Wert verloren, aber damit stehen sie absolut nicht alleine da. Wir erleben hier dasselbe wie bei den 51-Prozent-Angriffen auf Bitcoin Gold und Verge: Die Märkte quittieren massive Schwächen in einer Blockchain-Währung nicht mit einem Abverkauf, sondern scheinen sie gelassen zu ignorieren.

Wie … Warum?

Die Antwort könnte einfach sein: “Die Märkte sind nicht rational, und so weiter”. Vielleicht. Vielleicht sind die Kryptomärkte weiterhin so überhitzt, dass selbst gravierende Ereignisse nicht zu Verkaufs-Orgien führen; vielleicht sind die Kurse von sowohl EOS als auch ICON durch die Besitzer der Coins so stark manipuliert, dass es kaum mehr darauf ankommt, was wirklich dahinter steckt; vielleicht haben die Trader, die den Kurs machen, auch gar nichts von den Vorfällen mitbekommen bzw. nur durch die beruhigenden Statements der Entwickler von ihnen gehört.

All das könnte sein, und mit Sicherheit spielt es auch eine Rolle. Aber meist sind solche Erklärungen zu einfach, und meist übersehen sie etwas, das vielleicht wichtig ist. Was könnte es also noch für Gründe geben, dass die Kurse von EOS und ICON relativ stabil bleiben?

Für EOS könnte man sagen, dass der Vorfall eben bewiesen hat, dass es funktioniert. EOS soll ja eine moderierte oder regierte Blockchain sein; dass ein Kartell der Block-Producer in der Lage ist, tief in die Funktionen der Blockchain einzugreifen, ist so gesehen kein Bug, sondern ein Feature. Indem die Block-Producer sich nun schnell per Konferenz-Call auf eine Lösung geeinigt haben, die rasch und erfolgreich umgesetzt wurde, demonstrieren sie, dass der soziale Mechanismus, der EOS sichern soll – das Eigeninteresse der Block-Producer, zu tun, was richtig ist – funktioniert. Und als Bonus kann der Konsens der Block-Producer auch helfen, “kriminelle” Angriffe abzuwehren, indem sie verdächtige Accounts auf eine Blacklist setzen.

Man könnte sagen, es handele sich um eine formalisiertere Inkarnation des “Nakamoto Konsens”, der Bitcoin sicher hält. Würde es hier einen Bug geben, würden die Miner auch gemeinsam handeln, und theoretisch könnte sich ein Miner-Kartell auch hier darauf einigen, Adressen zu blockieren. Dass die Block-Producer bei EOS viel stärker als bei Bitcoin dazu ermutigt werden, als Kartell aktiv in die Blockchain einzugreifen, könnte nun genau das Feature sein, mit dem EOS punkten möchte: Es ist eine regierte Blockchain. Keine Anarchie, sondern eine Chain, die man kontrollieren kann. Dies könnte der Hebel sein, der Blockchains für Regierungen und Konzerne attraktiv macht.

Und auch bei ICON ging die Sache gut aus. Es ist zwar keine schöne Lösung, dem Contract ständig den Befehl zu senden, Transfers zuzulassen, aber es funktioniert wohl ausreichend gut und ist automatisierbar. Damit bestätigen die beiden Vorfälle viel mehr, wie stabil Blockchains eigentlich sind. Sie sind kaum totzukriegen. Und das wiederum könnte, wenn man es denn so sehen will, eine gute Nachricht sein …

Original source: https://bitcoinblog.de/2018/06/19/icon-eos-wen-interessierts-wenns-brennt/