Kein Bitcoin Hack – So kam das FBI an die erpressten Bitcoins

Bitcoin Börse wurde gehackt

Kryptograph Adam Back stellt klar: dem FBI ist kein Bitcoin Hack gelungen. Nachdem Colonial Pipeline Opfer eines Hackerangriffes wurde, folgte eine Zahlung in Höhe von rund 5 Millionen USD in Bitcoin an die Erpresser.

Rund ein Monat ist es her, dass die größte  Benzin Pipeline der USA, Colonial Pipeline, Opfer eines Hackerangriffes wurde. Hierbei forderten die Hacker eine Summe in Millionenhöhe – die Zahlung sollte in Bitcoin erfolgen. Nun hat das FBI einen Erfolg vermeldet und einen Teil der Bitcoins im Wert von 2 Millionen USD (63,7 Bitcoins) sicher gestellt. Schnell kamen Gerüchte über einen Bitcoin Hack auf. Bisher gelten Kryptowährungen als sicher und nicht hackbar.

Denn ohne den sogenannten Private Key zu kennen, ist es normalerweise nicht möglich auf eine Bitcoin Brieftasche zuzugreifen. Das war in diesem Fall auch gar nicht notwendig. Die Hacker hatten anscheinend eine Cloud genutzt. Hier haben die Nutzer keinen direkten Zugriff auf das Bitcoin Wallet – dies hat nur der Betreiber der Cloud. Daher reichte der Zugriff auf die Cloud, um die Bitcoins sicherzustellen.

Die Hacker hatten zuvor bereits mitgeteilt, dass ein Teil der Bitcoins abhanden gekommen sei. Von den restlichen Bitcoins fehlt weiterhin jede Spur.

Adam Back stellt klar: „Kein Bitcoin Hack“

Auch Adam Back, ein renommierter Name in der Kryptowelt, stellt nun klar, dass es zu keinem Bitcoin Hack gekommen ist.

Es wurde weder eine Bitcoin Brieftasche gehackt noch ist überhaupt bekannt, ob dies möglich ist. Die Hacker verwendeten eine Cloud Lösung. Das FBI übernahm die Kontrolle über die Cloud und holte so die Münzen. Das war’s.

Damit dementiert Back die Gerüchte um ein gehacktes Bitcoin Wallet. Bisher ist noch kein Weg gefunden worden, um die Datenbank der Kryptowährungen zu manipulieren. Die Blockchain wird als äußerst sicher angesehen.

Viele hatten durch die Meldung an der Sicherheit des Bitcoins gezweifelt – die Dezentralität sollte Hackerangriffe nämlich verhindern. Wäre ein Hack möglich gewesen, hätte dies Diskussionen um die Sicherheit von Blockchains mit sich gebracht und dramatische Konsequenzen in der Kryptowelt zur Folge.

Die Blockchain ist eine unveränderliche Datenbank, die dezentral durch Miner (Proof of Work) oder Besitzer der Coins (Proof of Stake) aufrecht gehalten wird. So werden einzelne Transaktionen bestätigt. So kann jeder Außenstehende alle Transaktionen nachvollziehen – lediglich die Besitzer der Wallets sind in der Regel nicht bekannt.

Wer ist Adam Back?

Adam Back ist ein britischer Kryptograph. Back wird im Whitepaper zum Bitcoin von Satoshi Nagamoto, Pseudonym des Bitcoin Erfinders, namentlich erwähnt. Back gilt als Pionier in der Implementierung des Proof of Work Algorithmus, auf den viele Kryptowährungen basieren.

Er entwarf in den 1990er Jahren Hashcash. Damit sollten Spam Mails und DoS Angriffe verhindert werden. Hier implementierte Back als einer der ersten den Proof of Work Algorithmus. Cynthia Dwork und Moni Naor schlugen diesen Algorithmus 1992 zunächst in der Theorie vor. Der Algorithmus war zuletzt aufgrund des hohen Energieverbrauchs in die Kritik geraten.


Kein Bitcoin Hack – So kam das FBI an die erpressten Bitcoins erschien zuerst auf CryptoMonday – Decoding Blockchain

Original source: https://cryptomonday.de/kein-bitcoin-hack-so-kam-das-fbi-an-die-erpressten-bitcoins/

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