Liquid-Tether nun im BTCPayServer

Die Liquid-Sidechain von Blockstream erlaubt es, Bitcoin und Tether offchain zu überweisen. Transaktionen auf ihr sind schneller, privater und günstiger als auf der Bitcoin-Blockchain. Nun bringt Blockchain Liquid zur beliebten BitPay-Alternative BTCPayServer.

„Dies sind Lügen, mein Vertrauen in euch ist gebrochen, ich werde euch überflüssig machen.“

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Mit diesem Tweet begann die Geschichte des BTCPayServers. Am Ende der Blocksize-Kriege wollten einige Bitcoin-Unternehmen die Blockade mit SegWit2x lösen. Darunter war BitPay, jener größten Bitcoin-Zahlungsdienstleister, an den der Tweet von Nicolas gerichtet war.

Der BTCPayServer ist ein Open-Source-Instrument, das ungefähr das macht, was BitPay macht: Es erlaubt Usern, in einem Shop oder vor Ort Zahlungen in Bitcoin (und anderen Kryptowährungen) anzunehmen. Aber eben ohne einen Mittelsmann wie BitPay. Aus der Empörung über BitPay wurde eine Open-Source-Bewegung, die bald mehr Dynamik entwickelte als BitPay. Der BTCPayServer unterstützt neben Bitcoin optional bereits 12 Altcoins, ist kompatibel mit Full Nodes und Hardware-Wallets, und erlaubt auch Lightning-Zahlungen.

Es ist ein wenig wie Linux gegen Windows.

Liquid-Tether

Nun bringt Blockstream Liquid in den BTCPayServer. Liquid ist eine sogenannte Sidechain. Bitcoins werden auf der Bitcoin-Blockchain eingefroren und können auf der Liquid-Sidechain bewegt werden. So können Zahlungen skalieren, ohne die Blockchain zu belasten, und es können neue Features integriert werden, ohne das Basis-Protokoll zu verändern, beispielsweise eine bessere Tokenisierung oder privatere Zahlungen durch Confidential Transactions. Diese enthalten zwar weiterhin die Information, welche Adresse an welche etwas sendet, verschleiern aber den versendeten Betrag.

Gesichert wird die Liquid-Sidechain durch ein von Blockstream entwickeltes Konsens-Verfahren, das Transaktionen bereits nach etwa zwei Minuten finalisiert. Das Verfahren benutzt Multisig-Skripte; es ist milde ähnlich wie der Konsens von Ripple, allerdings ist die Validierung der Transaktionen nicht offen und frei, sondern einem überschaubaren Kreis an Unternehmen vorbehalten, die im Liquid-Konsortium sitzen. In diesem Artikel erfahrt ihr mehr darüber wie die Liquid-Sidechain technisch funktioniert.

Durch Liquid haben User, schreibt Blockstream in der Ankündigung, „auch die Option, tokenisiertes Fiatgeld wie USDt [Tether] auszugeben anstatt der kostbaren L-BTC“. L-BTC bedeutet „Liquid Bitcoin“. Einen Zugang zu Bitcoin und Tether auf der Liquid Sidechain bekommt man als User am einfachsten duch Green, eine von Blockstream entwickelte Wallet.

Für Blockstream bedeutet das eine Menge. CEO Adam Back tweetet:

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Übersetzung: „man kann nun bei @BTCPayServer Shops Liquid $USDt (und L-BTC) annehmen und ausgeben. stack sats, gebe USD aus mit Liquid USDt, der libra killer mit confidential transactions :)“

Noch deutlicher wird der CSO Samson Mow:

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„Jedes Assets auf dem #LiquidNetwork kann jetzt bei Zehntausenden von @BtcpayServer Händlern auf der ganzen Welt akzeptiert werden. Stablecoins wie Liquid @Tether_to $USDt, @BullBitcoin’s L-Cad, und @listreserve’s AUDL sind jetzt ein Zahlungsmittel für den Einzelhandel. #DasSpielHatSichGedreht“

Tatsächlich sind die Tether-Dollar auf der Liquid-Sidechain eine Lösung für viele Probleme von Bitcoin. Sie sind schneller bestätigt als Bitcoins auf der Bitcoin-Blockchain – Börsen können sie schon nach ein bis zwei Minuten akzeptieren -, dank Confidential Transactions privater, durch die laut Blockstream besser skalierende Sidechain auch günstiger, und, weil es keine Bitcoins, sondern Dollar-Token sind, auch nicht mehr so volatil. Sind damit alle Voraussetzungen erfüllt, um im Mainstream durchzustarten?

Wo ist Bitcoin hin?

Andererseits … hat das noch etwas mit Bitcoin zu tun? Der Plan war eigentlich, dass Bitcoin eine Art Währungsreform auslöst, dass es zu Geld – also zu einem Zahlungsmittel – wird, was mit Offchain-Methoden wie Liquid und Lightning nun vielleicht auch wieder möglich wird. Ist es da nicht kontraproduktiv, nun doch wieder Fiatgeld zu akzeptieren und auszugeben, was verlangt, dass man Kaufkraft nicht in Bitcoin, sondern in Dollar aufbewahrt? Ist das nicht genau das Gegenteil von dem, was angedacht war?

Anders als das native Token einer Blockchain – also Bitcoin – trägt ein Stablecoin kaum etwas zu deren Stabilität bei. Um sicher zu bleiben, braucht Bitcoin starke Miner; wenn der Bitcoin-Preis steigt, verdienen die Miner mehr und können stark bleiben. Stablecoins helfen ihnen allenfalls dadurch, dass User Gebühren bezahlen, um damit Transaktionen zu machen. Mit einer Sidechain wie Liquid gehen diese Transaktionsgebühren aber nicht länger an die Miner, sondern an die Teilnehmer eines Konsortiums. Diese konkurrieren mit den Minern um die Einnahmen aus der Validierung digitaler Zahlungen. In gewisser Weise untergraben sie damit die langfristige Sicherheit des Systems.

Auch technisch oder politisch drücken die Liquid-Tether eher das Gegenteil von dem aus, was Bitcoin darstellt: Die Software ist zwar Open-Source, wird aber von einem Unternehmen geleitet, das auf sie (defensive) Patente hält; das System ist nicht mehr erlaubnisfrei, da nur ausgewählte Partner einen Superknoten betreiben können, der Transaktionen validiert und Gebühren einnimmt.

Es kann natürlich sein, dass die Tether-Dollar als ein trojanisches Pferd gedacht sind. Dank der Atomic Swaps auf der Liquid-Blockchain kann man Tether ohne Zwischenmann gegen Bitcoin tauschen; die Integration auf derselben Blockchain wird es sehr einfach machen, in einer nahen oder fernen Zukunft technisch von Dollar auf Bitcoin umzusatteln. Die Liquid-Blockchain schließlich ist ja nur eine Sidechain, die Leute benutzen können, aber nicht müssen; sie schützt die Mainchain davor, durch Transaktionsspam beschädigt zu werden.

Aber ob das wirklich ausreicht, um einen Schritt rückwärts zu einem Schritt nach vorn zu machen?

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Draper: Regierungen sollen nicht versuchen sich mit Bitcoin zu messen

Tim Draper sendet einen offenen Brief an Premierminister Modi und die indische Regierung. Der 1.027 Worte umfassende Brief, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, vermittelt Drapers Formel, wie man den Wohlstand im Land fördern kann ohne dabei die Freiheit der Bürger einzuschränken. Der Milliardär und Risikokapitalgeber schreibt (frei übersetzt): Es gibt eine einfache Formel für den Weiterlesen…

Original source: https://coin-hero.de/news/bitcoin/draper-regierungen-sollen-nicht-versuchen-sich-mit-bitcoin-zu-messen/

Hodlonaut’s Fall mit Craig Wright wird vom Gericht abgewiesen

Coincierge.de – Aktuelle Krypto-News

Hodlonaut hat einen kleinen, aber bedeutenden Sieg gegen Craig Wright errungen, da seine Verleumdungsklage gegen den anonymen Twitter-Analysten vom High Court of Justice in Großbritannien abgewiesen wurde. Laut Hodlonaut wird der Rechtsstreit in Norwegen weitergeführt, da das Gericht entschieden hat, dass das Land für die Angelegenheit zuständig ist. Craig Wrights Verleumdungsklage gegen Hodlonaut wird offiziell […]

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Analyst: Der Bitcoin-Preis könnte bis Mitte 2021 auf $50.000 ansteigen

Coincierge.de – Aktuelle Krypto-News

Seit Bitcoin (BTC) im Dezember 2017 zum ersten Mal $20.000 erreichte, fragen sich Analysten, wann die Kryptowährung ihren nächsten großen Preis-Meilenstein brechen wird. Der nächste Meilenstein ist wohl $40.000 oder $50.000. Bitcoin wird wahrscheinlich 50.000 Dollar erreichen, sagt ein bekanntes Modell voraus. Im Frühjahr letzten Jahres wurde ein Nutzer auf Twitter mit dem Namen PlanB […]

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Bitcoins mit krimineller Vergangenheit werden immer öfter auf Börsen gewechselt

Die Blockchain-Analyse-Firma Chainalysis veröffentlicht einen Auszug aus ihrem Crypto Crime Report für 2020. Der Auszug wirft ein Licht darauf, wie Bitcoins vor allem an zwei Börsen gewaschen werden. Er ist einer detailliertesten und spannendsten Einblicke in die Krypto-Geldwäsche, den man derzeit finden kann.

Sobald ein Krimineller, schreibt Chainalysis, einen Stoß von Kryptowährungen aus illegaler Herkunft in seiner Wallet habe, stelle sich die Frage: Wie wandelt man die Coins in Fiatgeld um, ohne verhaftet zu werden? Es sei daher eine Kernaufgabe von Blockchain-Analysen, Geldwäsche zu identifizieren.

Chainalyses hat nun Bitcoin-Transaktionen im Wert von 2,8 Milliarden Dollar identifiziert, durch die 2019 Gelder aus illegaler Herkunft an Börsen überwiesen wurden. Dabei fällt auf, dass Börsen im Verlauf der Jahre zu einem immer beliebteren Ziel von “schmutzigen” Bitcoins wurden. Während 2016 noch kaum mehr als 10 Prozent der identifizierten Coins auf Börsen aufliefen, und 30-40 Prozent zu “riskanten Services” wie P2P-Börsen oder Mixer gingen, hat sich Anfang 2020 das Bild komplett umgedreht: Rund 50 Prozent der Coins fließt zu Börsen, kaum mehr als 10 Prozent zu den “riskanten Services”. Trotz der anziehenden Regulierung der Kryptobörsen wurde es für Kriminelle offenbar immer einfacher, ihre Einnahmen über Börsen zu waschen.

Wie ist dieser merkwürdige Befund zu erklären?

Zunächst fällt auf, dass rund 50 Prozent der 2,8 Milliarden Dollar in Bitcoin bei zwei Börsen aufschlugen: Binance und Huobi. Das scheinen also die Zentren der Bitcoin-Geldwäsche zu sein.

Für Chainalysis war dies zunächst eine Überraschung, da sowohl Binance als auch Huobi KYC-(Know-Your-Customer)-Verfahren nutzen, um ihre Kunden zu identifizieren. Dies sollte eigentlich für Kriminelle extrem abschreckend sein. Also haben die Analysten sich die Zahlungsströme zu diesen beiden Börsen genauer angesehen.

Insgesamt haben rund 300.000 einzelne Accounts auf Binance und Huobi im Jahr 2019 Bitcoins mit krimineller Vergangenheit empfangen. Allerdings konzentriert sich der Großteil der Handelsaktivität auf 2.196 Accounts, die im Jahr 2019 beinah 27,8 Milliarden Dollar in Bitcoin empfangen haben. Die kriminellen Einkünfte stellten nur einen kleinen Teil der eingehenden Zahlungen dar – stiegen aber im Wert kontinuierlich an. Aufgrund dieser Daten geht Chainalyses davon aus, dass es sich um OTC Broker handelt.

OTC steht für “Over the Counter” und meint einen außerbörslichen Handel. Solche Broker wechseln Bitcoins für Käufer und Verkäufer, die kein Konto bei einer Börse eröffnen wollen oder können. Für viele Händler sind OTC-Deals praktisch, weil sie große Mengen Bitcoins zu festen Preisen kaufen oder verkaufen können, während sie auf Börsen risikieren, in einen schwer zu kalkulierbaren Liquiditätsengpass zu rutschen. Solche OTC-Broker sind eine wichtige Liquiditätsquelle für die Kryptobörsen; wie groß ihr Markt genau ist, ist schwer zu sagen, aber Analysen gehen davon aus, dass er riesig ist.

Die meisten OTC-Broker, erklärt Chainalysis, betreiben ein legitimes Gewerbe. Einige hätten sich aber darauf spezialisiert, Geldwäschedienstleistungen für Kriminelle anzubieten. Sie haben gegenüber ihren eigenen Kunden viel geringere KYC-Anforderungen als die Börsen, auf denen sie selbst handeln. Aufgrund der Analysen meint Chainalysis, dass es eine Gruppe von mindestens 100 sehr großen OTC-Brokern gibt, die solche Geldwäsche-Dienstleistungen anbieten. Diese 100 Broker haben seit 2017 ihr Handelsvolumen auf Huobi und Binance erheblich gesteigert. Sie sind aktive Händler und haben “einen riesigen Einfluss auf das Ökosystem der Kryptowährungen.” Die Gelder, die sie derzeit erhalten, machten ein Prozent der gesamten Aktivität des Bitcoin-Ökosystems aus.

Den Ablauf der Geldwäsche-Transaktionen stellt Chainalysis an einem Beispiel vor. Es gibt Bitcoins, die aus kriminellen Einkünften stammen. Sie gehen erst auf eine Zwischenwallet, und von dort aus zu zwei OTC-Brokern, die beide in der Liste der 100 oben genannten Broker sind. Diese transferieren die Guthaben dann zu Huobi, wo sie vermutlich gegen Dollar oder Yuan gewechselt werden.

Diese Geldwäsche-Infrastruktur durch OTC-Broker ist ein Pfeiler “fast aller anderen Arten von Verbrechen”, die der Bericht von Chainalysis anspricht. “Wenn es keine Wege für schlechte Akteure gibt, Kryptowährungen zu wechseln, die sie aus illegalen Quellen haben, würde es viel weniger Anreize geben, Verbrechen zu begehen. Das würde nicht nur bedeuten, dass es weniger Opfer der Verbrechen geben würde, sondern auch die Reputation von Kryptowährungen erhöhen …” Daher empfiehlt Chainalysis den Börsen, Regulierern und Ermittlern, diese Art der Geldwäsche entschieden zu bekämpfen. Glücklicherweise gebe es Wege dazu.

“Es beginnt alles mit Transparenz. Geldwäsche wird, vor allem in der Fiatwelt, üblicherweise als eine schwarze Box gedacht, die man nur öffnen und verstehen kann, wenn man einen Durchsuchungsbericht und Einsicht in die Bankaufzeichnungen hat.” Mit Blockchain-Analysen – wie denen von Chainalysis – sei dies anders. “Wir können Transaktionen auf der Blockchain untersuchen und viel schneller herausfinden, wie Kriminelle Geld waschen.” Sowohl Ermittler als auch Regulierer sollten, empfiehlt die Firma, zu Experten im Umgang mit der Technologie werden.

Börsen dagegen sollten ihre Sorgfaltspflichten hinsichtlich der OTC-Broker noch strenger erfüllen. Sie sollten nicht nur die Identität von ihren Kunden prüfen, sondern auch von OTC-Brokern einfordern, dass diese gegenüber ihren Kunden ebenfalls KYC-Prozesse verhängen.

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Die Ruhe nach dem Sturm

Seitwärtsbewegung am Donnerstag Einen Tag nach dem spektakulären Bitcoin SV-Run beruhigt sich die Lage am Kryptomarkt. Der Bitcoin befindet sich am Donnerstag in der Seitwärtsbewegung und BSV fällt wieder hinter Bitcoin Cash zurück. Wir werfen einen Blick auf die heutigen Geschehnisse Bitcoin im Detail Der Bitcoin kann die Kurszuwächse der vergangenen Tage vorerst verteidigen und… Artikel ansehen

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Bitcoin Mining: Wie funktioniert es? Lohnt sich BTC-Mining? – Alles was ihr wissen müsst!

Mining ist sehr verbreitet vor allem in China. Das Mining wird meistens mit GPU (Grafikkarten) oder spezialisierten Geräten (ASIC) betrieben. Das Bild zeigt eine GPU Mining Farm.

Community Beitrag: Dieser Beitrag ist eine Zusammenarbeit mit unserer Community und gemeinsam mit dem Team von MeaTec entstanden. Ihr Spezialgebiet ist das Bitcoin Mining sowie Mining von anderen Kryptowährungen. Wir werden auf die Grundlagen des Minings eingehen und dabei auch die Frage beleuchten, ob sich Mining überhaupt lohnt. Alles was ihr also über das Bitcoin […]

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EOS Update: Schneller, einfacher & sicherer – das Ende für Ethereum?

Die Blockchain ist bekanntlich mittlerweile schon fast keine „neue“ Erfindung mehr. So ist es kein Wunder, dass sich in den letzten Jahren neue Versionen entwickelt haben, die sich von der Bitcoin Blockchain unterscheiden und eine Weiterentwicklung darstellen. So werden Smart Contract Blockchains, wie Ethereum oder der Konkurrent EOS, oft als Blockchain der 2. Generation bezeichnet. […]

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Der Anstieg von Bitcoin auf $8.2k war viel schwächer als auf $12k im letzten Jahr

Coincierge.de – Aktuelle Krypto-News

Im Laufe des Wochenendes stieg der Bitcoin Kurs auf bis zu $8.200 vor dem mit Spannung erwarteten Wochenschluss. Obwohl es der erste starke Ausbruch seit November 2019 war, gab es nicht genug Kaufnachfrage, um BTC auf ein höheres Niveau zu treiben. Viele Trader erwarteten, dass Bitcoin auf obere Widerstandswerte einschließlich $9.000 treffen würde, die durch […]

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Ist XRP eine (unerlaubt herausgegebene) Security von Ripple?

Die Firma Ripple aus Kalifornien wird derzeit angeklagt, mit der ehemals Ripple, heute XRP genannten Kryptowährung eine nicht registrierte “Security” herausgegeben zu haben. Die Anklage begann bereits im Sommer 2019. Nun erschien ein Dokument, das unterstreicht, weshalb XRP ein Security ist – und Ripple CEO Brad Garlinghouse bestreitet die Vorwürfe öffentlich. Damit macht sich die US-Justiz daran, eine der umstrittensten Fragen in der Kryptoszene zu beantworten.

Gibt es Anlass zur Sorge, dass die Kryptowährung Ripple (XRP) eine unerlaubt herausgegebene “Security” ist? Könnte es passieren, dass XRP, nach einer Einordnung als solche, von vielen Krypto-Börsen verschwindet, weil die regulatorischen Auflagen den Handel erschweren? Eine Sammelklage, die im August 2019 eingereicht wurde und alle “Investoren, die Ripple XRP Token gekauft haben” vertreten möchte, behauptet dies.

XRP sei, so die Klageschrift, “ein Vehikel, um hunderte Millionen Dollar durch den Verkauf von XRP – eine unregistrierte Security – von Kleininvestoren einzuholen, wobei die Registrierungsvorschriften von föderalen und staatlichen Security-Gesetzen gebrochen wurden.” Darüber hinaus habe Ripple, die Firma, “eine Litanei von falschen und irreführenden Aussagen zu XRP gemacht, um die Nachfrage nach den Token zu steigern und dadurch die Profite zu erhöhen”.

Vor kurzem erschien nun ein Dokument, dass diese Vorwürfe durch zahlreiche Hinweise untermauern soll. Es mündet in der Behauptung, Ripple Labs habe 387 Millionen Dollar als ein Investment von Kleinanlegern eingeholt. Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, erwidert im Interview mit CNBC dagegen, diese Vorwurf sei “ungeheuerlich”. Es sei “offensichtlich, dass XRP kein Security ist.”

Es gibt offenbar einiges, was zu erklären ist.

Der unübersetzbare Begriff Security

Zunächst ist der Begriff “Security” mehrdeutig. Er lässt sich weder durch “Aktie” noch durch “Wertpapier” befriedigend übersetzen. Im US-Gesetz meint er

“… jede Art von Papier, Aktie, Future, Swap, Anleihe, Schuldverschreibung, Zins-Zertifikat, Profitteilungs-Vertrag” – es folgt eine Lawine weiterer Finanzbegriffe. Security ist extrem breit definiert, anders als die meisten deutschsprachigen Finanzbegriffe bezeichnet er keine konkreten Instrumente, sondern eher eine Intention. Der Begriff “Wertpapier” dagegen ist zu breit, weil er einen zentralen Aspekt von Securities vernachlässigt.

Dieser zentrale Aspekt wird durch den schon vor mehr als 100 Jahren vom Bundesgerichtshof der USA entwickelten “Howey Test” ausgedrückt: Eine Security sei  “ein Vertrag, eine Transaktion oder eine Struktur, durch die eine Person Geld in ein öffentliches Unternehmen investiert und erwartet, Profite allein durch die Bemühungen des Verkäufers oder einer dritten Partei zu erhalten.”

Damit etwas als Security gilt, müssen also vier Bedingungen erfüllt sein: 1.) muss es sich um ein Investment von Geld handeln, das 2.) mit der Erwartung von Profiten getätigt wird, 3.) in ein öffentliches Unternehmen fließt, und 4.) einen Profit durch die Bemühungen einer dritten Partei erwirtschaftet.

Die Ripplechen-Frage: Security oder nicht Security?

Die Anklageschrift baut auf dieser Definition auf. Während Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum durch ein dezentrales Netzwerk Transaktionen validieren, “wurden alle 100 Milliarden existierenden XRP aus dünner Luft durch Ripple 2013 erschaffen, bevor sie verteilt wurden und ohne dass sie eine Funktion hatten außer ein spekulatives Investment zu sein. 20 Millionen XRP sind an den Gründer von Ripple gegangen, die verbleibenden 80 Millionen an die Firma Ripple.” Dabei hinge das System Ripple vollständig von der Firma Ripple ab. Das Ripple System ist, zitiert die Klageschrift ein Blogpost der Börse CoinMotion, “in jeder praktischen Beziehung zentralisiert.”

Der Wert von Ripple als eine Firma beruhe darauf, dass diese XRP bewerbe und an Investoren verkaufe. Um die Nachfrage nach XRP zu schüren – und damit die Profite durch den Verkauf zu steigern – habe Ripple “XRP als ein gutes Investment dargestellt, optimistische Preisprognosen geteilt und das Geschäft des Unternehmens Ripple mit der Nutzung von XRP verbunden.”

Ripple sei untrennbar mit der Werbung für XRP verbunden. Das Unternehmen habe Börsen dafür bezahlt, die XRP-Token aufzunehmen und versucht, den Verkaufsdruck auf XRP zu reduzieren, indem es den Verkauf der eigenen Token durch einen Treuhandvertrag reguliert. Laut der Schrift habe Ripple erklärt, man werde “Distributionsstrategien folgen, die zur Folge haben, dass der Tauschwert von XRP im Vergleich zu anderen Währungen stabilisiert oder gestärkt wird.”

Daraus folgert die Klage, dass der Kauf von XRP ein Investmentvertrag und die Token eine unerlaubt herausgegebene Security sei. Dem stimmt William Hinman, ein Direktor der SEC, zu. Er erklärte, dass immer dann, wenn es eine dritte Partei gebe, die die Erwartung von Profiten durch ein Investment antreibe, man mit einer Security zu tun habe.

Brad Garlinghouse dagegen erklärt, XRP existiere unabhängig von Ripple, der Firma. Wenn Ripple morgen pleite gehe, würde das “XRP Ökosystem” weiterhin existieren. XRP sei eine “unabhängige Open Source Technologie”. Die XRP-Token geben dem Besitzer keinen Anteil an der Firma Ripple, sondern sie hätten einen Nutzen. Das entspreche nicht dem, was eine Security ausmache.

Es gibt also zwei Komponenten der Frage.

Das offensichtliche Geschäftsmodell von Ripple

Der erste Teil der Frage, ob XRP ein Security ist, ist relativ eindeutig. Ripple hat die XRP Token wenn nicht direkt geschaffen dann in beinah vollem Umfang auf den Markt gebracht und davon in einem den Geschäftsbetrieb konstituierenden Ausmaß profitiert. Es ist schwer, dies zu bestreiten, die Anzahl der Belege ist astronomisch, wie das jüngst erschienene Dokument aufzeigt.

So erklärte etwas David Schwartz, CTO von Ripple, in sozialen Medien mehrfach unverblümt den Zweck der XRP-Token: “Eine Million Dollar in XRP wird immer eine Million Dollar kosten. Aber wenn der Preis von XRP steigt, wird Ripple mehr Geld durch den Verkauf der XRP verdienen, und je mehr Geld Ripple hat, desto mehr kann Ripple Anreize für Partner setzen, und so weiter.” Die Firma Ripple werde, so Schwartz, “beinah mit Sicherheit der größte Besitzer von XRP für die absehbare Zukunft bleiben. Für jeden Cent, den der Preis von XRP ansteigt, wird der Wert der XRP in Ripples Besitz um 600 Millionen Dollar ansteigen.” Ripple verdiene zwar Geld, indem es Softwasre an Banken verkaufe. “Aber wie viele Banken schätzt ihr muss Ripple bedienen, um 600 Millionen Dollar in Lizenz- und Service-Gebühren einzunehmen, um nur soviel zu verdienen, wie durch den Preisanstieg von XRP um einen Cent?”

Auch Chris Larsen, ehemaliger CEO von Ripple, bestätigte dies. Etwa auf einem Panel im Jahr 2013: “Wir sind eine Art Software-Entwickler; wir entwickeln das Protokoll. Unser Geschäftsmodell ist, dass wir 25 Prozent aller XRP, die existieren, behalten, und wir werden sie benutzen, um den Betrieb zu finanzieren, Investoren auszuzahlen, Mitarbeiter zu bezahlen; das ist unser Geschäftsmodell.” En Jahr später wiederholte Larsen dies in einem Interview: “Während das Protokoll reift, geht auch der Wert der XRP hoch. Das ist unser Geschäftsmodell. Wir behalten 25 Prozent der XRP, und benutzen den Rest, um Market-Makers, Gateways und Kunden zu gewinnen. Wir benutzen die 25 Prozent, um die Rechnungen zu bezahlen. Wir sind erfolgreich, unser Cash-Flow ist positiv. Es funktioniert gut.”

Es dürfte angesichts dieser Kommentare keinen Zweifel daran geben, dass es das Geschäftsmodell von Ripple ist, die XRP-Token zu verkaufen. Je höher deren Wert ist, desto mehr Geld verdient Ripple, weshalb die Interessen von Investoren in XRP-Token mit denen von Ripple übereinstimmen. Daher lassen es sich hochrangige Mitarbeiter auch nicht nehmen, zuweilen auf den sozialen Medien und in Interviews XRP zu hypen. So sagte etwa Brad Garlinghouse, er sei “long auf XRP”, was meint, dass er steigende Preise erwartet. Er sagte dies am 14. Dezember 2017. An diesem Tag war ein XRP etwa 61 Cent wert; heute sind es etwa 21.

Mit der Strategie, XRP-Token zu verkaufen, fährt Ripple derart gut, dass SEC-Direktor Hinman erklärt, die Firma habe Gelder eingeholt, die den Betrag, der notwendig sei, um ein funktionierenden Netzwerk aufzubauen, übersteigt. Aber macht das bereits eine Security aus?

XRP is nicht gleich Ripple?

Ein wesentlicher Teil einer Security ist, dass Investoren ein Papier kaufen in der Erwartung, das Handeln eines Unternehmen werde dazu führen, dass der Wert dieses Papiers ansteigt. Damit diese Bedingung zutrifft, müsste XRP mit Ripple gleichgesetzt werden, oder es müsste zumindest so sein, dass Ripple maßgeblich für den Erfolg der XRP-Token verantwortlich ist.

Ist Ripple das? Wir sind damit an der alten Frage, ob XRP zentralisiert oder dezentralisiert ist. Wenn Ripple und XRP nicht gleichzusetzen sind, kann XRP kein Security sein. Die Webseite XRP Fud Bingo erklärt: “XRP zu kaufen hat nichts mit Ripple zu tun. Ripple ist ein Software-Unternehmen, das eben eine große Menge an XRP besitzt. Sie wurden nicht gezwungen, die XRP zu behalten und eine Verbindung mit XRP zu erhalten, sondern zeigen lediglich einen starken Glauben an die Zukunft digitaler Assets. Anleger investieren in das Ökosystem von XRP und in das Ökosystem der Kryptowährungen.”

Dabei ist auf den ersten Blick jedoch offensichtlich, dass die Verbindung von XRP und Ripple enger ist, als es gerne dargestellt wird: Ripple entwickelt das Protokoll und die Nodesoftware, bildet weitere Produkte wie RippleNet oder On-Demand-Liquidity und investiert in andere Unternehmen, etwa MoneyGram oder die Content-Monetarisierungs-Plattform Coil, unter der Bedingung, dass diese XRP verwenden. Sowohl die Technologie als auch das Ökosystem werden vom selben Unternehmen gebildet, das auch die XRP-Coins herausgibt.

Ripple bemüht sich schon lange, diesen Eindruck zu zerstreuten. So hat das Unternehmen dafür gesorgt, dass die Währung Ripple nicht mehr Ripple heißt, sondern XRP. Überhaupt versucht die Firma Ripple mit zahlreichen Abkürzungen und Begriffen die dichte Verbindung zwischen Ripple und XRP zumindest etwas weniger offensichtlich zu machen. So ist Xpring etwa der Investment-Arm von Ripple – dank der reich fließenden Einnahmen aus den XRP-Verkäufen kann Ripple großzügig investieren – was natürlich weniger nach Ripple als nach XRP klingt.

Aber auch abseits des Marketings bemüht sich Ripple, die Dezentralisierung zu fördern, indem die Firma die eigenen Nodes zurückbaut und andere Unternehmen auffordert, auch Nodes zu betreiben. Dabei ist XRP – meiner Ansicht nach – noch weit davon entfernt, nicht extrem zentralisiert zu sein. Aber man muss doch konstatieren, dass sich die Lage im Lauf der letzten Jahre gebessert hat, und dass das XRP-Protokoll – zumindest theoretisch – auch dezentral funktionieren kann. Wer es genauer wissen wollte, sollte diesen Artikel lesen: Ist Ripple dezentral oder zentralisiert?

Brad Garlinghouse sagt, wenn Ripple, die Firma, verschwindet, wird es XRP, das Netzwerk, weiterhin geben. Technisch dürfte das korrekt sein, da die XRP-Ledger unabhängig von der Firma Ripple läuft. Auch stimmt es, dass Ripple nicht die einzige Firma ist, die mit XRP arbeitet. So wurde der japanische Konzern SBI etwa zu einem wichtigen Stakeholder im Ripple-Universum. Auch gibt es viele Wallets, in denen man XRP aufbewahren kann, die unabhängig von der Firma Ripple sind.

Aber reicht das, um den Beitrag kleinzureden, den die Firma Ripple dazu geleistet hat, dass XRP auf dem dritten Platz im Ranking der Kryptowährungen sitzt?

Skylla und Charybdis

Die Gerichtsverhandlung wird am 15. Januar am nordkalifornischen Gericht in San Franzisko beginnen. Wenn es nach mir ginge, wäre das Urteil ziemlich eindeutig: Ripple hat alle oder den absoluten Großteil der XRP geschaffen – oder erhalten – und diese an Investoren mit dem expliziten oder impliziten Versprechen verkauft, durch die Erlöse die Arbeit von Ripple zu finanzieren, welche den Preis der XRP erhöht.

Aber – zum Glück – entscheidet das Gericht in Nordkalifornien nicht so, wie ein Blogger über Bitcoin entscheiden würde. Wichtiger dürften vorhergegangene Urteile sein. So wurde Ripple bereits 2015 von der US-amerikanischen Finanzaufsicht FinCEN zu einer Geldstrafe verurteilt, weil die Firma ohne Erlaubnis als “Money Transmitter” tätig war. Dies könnte implizieren, dass Ripple das XRP-Netzwerk betreibt. Darüber hinaus hat die US-Börsenaufsicht SEC dem Unternehmen Block.one eine Strafe von 24 Millionen Dollar aufgebrummt hat, weil es mit EOS den Investoren eines “Security Offerings” nicht ausreichend Infomationen dargeboten hat – ohne dabei allerdings EOS als ein Security zu definieren. Die Umstände hier sind relativ ähnlich wie bei Ripple.

In gewisser Weise muss das Unternehmen zwischen zwei Klippen hindurch schiffen, so wie Odysseus zwischen Skylle und Charybdis: Auf der einen Seite wäre XRP eine Security, wenn Ripple die XRP-Token verkauft hätte, um damit die eigene Arbeit zu finanzieren, die den Wert der XRP erhöht. Dies gilt es zu vermeiden. Auf der anderen Seite droht Ripple aber, Anlegerirreführung betrieben zu haben, wenn sie die XRP-Token verkaufen, um ein Unternehmen aufzubauen, das unabhängig von den XRP-Token ist – etwa wenn es die xRapid-Software an Banken verkauft — dies den Anlegern aber nicht deutlich genug vermitteln. Es ist also schwer, nicht auf diese oder jene Weise zu verlieren.

Die Story, in die sich Ripple daher flüchtet, ist diese: Die XRP-Token sind ein Gebrauchsgegenstand, um Geld zu überweisen, nicht aber ein Investment; Ripple Labs kam – mehr oder weniger wie die Jungfrau zum Kind – dazu, fast die gesamte Menge der XRP-Token zu besitzen, wodurch die Firma eine Unternehmung finanzieren kann, die unabhängig von XRP ist, diese aber zumindest teilweise benutzt und die XRP-Ledger weiterentwickelt, nicht, um den Wert der XRP-Token zu erhöhen, sondern weil es für ihren eigenen, vom Wert der XRP-Token unabhängigen, Geschäftsinteressen entspricht.

Der Erfolg der Token, durch deren Verkauf Ripple seinen Geschäftsbetrieb finanziert, muss demnach also nur eher zufällig mit dem Geschäft von Ripple in Verbindung stehen.

Die alles entscheidende Frage: Ist XRP dezentral?

Mit anderen Worten: So gut wie alles hängt an der Frage, ob XRP zentralisiert ist oder nicht. Wenn Ripple plausibel erklären kann, dass XRP eine dezentrale Kryptowährung ist, auf deren Geschicke die Firma Ripple nur einen sehr begrenzten Einfluss hat, hat sie gute Chancen. Sollte dies nicht gelingen, dürfte sie ein schweres Spiel vor Gericht haben.

Damit nimmt sich die US-Justiz eine der kontroversesten Fragen der Kryptoszene vor. Das ist ein Trend. Neben der Ripple-Affäre kümmern sich Gerichte derzeit auch um die Frage, ob Craig Wright Satoshi ist sowie ob die Tether-Dollar gedeckt sind und ob durch sie die Preise manipuliert wurden.

Was droht Ripple in Fall einer Niederlage? Eine Geldstrafe dürfte für das Unternehmen das kleinere Problem sein. Es sitzt auf XRP im Wert von Milliarden und hat sicherlich auch hunderte Millionen Dollar in der Kasse. Wie man am Gerichtsprozess gegen EOS gesehen hat, sind die Strafsummen in einer Größenordnung, die für eine erfolgreiche ICO – oder ein Unternehmen wie Ripple – nicht weiter schmerzhaft sind. EOS hat mit der ICO mehrere Milliarden eingenommen, was ungleich mehr ist, als Ripple durch den Verkauf der XRP-Token, und musste dafür gerade einmal 24 Millionen bezahlen. Sollte Ripple eine Strafe in einer ähnlichen Relation erhalten, dürfte dies für das Unternehmen hervorragend verkraftbar sein.

Selbst wenn ein Richter nun ein Exempel statuieren möchte, und der Sammelklage in vollem Umfang nachgibt, so dass jeder XRP-Investor das Recht hat, von Ripple einen Schadensersatz für den Wertverlust durch ein XRP-Investment zu erhalten, dürfte die Strafe keine existenzielle Bedrohung für die Firma Ripple sein.

Ernster droht die Einschätzung als Security zu sein. Damit würde das Gericht wirklich einen Präzedenzfall schaffen. Dies hätte zur Folge, dass Börsen verschärfte regulatorische Auflagen erfüllen müssen, um Ripple zu handeln, da ein Security eben strenger reguliert ist als eine Kryptowährung. Vermutlich könnte keine der gängigen US-Börsen diese Auflagen erfüllen. Ferner könnte der Präzedenzfall über Ripple hinausreichende unangenehme Folgen haben: Wer sagt, dass nicht auch Ethereum eine Security ist? Oder IOTA? Oder Lisk? Und so weiter.

Da aber EOS trotz sehr ähnlicher Umstände (bisher) nicht als Security eingeschätzt wurde, kann Ripple – und die XRP-Investoren – darauf hoffen, dass auch XRP in dieser Hinsicht ungeschoren davonkommt. Dies bestätigen auch andere Urteile, etwa in Großbritannien oder Japan, denen zufolge es sich bei XRP um kein Security handelt.

Original source: https://bitcoinblog.de/2020/01/13/ist-xrp-eine-unerlaubt-herausgegebene-security-von-ripple/