Beliebte Anlegerprodukte: ETFs, ETPs, Derivate – was ist besser?

In der Szene der Anlegerprodukte gibt es viel Bewegung und unterschiedliche Möglichkeiten der Investition. Besonders großer Beliebtheit erfreuen sich derzeit die ETFs. Seit der letzten Finanzkrise ist das Interesse der Anleger für passive Anlagestrategien noch einmal deutlich angestiegen. Kryptowährungen stellen dabei nur eine (und zwar eine sehr volatile) Möglichkeit dar. Das Risiko, das mit Krypto-Investments einhergeht, sollte man unbedingt abmildern.

Für all jene, die in breit gestreute Fonds investieren möchten, sind die ETF oder Exchange Traded Funds von besonderem Interesse. Daher hat der ETF Sparplan inzwischen besonders an Bedeutung gewonnen.

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Wo liegen die Unterschiede zwischen ETF und ETP?

Zwar sind die ETF und ETP an der Börse im gleichen Segment gelistet, dennoch unterscheiden sich beide Produkte voneinander.

Bei dem ETP handelt es sich eher um einen Überbegriff für eine ganze Palette an börsengehandelten Anlageprodukte. Dazu zählen die Exchange Traded Funds (ETF), Exchange Traded Commodities (ETC) und Exchange Traded Notes (ETN).

ETCs ermöglichen es dem Anleger, börsentäglich einzelne Rohstoffe wie beispielsweise Kupfer, Silber oder Rohöl zu handeln. ETFs hingegen dürfen gemäß den europäischen UCITS-Richtlinien nicht in einen einzelnen Rohstoff investieren.

Hier gibt es zudem auch unterschiedliche Besicherungen, wobei die meisten ETCs durch den physisch zugrunde liegenden Rohstoff gesichert sind. Zum Beispiel werden bei Goldprodukten die Barren in einem Tresor hinterlegt. Diese stehen im direkten Verhältnis zu der Anzahl der ausgegebenen ETC-Einheiten.

Das gilt auch für andere physisch besicherte Metallprodukte. Die Sicherung für die meisten synthetischen ETCs beträgt in der Regel immer 100 Prozent oder mehr. Somit entspricht der Wert der Besicherung mindestens dem Marktwert des Produkts.

Bei den Wertschriften der ETFs wird dieser Wert meist sogar überschritten. Täglich werden die Informationen hinsichtlich der gehaltenen Sicherheiten bereitgestellt. Es ist verpflichtend, dass alle Swap-Kontrahenten täglich die Besicherung aufstellen.

Alles rund um die Derivate

Auch die Derivate gewinnen zunehmend an Bedeutung. Hierbei handelt es sich um hochspekulative Geschäfte. In der Regel haben sie eine feste Laufzeit und sind an die Wertentwicklung von Anlageprodukten aus anderen Assetklassen geknüpft. Bei einem Derivat handelt es sich um ein Finanzinstrument, das sich von seinem Basiswert ableitet.

Dieser Basiswert wird international als „Underlying“ bezeichnet. Hier kann es praktisch um jedes andere Anlageprodukt handeln. Beispielsweise haben Kupferderivate den Basiswert Kupfer. Die Besonderheiten von derivativen Produkten ist deren Hebeleffekt, der sogenannte Leverage-Effekt.

Abhängig von der Anlageklasse bedarf es hier nur eines geringen Kapitaleinsatzes. Für ein Hebelprodukt, das man mit dem Hebel fünf kauft, muss nur mit einem Fünftel des gesamten Kapitals gestemmt werden, die verbleibenden anderen 80% werden fremdfinanziert. Sofern die Markteinschätzung richtig war, bewirkt nun der gewählte Hebel, dass der Gewinn, der nun erzielt werden kann, fünfmal höher ist als ohne Hebel. Doch das Gleiche gilt hier auch bei Verlusten.

Derivate können sowohl börslich als auch außerbörslich gehandelt werden und werden auch als Termingeschäft bezeichnet. Die sogenannten „Contracts for Difference“ sind ebenfalls derivative Anlagen. Sie sind aber transparenter, weil sie eins zu eins die Entwicklung des Basiswertes abbilden. Mit den CFDs ist es möglich, mit geringem Kapitalaufwand auf steigende oder fallende Kurse zu setzen. Grundsätzlich muss man sich aber bei Derivaten darüber im Klaren sein, dass es hier auch zu einem Totalverlust kommen kann.

Ein genau Blick auf ETFs

Bei ETFs handelt es sich um eine passive Anlagestrategie. Hier ist das Ziel, von dem zugrunde liegenden Index möglichst genau dessen Wertentwicklung abzubilden.

Bei Indizes hat man die Wahl zwischen nationalen und internationalen Indizes. Das können beispielsweise Renten- und Immobilienindizes oder Rohstoff- und Strategieindizes sein.

Auf Grund der Bildung einer exakten Kopie (Replikation) von Indizes ist es sehr leicht möglich, gleich ganze Märkte zu handeln. Das ist ein deutlicher Unterschied zu dem Handel mit Einzelaktien, denn bei den ETFs erwirbt man eine Mischung aus unterschiedlichen Aktien. Besonders vorteilhaft ist hier, dass man sich die zusätzliche Transaktionskosten erspart.

Anders als herkömmliche Indexfonds können ETFs an der Börse gehandelt werden. Dadurch verfügt der Investor über zusätzliche Liquidität. Dies ist bei herkömmlichen Indexfonds oder bei aktiv gemanagten Fonds anders. Sie können für gewöhnlich nur einmal täglich ge- oder verkauft werden. Damit bieten die ETFs dem Anleger die größtmögliche Flexibilität, denn hier hat der Anleger immer die Möglichkeit, bei Bedarf sehr schnell Liquidität zu erhalten.

Diese Vorteile haben die ETFs

Eine Besonderheit und ein sehr großer Vorteil, mit dem die ETFs punkten, ist ihre hohe Diversifikation und ihre Transparenz. Darüber hinaus sind sie für rendite- und kosteneffizient und sorgen für Liquidität im Bedarfsfall.

Darum ist die Diversifikation so wichtig

Mit keinem anderen Finanzprodukt wie mit den ETFs ist es so problemlos möglich, in sehr viele Unternehmen gleichzeitig zu investieren. Mit nur einem Wertpapier ist es hier möglich, das Risikos sehr breit zu streuen. Damit ist ein Anleger hier nicht darauf angewiesen, dass sich ein bestimmtes Unternehmen gut entwickelt. Hier profitiert der Anleger auf einfache und unkomplizierte Weise am globalen Wirtschaftswachstum.

Diversifikation ist somit die wichtigste Methode, und das ist auch längst wissenschaftlich bewiesen, das Risiko optimal zu reduzieren. Gleichzeitig wird hier aber nicht die erwartete Rendite gemindert.

ETFs replizieren entweder einen gesamten Index oder aber auch nur einzelne Märkte. Mit dem Erwerb verschiedener ETFs ist es daher sehr leicht möglich, eine wirklich breite Risikostreuung zu erlangen.

Ein besonderer Vorteil der ETFs ist ihre Transparenz

Anleger, die in herkömmliche Fonds investiert haben, müssen immer auf den vierteljährlichen Report der Fondsgesellschaft warten. Erst dann erfahren sie, wie ihr Geld investiert wurde. Bei Anlegern von ETFs verhält sich das jedoch vollkommen anders, denn sie können täglich erfahren, wie es um die Investition steht. Hier veröffentlichen die ETF-Emittenten immer die tagesaktuellen Zusammensetzungen.

Dadurch ist es zu jeder Zeit möglich, die Handelsdaten wie Preise, Volumen und Geld-Brief-Spannen am Markt abzulesen.

ETFs sorgen für mehr Liquidität des Anlegers

Da es möglich ist, ETFs im täglichen Börsenhandel jederzeit zu kaufen oder zu verkaufen, kann man so im Bedarfsfall sofort für die benötigte Liquidität sorgen. ETFs haben keinen Fälligkeitstermin und können somit je nach Bedarf und Belieben gehalten oder verkauft werden.

Rendite- und Kosteneffizienz der ETFs

Ein weiterer besonderer Vorteil der ETFs liegt darin, dass sie immer an der Marktrendite partizipieren und über eine transparente und niedrige Kostenstruktur verfügen.

[Bildquelle: Unsplash]


Beliebte Anlegerprodukte: ETFs, ETPs, Derivate – was ist besser? erschien zuerst auf CryptoMonday – Decoding Blockchain

Original source: https://cryptomonday.de/beliebte-anlegerprodukte-etfs-etps-derivate-was-ist-besser/

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