Bitcoin aktuell unterbewertet? Bloomberg Analyst sieht ein Ungleichgewicht

Bitcoin Kurs steigt stark im Preis und kann Kursgewinne verzeichnen. Das Bild zeigt eine Preiskurve sowie gestapelte Bitcoins.

Bitcoin ist die erste und wichtigste Kryptowährung von allen. Zudem hat BTC eine Marktdominanz von ca. 60% laut Coinmarketcap und ist somit die mit Abstand wertvollste Kryptowährung im Markt. Dennoch halten viele Bitcoin weiterhin für unterbewertet. So auch der Bloomberg Analyst Mike McGlone. Seiner Meinung nach müsste der Bitcoin Preis aktuell weitaus höher liegen. Dabei nimmt er einen On-Chain Indikator als Argumentationsgrundlage.

Bitcoin laut Bloomberg Analyst unterbewertet

Bitcoin soll laut Mike McGlone aktuell einen Preis von 15.000 USD haben. Demnach wäre der aktuelle BTC Preis von ca. 10.500 USD etwa 4.500 USD unterbewertet. Diese Annahme basiert auf einer Kombination von den jüngsten Preisbewegungen, der Hashrate und dem Durchschnitt an aktiven Bitcoin Adressen.

Die Bitcoin Hashrate steigt weiter an und erreichte kürzlich neue Höchststände. Auch die verwendeten Adressen nehmen zu. Der 30-Tage-Durchschnitt der Bitcoin-Adressen ist eine Top-Metrik für die Annahme und entspricht dem Preis von 15.000 $, wenn man ihn seit 2017 auf einer Auto-Scale-Basis misst.

Der kürzliche Bitcoin Kurseinbruch hat McGlone keinesfalls verunsichert. er geht weiterhin davon aus, dass BTC sowohl für Handels- als auch für Investitionszwecke hoffnungsvoll ist. Er geht davon aus, dass Bitcoin weiterhin die wichtigste Kryptowährung bleiben und das wichtigste Element des „Paradigmenwechsels hin zu digitalem Geld und Wertaufbewahrung“ sein wird.

On-Chain Metriken deuten auf einen positiven Trend

Er sagt dennoch dazu, dass es auch zu starken Kursschwankungen kommen kann. Damit aber Bitcoin langfristig im Wert verliert, müssten sich die beiden On-Chain Metriken – Hashrate und aktive Adressen – stark in negative Richtung verändern. Daher sieht er aktuell einen positiven Trend, der durch diese Faktoren gestützt wird.

Unsere Grafik stellt primäre On-Chain Metriken dar, die sich umkehren müssten, damit Bitcoin nicht weiter im Preis steigt – die Hashrate und aktive Adressen.

Bitcoin wird immer relevanter

Zudem sieht man deutlich die Entwicklung der letzten Monate und Jahre. Bitcoin ist nicht mehr das Zahlungsmittel für Verbrecher und Drogendealer, so wie es vor einigen Jahren noch durch die Medien verbreitet wurde. Er wird langsam zu einem anerkannten Finanzprodukt und genießt mittlerweile die Nachfrage von verschiedenen institutionellen Investoren.

Zudem werden die Infrastrukturen rund um Bitcoin immer besser. Das Onboarding von Interessenten ist so einfach wie noch nie. Bald soll BTC auch einen Platz in den Portfolios finden, die Banken ihren Kunden anbieten. Doch ein viel wichtiger Grund, warum Bitcoin langfristig im Preis steigen sollte, sind die regelmäßigen Halvings, die nachhaltig die Produktionsrate von neuen BTC reduzieren.

Das letzte Bitcoin Halving fand erst dieses Jahr im Mai statt. Die Auswirkungen auf den Markt zeigen sich aber im Durchschnitt erst ca. 18 Monate danach. Zumindest wenn man die Erkenntnisse aus den anderen zwei Halvings hinzuzieht. Demnach könnte uns nächstes Jahr ein Angebotsschock treffen, der sich positiv auf den Kurs auswirken könnte.

Das nächste Halving findet im Jahr 2024 statt und wird Bitcoin seltener und härter machen als Gold. Somit wäre BTC damit in der Theorie das beste Wertaufbewahrungsmittel. Ob bis dahin das Verständnis von Bitcoin gegeben sein wird, steht in den Sternen. Wir sind gespannt und halten euch wie immer auf dem Laufenden.

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Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.


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Über dieser kritischen Ebene muss Bitcoin schließen, um wieder einen Aufwärtstrend zu starten

Coincierge.de – Aktuelle Krypto-News

Bitcoin und dem gesamten Krypto-Währungsmarkt fehlen es in letzter Zeit an einer gewissen Richtungsorientierung, wobei die Bären dem jüngsten marktweiten Bullenzyklus ein festes Ende gesetzt haben. Einige Anleger befürchten nun, dass diese Konsolidierungsphase das Ende des marktweiten Aufwärtstrends markiert hat und darauf hindeuten könnte, dass in den kommenden Tagen und Wochen ein weiterer Abwärtstrend bevorsteht. […]

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Europaparlament möchte „Bitcoin, Libra und Co.“ nochmal regulieren

Man sollte meinen, im Jahr 2020 würde auch die Politik Kryptowährungen zumindest im Ansatz verstehen. Dass dem noch nicht so ist, zeigt ein Post des Europaparlamentariers Sven Giegold, der mit seinen Kollegen einen Gesetzesentwurf für eine europaweite Regulierung von „Krypto-Assets“ vorgelegt hat.

Eigentlich wollte ich mich ohne jede Vorurteile auf den Text auf der Webseite des Grünen-Politikers Sven Giegold einlassen. Aber, sorry. Schon nach den ersten Zeilen wurde mir klar, dass das nicht mehr möglich ist. Daher muss ich diesen Artikel damit beginnen, was er nicht ist:

Er ist KEIN Statement gegen oder für eine Partei. Ich persönlich finde die Grünen sympathisch, auch wenn ich längst nicht mit allem einverstanden bin, was sie tun. Aber darum geht es hier nicht. Hier geht es darum, dass ein Europapolitiker, der zufällig den Grünen angehört, ein Statement zur Regulierung von Kryptowährungen abgibt, das in seiner Ahnungslosigkeit symptomatisch ist.

Weiter ist dieser Artikel KEIN Statement von Bitcoin.de oder sonst einer Organisation, sondern gibt einzig und allein meine persönliche Einschätzung des Textes von Sven Giegold wieder.

Nachdem dies gesagt ist, können wir loslegen.

Libra, und Libra, und Libra

Worte sind wichtig. Das weiß jeder. Die Wahl der Worte verrät den Rassisten und den politisch Überkorrekten, sie scheidet den Laien vom Experten, und sie zeigt, ob man sich mit einer Sache beschäftigt hat oder ob man in Ignoranz schwelgt. Die Wortwahl im ersten Satz von Giegolds Texts deutet darauf hin, dass bei ihm letzteres der Fall ist:

…gestern am 10.09.2020 hat das Europaparlament ein erstes starkes Zeichen gesetzt, mit der überfälligen Regulierung von Bitcoin, Libra & Co. auf europäischer Ebene endlich ernst zu machen.

Bitcoin, Libra und Co. Warum? Warum schreibt er das? Libra, die von Facebook geplante Währung, gibt es noch nicht, und wenn man sich anschaut, wie ein großer Partner nach der anderen die Libra-Assoziation verlässt, weil der Druck der Politik fast augenblicklich zu groß wurde, ist es fraglich, ob Libra jemals wirklich existieren wird, und, falls ja, ob sie jemals mehr als eine unbedeutende Randerscheinung sein wird. Hätte Giegold nicht einfach auf Coinmarketcap nach einer Kryptowährung suchen können, die nicht Bitcoin heißt? Etwa Ethereum, Ripple oder Tether?

Und überhaupt – was meint er mit der Regulierung, die überfällig ist, noch bevor es Libra überhaupt gibt?

Momentan gelten für diese sogenannten Krypto-Assets nur unzureichende oder gar keine Regeln, was sie seit Jahren zu einem Tummelplatz für Kriminelle und Betrüger macht. Hier braucht es endlich einen umfassenden Regelungsrahmen, der kriminelle Aktivitäten ausbremst und seriösen innovativen Unternehmen Rechtssicherheit bietet.

Erneut fragt man sich, ob Giegold weiß, wovon er schreibt. Die „sogenannten Krypto-Assets“ sind in Europa streng bis sehr streng reguliert. Es gibt in der Eurozone so gut wie keine große Bitcoin-Börse; in Deutschland gibt es noch nicht einmal mehr Bitcoin-Automaten oder einen legalen P2P-Handel.

Die EU hat Bitcoin und „Krypto-Assets“ – schon alleine die Bezeichnung ist üblicherweise ein Symptom für Ahnungslosigkeit – schon vor Jahren in ihre Anti-Geldwäsche-Gesetze aufgenommen, die Mitgliedstaaten sind derzeit dabei, diese einheitliche Regelung umzusetzen, und die FATF hat für die ganze Welt Regeln aufgestellt.

Dass es „nur unzureichende oder gar keine Regeln“ gibt, ist schlicht falsch. Es gibt eine Fülle von Regeln, die zum Teil umgesetzt sind und zum Teil umgesetzt werden. Es mag gut gemeint sein, noch ein weiteres Regelwerk aufstellen zu wollen. Aber am Ende hilft man damit keinem.

Falsch ist auch, dass die „Krypto-Assets“ ein „Tummelplatz für Kriminelle und Betrüger“ sind. Die meisten Analysen zeigen, dass der Anteil der Kriminellen gering bis sehr gering ist, in jedem Fall nicht (wesentlich) höher als bei Bargeld. Die jüngst ans Licht gekommenen Fincen Leaks bestätigen erneut, dass die Banken weiterhin die Zugmaschinen der Geldwäsche sind, selbst dann, wenn es um Einnahmen aus einer Masche geht, die wie OneCoin nahe bei Kryptowährungen ist. Auch das Bundesfinanzministerium hat bereits festgestellt, dass Bitcoins in Sachen Geldwäsche nur ein sehr geringes Risiko darstellen.

Den „umfassenden Bezugsrahmen“, den Herr Giegold herbeisehnt, gibt es längst. Kryptowährungen wurden in umfassende KYC- und AML-Gesetze eingeordnet. Wie die jüngste Veordnung zu Anwaltsberufen im Immobilienwesen zeigt, sogar unnötig streng. Jede Börse in der Eurozone setzt KYC-Regeln um. Einen „Bezugsrahmen“ jedoch, der „kriminelle Aktivitäten“ umfassend „ausbremst“, wie er dem Politiker wohl vorschwebt, ist nicht machbar. Das zeigen die Erfahrungen mit Bargeld, das zeigen die Erfahrungen im Bankenwesen, und das zeigen die Erfahrungen im Drogenhandel: Der Reichweite der Wirkung regulatorischen Handels sind Grenzen gesetzt. Sie kann unerwünschte Phänomene reduzieren. Aber sie kann sie nicht aus der Welt schaffen, sofern es ein Bedürfnis nach ihnen gibt.

Immerhin hat Giegold im Ansatz recht, wenn er meint:

Gleichzeitig bietet die Technologie hinter virtuellen Währungen große Chancen für Innovation und Effizienz im Finanzsystem.

Wie so viele, die Begriffe verwenden wie „Kryptoassets“ oder Sätze wie „Bitcoin, Libra und Co.“, meint Giegold offenbar, dass das Potenzial von Kryptowährungen erst realisiert wird, wenn die Banken der Eurozone einen digitalen Euro herausgeben oder ein Konzern wie Facebook einen digitalen Stablecoin. Dabei ist es in Wahrheit schon längst geschehen. Bitcoin, Ethereum und Tether haben das Finanzwesen bereits revolutioniert, es gibt Echtzeit-Transaktionen, Mikrotransaktionen, DeFis, Stablecoins, und so weiter. Wer einmal im Krypto-Finanzsystem war, erkennt, dass „Innovation und Effizienz“ längst Alltag sind.

Der Bock als Gärtner

Die Fokusierung auf Libra, die offensichtliche Unkenntnis von Technik, Regulierung und Ökonomie – all das deutet darauf hin, dass Giegold und seine Kollegen nicht allzu viel Zeit damit vergeudet haben, „Krypto-Assets“ tatsächlich kennen zu lernen. Sie waren offenbar damit beschäftigt, Gesetze für Kryptowährungen zu schreiben:

Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) verabschiedete jetzt mit breiter Mehrheit einen sogenannten legislativen Initiativbericht, in dem starke Forderungen für eine Regulierung von Krypto-Assets an die Europäische Kommission gestellt werden. Die Abstimmung im Ausschuss stellt eine Empfehlung für das Plenum des Europaparlaments dar, das voraussichtlich Anfang Oktober darüber abstimmen wird. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich verpflichtet, auf einen solchen Initiativbericht immer mit einem entsprechenden Gesetzesvorschlag zu reagieren.

Bemühungen, ein neues Gesetz explizit für die sogenannten Krypto-Assets durchzubringen, dazu gibt es schon ein Weilchen. Aber diese gingen Giegold nicht weit genug:

Im Juni hatte der liberale Berichterstatter Ondřej Kovařík einen völlig zahnlosen Berichtsentwurf vorgelegt, der viele Gemeinplätze, aber praktisch keine konkreten Regelungsvorschläge für Bitcoin, Libra & Co. enthielt. Erst dank intensiver Verhandlungen im Ausschuss gelang es, den Bericht deutlich nachzuschärfen und viele starke Anforderungen aufzunehmen.

Dank den Grünen und anderen Parteien im Ausschuss wird das Europa-Parlament also dafür stimmen, ein schärferes Gesetz zu erlassen. Wichtig waren den Grünen, so Giegold, die folgenden Punkte:

Konsequente Anwendung von Regeln zu Geldwäsche und Kundenidentifikation
Studien und Medienberichte zeigen immer wieder, dass Krypto-Assets in erheblichem Umfang für illegale Aktivitäten genutzt werden. Der Bericht fordert deshalb, Anti-Geldwäsche-Regeln systematisch und lückenlos auf den Bereich der Krypto-Assets auszudehnen und vor allem Anbieter und Akteure zur zuverlässigen Identifikation von Transaktionspartnern (sogenanntes Know-Your-Customer-Prinzip, KYC) zu verpflichten. So soll insbesondere sichergestellt werden, dass Ermittlungsbehörden im strafrechtlichen Verdachtsfall mit geringem Aufwand die Begünstigten von Zahlungen ermitteln können. Solche strengen Regeln würden es Kriminellen sehr viel schwerer machen, Krypto-Assets etwa für Geldwäsche, Angriffe mit Erpressungssoftware oder den Handel mit illegalen Gütern zu nutzen.

Wo fangen wir an? Vielleicht damit, dass es durchaus sinnvoll ist, KYC-Regeln ins Kryptowesen einzuführen, und dass dies auch eine vereinte Bemühung der Gesetzgeber benötigt. Aber trotz dieser wohl ehrenwerten Absichten spricht erneut der Mangel an Wissen aus diesem Absatz.

Würde Giegold Bitcoin technisch verstehen, wäre ihm bekannt, dass transparente Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum bereits ein Tracing von Transaktionen zulassen, und dass Blockchain-Analysten aus diesem Tracing eine Fülle an Informationen gewinnen können. Natürlich könnte man das noch verschärfen, etwa indem Börsen und Wallets ihre Kunden auffordern, für Auszahlungen eine Notiz zu hinterlassen. Aber das hätte vermutlich keinerlei Effekt. Die einzige Möglichkeit, das bestehende Regime strenger zu machen, wäre es, dass Börsen und andere Plattformen nur noch Auszahlungen an andere Börsen oder Plattformen zulassen, so dass die Kunden gar nicht mehr in der Lage sind, ihre „Krypto-Assets“ selbst zu besitzen. Das würde aber lediglich dazu führen, dass die EU als Standort für die sogenannten Krypto-Assets über Nacht bedeutungslos werden würde.

Solange die User in der Lage sind, ihre Coins selbst zu verwalten, können sie durch dezentrale Mixer wie Wassabi oder den (dezentralen) Tausch in Privacy-Coin wie Monero ihre Spuren verwischen. Gerade gegen die genannten Angriffe gegen Erpressungssoftware hilft die vorgeschlagene Regulierung überhaupt nichts.

Ferner konnten die Grünen die „Strikte Regulierung von Libra & Co.“ aufnehmen:

Sogenannte Stablecoins versprechen einen festen Wechselkurs gegenüber einer normalen Währung, etwa dem Euro, oder einem Währungskorb. Ohne einen strikten Regelungsrahmen besteht die Gefahr, dass sich Großprojekte wie Facebooks Libra zu alternativen Geldsystemen entwickeln, in denen nicht länger der Staat, sondern mächtige Finanzkonzerne das Sagen über unser Geld haben. Der Bericht fordert, dass Stablecoins die existierenden Anforderungen an sogenanntes E-Geld erfüllen müssen, was die Anbieter unter anderem zum jederzeitigen Umtausch in die normale Währung sowie zur sicheren Verwahrung von Kundengeldern verpflichtet. Wir werden uns im Plenum dafür einsetzen, zusätzlich die Gefahren für Finanzstabilität und demokratische Kontrolle noch stärker in den Blick zu nehmen.

Schon alleine die Überschrift dieses Absatzes zeigt, dass Giegold bzw. seine Parteigenossen so gut wie nichts über den Markt wissen, den sie regulieren wollen. Während es Libra noch nicht gibt – und es zweifelhaft ist, ob es den Facebook-Coin jemals wirlich geben wird – haben wir bereits heute einen innovativen und stark wachsenden Markt der Stablecoins. Tether ist eine 15 Milliarden Dollar schwere Währung, die durch Blacklists bereits der Regulierung zuvorkommt und mit der Nutzung zahlreicher Blockchains vormacht, wie ein innovativer Stablecoins aussehen kann. Dass es kein hinreichendes Audit der Deckung der Tether gibt, scheint den Markt nicht zu stören, und jegliche gesetzliche Anforderungen, dies durchzuführen, prallen an Tether ab.

Beim DAI-Dollar hingegen dürfte sich die Politik fragen, an wen sie sich mit ihren Regulierungswünschen überhaupt wenden sollen. Denn DAI existiert nur als Smart Contract auf der Blockchain. Dafür aber ist die Deckung höchst transparent gegeben und jeder ist in der Lage, die DAI gegen die zugrundeliegenden Ether zu wechseln, ohne dafür die Hilfe eines zentralen Mittelsmannes in Anspruch zu nehmen.

Die Grünen wollen also offenbar einen Stablecoin regulieren, den es noch gar nicht gibt – Libra – während die Wirlichkeit bereits viel innovativer und weitreichender ist, als sie es von Libra in der Zukunft erwarten. Das Parlament schafft es, zugleich zu weit in die Zukunft zu schauen als auch hinter der Gegenwart her zu hinken. Was kann da noch schief gehen?

Ferner sollen die Regeln des geplanten Gesetzes „auch für Anbieter aus Drittstaaten“ gelten müssen:

Da Krypto-Assets aufgrund ihrer digitalen Natur nicht an Ländergrenzen gebunden sind, besteht die akute Gefahr, dass Anbieter von außerhalb der Europäischen Union die europäischen Regeln, etwa bei Verbraucherschutz oder Geldwäsche, unterlaufen. Der Bericht fordert deshalb, rechtliche Regelungen und Mechanismen zu schaffen, die die Einhaltung der Regeln auch durch Anbieter aus Drittstaaten gewährleisten.

Wie rechtliche Regeln dies schaffen sollen, ist mir ein Rätsel. Giegold versteht vermutlich nicht, dass eine Geldüberweisung mit Kryptowährungen nicht viel anders als eine E-Mail ist. Und wenn die Politik eines aus dem Internet gelernt haben sollte, dann, dass es nicht möglich ist, Daten aus Drittstaaten aufzuhalten.

Die Frage nach dem Sinn

Ich höre an dieser Stelle mit dem „Review“ auf. Man sollte das alles nicht falsch verstehen: Ich habe eine sehr große Achtung vor der EU und vor Politikern wie Sven Giegold, die die undankbare und zermürbende Arbeit leisten, die kulturellen Differenzen und auseinanderklaffenden Interessen der Mitgliedsstaaten zu überbrücken, um einen Konsens für eine europaweite Politik zu schaffen, der dann viel zu oft von nationalen Regierungen ausgebremst wird. Ohne die EU und auch ohne den Euro stünde Europa, da bin ich überzeugt, sehr viel schlechter da.

Weiterhin denke ich auch, dass die EU Kryptowährungen auf EU-Ebene regulieren sollte, und ich sehe durchaus, dass es Probleme mit der kriminellen Nutzung geben kann oder dass die EU besorgt ist, dass private Unternehmen ihr die Hoheit über das Geld entreissen.

Aber den Sinn des Vorstoßes der ECON-Arbeitsgruppe verstehe ich absolut nicht. Es gibt bereits eine Regulierung durch die EU-Kommission, die Kryptowährungen in die bestehenden Anti-Geldwäsche-Vorschriften umsetzt, wie es auch einen (verbindlichen) Vorschlag der FATF gibt. Beides zusammen ist derzeit im Begriff, in das nationale Recht einzufließen und dort ökonomische Wirklichkeit zu werden. Ein weiteres Gesetz dürfte hier lediglich Verwirrung stiften und eine sinnvolle Regulierung eher verzögern als beschleunigen.

Sinnvoll könnte es sein, Regeln für die aufkommende Klasse der „Krypto-Assets“ zu schaffen. Beispielsweise im Verbraucherschutz für Stablecoins, im Investorenschutz für Security Token und DeFis und so weiter. Aber hier ist noch vieles zu unklar, gerade bei Token und DeFis, als dass man bereits ein zentrales Gesetz schreiben könnte; die ganze Ökonomie entwickelt sich erst noch, und keiner weiß genau, wohin sie geht. So gut wie niemand hätte vor einem Jahr etwas erwartet, wie es sich derzeit im DeFi-Raum herausbilden.

Daher dürfte es sehr viel sinnvoller sein, die Eigeninitiative der Mitgliedsstaaten zu beobachten – Deutschland hat beispielsweise bereits ein international vielbeachtetes Gesetz zu solchen Krypto-Assets verabschiedet – und später zu handeln.

Vor allem aber sollte ein Gesetz, wenn es denn noch eines bräuchte, mit Blick auf die tatsächlich existierende Krypto-Ökonomie entworfen werden. Giegolds Texts gibt leider nur wenig Hinweise, dass er sich mit der Technik und Wirtschaft der verschiedenen Kryptowährungen ernsthaft beschäftigt hat.

Original source: https://bitcoinblog.de/2020/09/24/europaparlament-moechte-bitcoin-libra-und-co-nochmal-regulieren/

ChainLink erholt sich über USD 8,40, weil Bären das neue Wochentief senkten

LINK/USD erreichte 7,40 USD, nachdem das Paar durch den extremen Ausverkaufsdruck von Höchstständen bei 20 USD gefallen war

Die Preisbewegung von ChainLink war in den letzten Wochen sehr trostlos. Der jüngste Ausverkaufsdruck hat LINK/USD auf Tiefststände von 7,40 USD gebracht. Da der Bitcoin und der Rest des Kryptowährungsmarktes zum Zeitpunkt des Schreibens ein schwaches Bild abgeben, sieht es zudem nach einer Fortsetzung des Abwärtstrends für ChainLink aus, sofern die Bullen nicht über 8,00 USD konsolidieren.

Die massive Kapitalflucht der letzten Woche bedeutete, dass LINK/USD weiter von seinem Allzeithoch von rund 20 USD entfernt war. Selbiges war im August erreicht worden, als die Integration in den DeFi-Bereich ihren Höhepunkt erreichte. Gestern ist der Preis um mehr als 12 % gefallen, um ein neues Sechs-Wochen-Tief zu erreichen. Der Token ist auch in der letzten Woche um mehr als 20 % gesunken und liegt fast 58 % unter seinem Höchststand.

Trotz des Abwärtstrends ist ChainLink der Top-Verdiener unter den Top 20 der größten Kryptowährungen am Markt. LINK/USD liegt zum Zeitpunkt des Schreibens seit dem Krypto-Marktcrash im März mehr als 400 % über seinem Preis.

LINK/USD technisches Bild

Die meisten Münzen sehen immer noch rot, aber ChainLink wird im -Chart grün. Bullen werden wahrscheinlich die Marke von 8,50 USD durchbrechen, um ihre Distanz zum Rest des Marktes zu stärken.

Nachdem LINK/USD seine Unterstützungsgrenze von 9,00 USD verloren hatte, konnten Verkäufer nahezu ungehindert ein weiteres wichtiges Unterstützungsniveau um 8,00 USD knacken. Der freie Fall drohte die zinsbullischen Hoffnungen zu zerstören und die Unterstützung auf einem kritischen Niveau zu halten.  Dies würde eine kurzfristige schnelle Erholung auf 10,00 USD leicht erreichbar machen.

Ein Blick in das Tages-Chart zeigt, dass ein Lauf auf die 50 MA um 13,00 USD eine bullische Umkehrung bestätigen würde, sollte LINK/USD bei 10,60 USD über dem 20-EMA-Wert liegen. Dazwischen stellt das Fibonacci-Retracement-Niveau von 23,6 % bei 11,25 USD eine eindrucksvolle Hürde dar.

Der RSI dreht sich nach Norden, während der MACD ein verstecktes bullisches Divergenzmuster abbildet und so darauf hinweist, dass Bullen die Oberhand gewinnen.

Alles hängt jedoch davon ab, ob die ChainLink-Marines die Aufwärtsdynamik beibehalten, um die Kontrolle über 9,20 USD zurückzugewinnen. In dieser Region gibt es ein wichtiges Preisniveau, das die jüngste Ablehnung eines neuen Wochentiefs von rund 7,40 USD markierte.

ChainLink-Tagespreis-Digaramm/Quelle: TradingView

LINK/USD handelt um 8,43 USD und ist in den letzten 24 Stunden um 3,13 % gestiegen. Unterdessen haben BTC/USD und Top-Altcoins immer noch mit einem hohen Verkaufsdruck zu kämpfen.

Der Bitcoin fiel am heutigen Tag um 1,5 % gefallen und notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei 10.240 USD, während Ethereum nach einem Rückgang um 2,95 % bei 328 USD den Besitzer wechselt. XRP/USD läuft Gefahr, 0,22 USD aus dem Blick zu verlieren, nachdem der Preis um fast 5 % gefallen ist.

The post ChainLink erholt sich über USD 8,40, weil Bären das neue Wochentief senkten appeared first on Coin Hero.

Original source: https://coin-hero.de/news/chainlink-erholt-sich-ueber-usd-840-weil-baeren-das-neue-wochentief-senkten/

Ripple-Partner und ConsenSys testen Mikro-Finanzinitiative, um ein 19 Milliarden $-Loch zu stopfen

Ripple und XRP Coin

Laut der Webseite des Ripple-Partners Finastra beabsichtigt die Plattform, eine ehrgeizige Mikrofinanzinitiative namens Trust Machine in Kenia zu pilotieren, um sich auf die Beseitigung der Finanzierungslücke für KMU zu konzentrieren und 50.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Darüber hinaus plant Finastra, sich mit Fragen der Gleichberechtigung im Bereich der Finanzdienstleistungen und der finanziellen Eingliederung von Nichtbanken auf der ganzen Welt zu befassen.

Finastra und ConsenSys wollen neue Mikrofinanzinitiative starten

Der Fintech-Riese Finastra, der im vergangenen Jahr eine Partnerschaft mit Ripple eingegangen ist, verfolgt seine Mission der weltweiten Verbreitung von Innovationen als Teil seiner Strategie für offene Cloud-Plattformen und beabsichtigt, die Finanzierungslücke für KMU in Kenia zu schließen und die Ungleichheit beim Zugang zu Finanzdienstleistungen mit all den neuen Möglichkeiten, die sich daraus für die Menschen ergeben würden, zu verringern.

Das Unternehmen ist der Ansicht, dass der effizienteste Weg, die Zahl der Menschen ohne Bankkonto rund um den Globus (derzeit 1,7 Milliarden Menschen) zu reduzieren, die Bekämpfung der Armut mit einem Anstieg der Beschäftigung ist.

Die KMU-Finanzierungslücke in Kenia und anderen afrikanischen Ländern, die Finastra zu schließen beabsichtigt, beläuft sich auf stolze 19 Milliarden USD. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen Trust Machine, eine Mikrofinanzinitiative, ins Leben gerufen.

Zu den Partnern gehören ConsenSys, ETH Zürich, Greenpoint Financial und Fusion Optimum.

Ripple Partner startet Micro-Finanzinitiative
Quelle: Finastra

Trust Machine zur Steigerung des Wirtschaftswachstums

Trust Machine beabsichtigt, die Finanzierungslücke von 19 Milliarden Dollar um mindestens ein Prozent zu verringern, indem sie möglicherweise 50.000 neue Arbeitsplätze in neuen Ländern schafft, in denen die Unternehmung ihre Tätigkeit aufnimmt, um so das Wirtschaftswachstum zu steigern und die Armut zu bekämpfen.

Abgesehen von dem Schub, den die neue Initiative dem Wirtschaftssektor gibt, ermöglicht sie Fintech-Unternehmen auch die Schaffung von Apps zur Kreditvergabe an lokale Unternehmen.

Sie geht auch Partnerschaften mit lokalen Banken ein, um es ihnen zu ermöglichen, ihre Finanzdienstleistungen an lokale Nichtbanken zu verbreiten, wie z.B. die IFIC Bank in Bangladesch.


Ripple-Partner und ConsenSys testen Mikro-Finanzinitiative, um ein 19 Milliarden $-Loch zu stopfen erschien zuerst auf CryptoMonday – Decoding Blockchain

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Nigeria reguliert Kryptowährungen – und wird zum afrikanischen Krypto-Hotspot

Nigeria reguliert Kryptowährungen. Was in Europa, Nordamerika und den meisten Teilen Asiens längst geschehen ist, kommt nun auch auf dem afrikanischen Kontinent an. Nirgendwo sonst erfüllen Bitcoin und andere Kryptowährungen eine so wichtige ökonomische Funktion. Das unterstreicht eine neue Analyse.

Dass die Finanzaufsicht SEC in Nigeria als eine der ersten in Afrika beginnt, Bitcoin und andere Kryptowährungen zu regulieren, liegt nahe. Schließlich ist Nigeria das bevölkerungsreichste Land Afrikas, die größte Volkswirtschaft des Kontinents und dessen „Krypto-Hotspot“. Wenn man bei Google Trends danach fragt, wo weltweit am meisten nach Bitcoin gesucht wird, ist Nigeria mit Abstand auf dem ersten Platz – übrigens gefolgt von Südafrika.

Google Trends für das Suchwort „Bitcoin“. Afrika südlich der Sahara und die nördliche Alpengegend scheinen besonders interessiert.

Die SEC des Landes hat nun eine bisher noch eher unklare Regulierung vorgestellt. Dabei kündigt sie vor allem an, dass „Herausgeber oder Sponsoren von virtuellen Assets“ durch die Kommission reguliert werden sollen. Voraussetzung dafür soll aber sein, dass die SEC das Asset als „Security“ ansieht, ein englischsprachiger Begriff, der als „Wertpapier“ nur unzureichend ins Deutsche übersetzt wird. Dabei jedoch betont die SEC, dass jedes virtuelle Asset als Security gelten wird, solange deren Herausgeber nicht das Gegenteil beweisen, etwa indem sie darlegen, dass das Asset einen konkreten Nutzen erfüllt.

Gleichzeitig meint die SEC, dass sie „Krypto-Assets“ als Commodities, also Waren oder Rohstoffe, betrachtet, wenn diese auf einer regulierten Börse gehandelt werden. Bitcoin und andere Kryptowährungen werden damit zur Commodity.

Auch wenn noch kaum etwas darüber bekannt ist, wie scharf die Regulierung greifen wird, sind einige Beobachter optimistisch, dass eine vorsichtige Regulierung dabei helfen wird, die für viele Investoren notwendige Rechtssicherheit zu schaffen.

Ein löchriges Bankensystem und eine schwächelnde Währung

Wie kaum ein anderes Land verdeutlicht Nigeria, dass Kryptowährungen mittlerweile auch in Afrika angekommen sind. Das Land bringt wie erwähnt die höchste Dichte an Google-Suchanfragen auf; die Analysefirma Chainalysis verleiht ihm den achten Rang in ihrem „Global Crypto Adoption Index“, nach Südafrika und Kenia. Diese drei Länder bilden offenbar die wichtigsten Krypto-Standorte des Kontinents, wobei Nigeria als größte Volkswirtschaft naturgemäß die höchste Bedeutung genießt.

Tatsächlich erfüllen Bitcoin und andere Kryptowährungen in einem Land wie Nigeria bestimmte Funktionen, die in Europe nur selten ähnlich relevant sind. So ist die finanzielle Infrastruktur in dem Land zum Teil löchrig, und die Regulierer haben scharfe Auflagen erlassen, wie die Bürger ihr Geld ausgeben können. Ray Youssef von der P2P-Börse Paxful meint dazu, dass viele Menschen in Afrika schon Geld hätten – es aber nicht benutzen könnten. Sofern die Bürger Zugriff auf ein Bankensystem haben, ist dieses oft vom Rest der Welt abgeschnitten, wodurch es nahezu unmöglich wird, Geld ins Ausland zu versenden. Selbst wenn man es nur ins Nachbarland schicken möchte, muss man mehrere Sprünge machen, die oft einen Wechsel in Dollar auf dem Schwarzmarkt, hohe Gebühren und lange Wartezeiten beinhalten.

Ein weiteres Problem von Nigerias Finanzsystem ist die eigene Währung, der Naira. Er hat im Lauf der letzten zehn Jahre ohnehin stark an Wert im Vergleich mit dem Dollar verloren und Berichten zufolge allein 2020 gut 35 Prozent abgegeben. Da die Regierung die Wechselkurse fixiert, aber der tatsächliche Preis oft auf dem Schwarzmarkt ausgehandelt wird, ist der tatsächliche Wert des Naira schwer zu bestimmen. So berechnen Finanzen.net und Google für einen Dollar 382 Naira, aber eine Kalkulation der Schwarzmarktpreise kalkuliert 465 Naira.

Die Wechselkursbindung geht mit den üblichen Problemen einher, die mit dem Schwarzmarkt anfangen und mit Preisbindungen und Kapitalkontrollen enden. Mittlerweile gehen manche Banken schon so weit, ihren Kunden nur noch zu erlauben, maximal 100 Dollar auszugeben, was für viele Nigerianer, vor allem Geschäftsleute, erhebliche Probleme nach sich zieht. Ob die Banken dabei auf eine verschärfte Regulierung reagieren, oder ob die Regel gar einen Dollarmangel ausdrückt, ist mir nicht bekannt.

Die wirtschaftliche Situation Nigerias war schon Mitte 2017 ungünstig, wie beschrieben lähmten der Verfall des Erdölpreises, die Inflation des Naira sowie die Preisbindung und Kapitalkontrollen die Wirtschaft. An dieser Situation hat sich seitdem offenbar nichts geändert; vielmehr dürfte das wirtschaftlich verheerende Jahr 2020 die Lage noch verschärft haben. Zumindest die Weltbank fürchtet, dass Nigeria in die „schlimmste Rezession seit vier Jahrzehnten“ schlittert.

Bitcoins und andere Kryptowährungen werden unter diesen Umständen für Einwohner Nigerias sowohl ein wichtiger Wertspeicher als auch ein Instrument, um Geld ins Ausland zu senden – oder Geld aus dem Ausland zu empfangen. Der Bericht von Chainalysis über Bitcoin in Afrika bestätigt dies.

Bitcoin als Einheitswährung Afrikas?

Zwar sei Afrika die Region mit der kleinsten Kryptowährungs-Wirtschaft, so die Analysefirma. Der Kontinent empfange und versende im Jahr durch onchain-Transaktionen gut 8 Milliarden Dollar. Doch diese relativ kleinen Beträge „schaffen einen lebensverändernden Nutzen in der Region“, indem sie „Rücküberweisungen zu geringen Gebühren und ein alternative Methode des Sparens“ ermöglichen.

In keiner Region der Welt ist unter Krypto-Nutzern der Anteil von Kleinhändlern und Privatnutzern so hoch wie in Afrika. Einen großen Teil davon macht, so Chainalysis, der sogenannte Remittance aus, was die Überweisungen von Gastarbeitern im Ausland an ihre Familien zuhause meint. Die Länder südlich der Sahara – zu denen auch Nigeria gehört – stellen 25 Millionen Gastarbeiter in anderen Ländern, die 2019 rund 48 Milliarden Dollar in die Region geschickt haben.

Die Analysen von Chainalysis zeigen, dass rund 562 Millionen Dollar in Kryptowährungen „aus Übersee nach Afrika gesendet wurden in der Größe privater Zahlungen“. Zwar dürfte nicht jede dieser Zahlungen eine Überweisung von Gastarbeitern darstellen, „doch Regionen mit einer hohen Konzentration an Migranten aus Afrika, etwa Nordamerika, Westeuropa und Ostasien, sind stark vertreten.“ Beides zusammen – Herkunft und Volumen der Zahlungen – könnte einen starken Hinweis abgegen, dass Kryptowährungen für den Remittance verwendet werden.

Grafik aus dem Bericht von Chainalysis. Bitcoins aus illegalen Quellen spielen auch für Afrika eine unbedeutende Rolle.

Ebeneso wichtig seien jedoch auch die Überweisungen zwischen afrikanischen Ländern. Dass hohe Gebühren und lange Umwege diese Zahlungen erschweren, dürfte ein großes Hindernis der Integration afrikanischer Volkswirtschaften sein – und mit ein Grund für den alten, bisher unerfüllten Traum einer afrikanischen Einheitswährung. Der CEO von Paxful kennt einige Beispiele für Afrikaner, die Bitcoins benutzen, um Geld zwischen afrikanischen Ländern zu bewegen, beispielsweise von Südafrika nach Nigeria oder von Kenia nach Malawi. Bitcoin und andere Kryptowährungen könnten in dieser Gegend der Welt mehr als irgendwo anders einen nachhaltigen, positiven ökonomischem Effekt auslösen – nämlich den, die Hürden niederzureissen, die eine ökonomische Integration Afrikas verhindern.

Daneben ebnen Kryptowährungen auch den Weg zwischen Afrika und anderen Weltgegenden wie etwa dem auf dem Kontinent immer stärker präsente China. So unterhalten viele Unternehmer Nigerias Geschäftskontakte nach China, haben aber oft Probleme, Geld direkt nach China zu überweisen, weshalb sie etwa Naira auf dem Schwarzmarkt gegen Dollar tauschen und diese über Hongkong nach China senden müssen. Mit Kryptowährungen sind solche Zahlungen sehr viel einfacher, günstiger und schneller. Die chinesische Investorin Dovey Wan fügt für Chainalysis hinzu, dass oft chinesische Bürger, die in Afrika arbeiten, Kryptowährungen nutzen, um Geld zurück nach China zu führen.

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Craig Wrights Krypto-Klage ist noch lange nicht abgeschlossen

Die Krypto-Klage gegen Craig Wright von Bitcoin SV nimmt eine weitere Wendung, da der Fall trotz Forderung nach Aufschub vor Gericht fortgesetzt wird

Es ist nicht das erste Mal, dass Craig Wrights Name in Bezug auf den Kryptomarkt in den Medien erscheint. Es sieht so aus, als wäre auch nicht das letzte Mal. Die Nachricht kommt, nachdem bekannt wurde, dass eine Klage, an der er beteiligt ist, Anfang nächsten Jahres vor Gericht fortgesetzt wird. Die Klage dreht sich um den Streit um Wrights frühe Bitcoin-Bestände.

In der jüngsten Reihe von Gerichtsschlachten wurden Wrights Versuche, die Klage durch einen summarischen Antrag abzuweisen, abgelehnt. Gerichtsberichten zufolge handelt es sich beim aktuellen Fall um eine Forderung an Bitcoins im Wert von einer Milliarde US-Dollar.

Der aktuelle Fall

Im Februar 2018 reichte Ira Kleiman im Namen seines verstorbenen Bruders David Kleiman eine Klage gegen Wright ein. Er behauptete, David sei der rechtmäßige Eigentümer der Hälfte von Wrights Bitcoin-Einnahmen, da beide bereits in den frühen Krypto-Tagen eine Partnerschaft zum Bitcoin-Mining geschlossen hatten. Der Fall wurde seitdem vor Gericht fortgesetzt. Anfang dieses Jahres wurden weitere Dokumente zusammengestellt.

Wright hatte kürzlich ein zusammenfassendes Urteil beantragt, mit dem die Angelegenheit beigelegt und die Verhandlung verhindert worden wäre. Die Anfrage stützte sich auf zwei Hauptargumente. Erstens ging es darum, ob die angebliche Partnerschaft im Jahr 2011 endete. So wäre es zu spät für eine juristische Fortsetzung. Die zweite Frage war, ob überhaupt eine mündliche Vereinbarung existierte.

Anfrage abgelehnt, der Fall geht weiter

Der Antrag wurde jedoch durch einen Beschluss abgelehnt, der von Richterin Beth Bloom vom Bundesgericht in Florida unterzeichnet wurde. Die Einreichung ergab auch, dass Kleiman und Wright tatsächlich „die Kontrolle über [ihre] privaten Bitcoin-Schlüssel teilen“. Grundlage der Entscheidung waren Nachrichten, die beide austauschten.

Der Prozess soll im Januar nächsten Jahres fortgesetzt werden. Wright und Bitcoin SV hatten in der Vergangenheit schon aus verschiedenen Gründen für Schlagzeilen gesorgt.

Die großen Blöcke und das kleine Netzwerk des Unternehmens haben Zweifel an seiner Funktionsweise und Legitimität aufkommen lassen. Wright hingegen hat gelegentlich zwielichtige und fragwürdige Behauptungen aufgestellt, er stecke hinter der Identität des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto.

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Gewinne von 500%, aber: Die Hälfte aller DeFi-Farmer kann keine Smart Contracts lesen

Coincierge.de – Aktuelle Krypto-News

CoinGecko, eine beliebte Website fürs Krypto-Tracking, hat heute die Ergebnisse einer neuen Umfrage unter Kryptowährungs-Benutzern zum Yield Farming veröffentlicht. Demnach haben von 1.347 Befragten nur 23% in den letzten 30 Tagen an irgendeiner Form von Yield Farming teilgenommen, mehr als 80% kennen aber zumindest den Begriff. Die Antworten aus der Online-Umfrage zeigen auch, dass 40% […]

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Crypto.com – Probleme / Status

Wer aktuell bei der Crypto.com App nach seinem Guthaben schaut, der bekommt einen kleinen Schreck. Bei Crypto.com findet eine 48 Stunden Wartungsarbeit statt. Ihr könnt den Prozess auf Twitter nachvollziehen. Wir haben auf dieser Seite kurz und knapp alle wichtigen Tweets und den Links zur Statusseite von Crypto.com zusammengefasst. Laut Unternehmen müssen sich die Kunden… Artikel ansehen

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„Eine bewusste Entscheidung unseres Unternehmens, Bitcoin zu unserem Standard zu machen.“

Das IT-Unternehmen MicroStrategy begann im August, für 250 Millionen Dollar Bitcoins zu kaufen, weil es sich nicht länger wohl damit fühlt, Cashreserven in Dollar zu halten. Nun hat das Unternehmen weitere 175 Millionen Dollar in die Kryptowährung investiert. Das macht die Firma effektiv zu einem Bitcoin-ETF – während sich der CEO Michael Saylor als knallharter Bitcoin-Maximalist entpuppt.

Die Frage, wer eine Wette oder ein Risiko eingeht, ist mittlerweile nicht mehr so leicht zu beantworten. Setzen diejenigen, die in Bitcoins investieren, auf einen Trend, der wieder verpuffen kann? Oder riskieren diejenigen ihr Vermögen, die ihre Werte in Fiatgeld wie Euro oder Dollar halten?

Für Michael Saylor, den CEO von MicroStrategy, ist die Antwort mittlerweile einfach. Der Chef des börsennotierten IT-Unternehmens aus den USA hat seinen Aufsichtsrat überzeugt, den Großteil der Cash-Reserven des Unternehmens in Bitcoin zu übersetzen. Nachdem die Firma im August rund 250 Millionen Dollar investiert hat, legt sie nun nach und wechselt weitere 175 Millionen Dollar. Damit hat das Unternehmen insgesamt 425 Millionen Dollar gegen 38.250 Bitcoins getauscht und wird zum ersten Unternehmen außerhalb der Krypto-Branche, das derartige Mengen an Coins in seiner Bilanz verbucht.

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Saylor wird derweil natürlich zum Star in der Bitcoin-Szene. In mehreren Interviews erklärt, welche Motive ihn geleitet haben, mit beinah einer halben Milliarde Dollar auf Bitcoin zu setzen.

„Ein 500-Millionen-Dollar-Eisblock, der vor sich hin schmilzt“

Vor einigen Jahren hat Saylor Bitcoin noch als Zockerei abgetan, die nur schiefgehen kann. Dann kroch er in das Hasenloch von Bitcoin hinein, um genau im richtigen Moment als Maximalist herauszukommen.

Der eigentliche Auslöser, sich noch einmal mit Bitcoin zu beschäftigen, war es, als Block.one, die Firma hinter der Kryptowährung EOS, ihm Mitte 2019 für die Domain Voice.com 30 Millionen Dollar anbot. Saylor hat, wie viele andere IT-Unternehmer, in der Frühzeit des Internets in Domains investiert. Dass eine Kryptofirma bereit war, so viel Geld für eine Domain auszugeben, Jahre, nachdem er Bitcoin für tot erklärt hatte, brachte den CEO ins Nachdenken. Also begann er, sich tiefgehender mit Krypto zu beschäftigen. Er hörte Bitcoin-Podcasts, las Blogs und verschlang die Bücher von Andreas Antonopolous.

Bald darauf florierte seine Firma wie nie zuvor. MicroStrategy wurde zum Corona-Gewinner, und die Firma häufte immer mehr Cash auf den Bankkonten an. Damit setzte sie sich jedoch zunehmend dem Inflationsrisiko aus. Der Dollar ist sowieso schon eine schwache Währung, die gegenüber Aktien, Immobilien oder Hochschulbildung deutlich an Wert verliert. Seit die Notenbank im Kampf gegen die Corona-Rezession noch mehr Geld druckt, werden die Barreserven für Saylor aber zum kaum mehr tragbaren Risiko. „Uns traf die schmerzhafte Erkenntnis, dass wir auf der Spitze eines 500-Millionen-Dollar-Eisblocks stehen, der dabei ist, zu schmelzen.“

Also gab Saylor seinen Managern und Direktoren die „Hausaufgabe“, sich über Bitcoin zu informieren, und begann, die rechtlichen, technischen und finanziellen Schritte einzuleiten, um einen Teil der Barreserven gegen Bitcoin zu tauschen. Im Zuge dieses Prozesses verfestigte sich sein Glaube an Bitcoin immer mehr und wurde zu einer geradezu kultischen Überzeugung, die viele Bitcoiner aus eigener Erfahrung kennen.

Der CEO als Bitcoin-Maxi

In einem Interview mit dem Finanzmagazin Real Vision erklärt Saylor seine Begeisterung für Bitcoin. Wenn man rationalen Menschen genügend Zeit und Resourcen gebe, um Bitcoin zu verstehen, würden sie zum selben Schluss kommen wie er: Falls Bitcoin nicht 100 Mal besser als Gold sei, „dann ist es 1.000.000 Mal besser als Gold“.

Niemand, der Bitcoin wirklich verstanden habe, stecke nur ein Prozent des Vermögens in die Kryptowährung. Stattdessen überkomme ihn unvermeidlich die Furcht, nicht genügend Bitcoins zu besitzen. Daher hatte die Hälfte des Aufsichtsrats bereits persönlich Bitcoins gekauft. Für Saylor war es unbegreiflich, dass es Leute gibt, die ihm tatsächlich mehr als 38.500 Bitcoins verkauft haben. Wer ist bereit, so etwas für kleine Gewinne in einer lachhaften Papierwährung wieder herzugeben?

Der Kauf von Bitcoins war womöglich als Absicherung gegen die Inflation des Dollars gedacht.  Doch mittlerweile ist er mehr, viel mehr: Er ist „eine bewusste Entscheidung unseres Unternehmens, Bitcoin zu unserem Standard zu machen.“ MicroStrategy erkennt den Dollar nicht länger als Leitwährung an, sondern entscheidet sich für Bitcoin.

Im Zuge dieses Bewusstseinswandels hat Saylor auch die Überzeugungen der „Bitcoin-Maximalisten“ übernommen: Zum einen ist Bitcoin für ihn ein Wertspeicher, kein Transaktionsmedium, und also solcher skaliert er prächtig:

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„Wir haben 21.454 BTC durch 78.388 Offchain-Transaktionen erworben, und sie dann durch 18 Onchain-Transaktionen in eine Cold Wallet überführt. Bitcoin skaliert perfekt als Wertspeicher.“

Saylor interessiert sich nicht dafür, ob Leute im Internet mit Bitcoin bezahlen. Ihm geht es darum, ein knappes Gut zu haben, eine Währung, die dezentral ist und sich jeder Kontrolle widersetzt, so, als sei es ein Naturgesetz und kein technisches Artefakt. So etwas muss nicht onchain skalieren, und vielleicht darf es das sogar gar nicht.

Der CEO wäre kein Maximalist, wenn er sich nicht zu 100 Prozent auf Bitcoin fokusieren würde. MicroStrategy hat keine Ether gekauft, keine XRP, keine Bitcoin Cash, keine EOS. Nicht einen einzigen Coin einer anderen Währung. Andere Kryptowährungen sind für ihn irrelevant, genauso wie der typische Dominanzindex von Coinmarketcap, laut dem Bitcoin nur noch knapp 60 Prozent des Marktes ausmacht. Denn in Wahrheit hat Bitcoin einen Marktanteil von mehr als 90 Prozent. Das zeigt der „BTC Dominance“ Index, eine Seite, die alle Proof of Stake Coins ausklammert und auf Wunsch auch Smart-Contract-Plattformen wie Ethereum. Unter den verbleibenden Coins hat Bitcoin dann rund 93 Prozent Anteil.

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Kann man so sehen, muss man aber nicht. Wenn man wie Saylor erst Mitte 2019 begonnen hat, sich mit dem Thema zu beschäftigen, läuft man natürlich Gefahr, sich mit solchen Aussagen Spott einzuhandeln. Bissig meint etwa jemand auf Twitter, dies sei „die schlimmste Ratio von ‚Wert des Investments‘ und ‚Verständnis des Investments’“, die ihm jemals untergekommen sei.

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Aber, wenden Bitcoin Maximalisten treffenderweise ein, wer Saylor kritisiert, soll erst einmal selbst eine halbe Milliarde investieren. Wer das Kapital hat, wird schon wissen, was er tut.

DeFi und Ethereum und Smart Contracts sind natürlich toll und faszinierend und, wie auch Saylor findet, „ein nettes Experiment“. Aber für jemanden, der einfach nur einen Wertspeicher sucht, der für die Ewigkeit gebaut ist, ist das egal, wenn nicht sogar störend. Er will ein Netzwerk, das berechenbar, unmanipulierbar und unzerstörbar ist.

Ist MicroStrategy erst der Anfang?

Für den CEO liegt es auf der Hand, dass er lediglich den Anfang macht. Schließlich ist die Entscheidung, Kapital in Bitcoin umzuschichten, die unvermeidbare Konsequenz daraus, Bitcoin zu verstehen.

Allein in den USA gibt es 35.000 öffentlich gehandelte Unternehmen, und diese Unternehmen sitzen auf Barreserven von fünf Billionen Dollar. Für diese Barreserven bezahlen sie in Form der Inflation negative Zinsen. Sie schmelzen wie ein Eisblock. Die Unternehmen lassen sich das gefallen, weil sie keine Alternative zu Cash kennen. Sollten sie einmal verstehen, dass es mit Bitcoin eine Alternative gibt, werden sie einen Teil wechseln. Es wäre dumm, es nicht zu tun. Geschäftsmänner bleiben eher nicht auf sinkenden Schiffen.

Für Saylor ist es unvermeidbar, dass der Preis steigen wird, wenn nur ein Teil der US-Unternehmen einen Teil ihrer Barreserven in Bitcoin wechseln. Aber er spekuliert nicht auf Kursgewinnen. Seine Firma hat die Bitcoins nicht gekauft, um sie gegen mehr Dollar weiterzuverkaufen. Sie sollen ein Fundament für die Ewigkeit sein. Saylor sagt, er will, dass der CEO, der in 100 Jahren seinen Posten übernimmt, diese Bitcoins als Barreserve besitzt. Sie sind der neue Standard.

Natürlich gleitet der Eifer von Saylor etwas ins Irrationale ab. Er hat sich an Bitcoin infiziert. Aber der Markt gibt ihm recht.

Durch das Bitcoin-Investment wurde MicroStrategy effektiv zu einem Bitcoin-ETF: Wer Aktien des Unternehmens kauft, kauft sich in den Erfolg von Bitcoin ein. Deren Kurs tut es gut: Seit der Ankündigung am 11. August, Bitcoins gekauft zu haben, legte er um 30 Prozent an; allein am vergangenen Dienstag, als Saylor den zweiten Kauf öffentlich machte,sprang er um neun Prozent. Der Markt ist aufmerksam. Sollte das Beispiel Schule machen, könnte die Fiatschmelze beginnen.

Original source: https://bitcoinblog.de/2020/09/21/eine-bewusste-entscheidung-unseres-unternehmens-bitcoin-zu-unserem-standard-zu-machen/