Kryptos überstehen turbulente Woche

Bitcoin bleibt stabil Der Marktprimus kann am Sonntag einen kleinen Aufwärtstrend verzeichnen und nähert sich nun erneut der wichtigen 11000 USD-Marke. Zeitgleich bietet die Nr.1-Kryptowährung den alternativen Assets eine optimale Ausgangslage, damit diese sich von den Strapazen einer turbulenten Woche erholen können. Die Altcoins nehmen dankend an. Wir werfen einen blick auf die aktuelle Marktsituation…. Artikel ansehen

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Graswurzeln und Gauner: Bitcoin und Kryptowährungen in Osteuropa

Die Blockchain-Analysefirma Chainalysis veröffentlicht einen recht interessanten Bericht über Kryptowährungen in den verschiedenen Regionen der Welt. Das Kapitel über Osteuropa zeigt, dass Kryptowährungen dort weiter verbreitet und akzeptiert sind als irgendwo anders – aber auch, dass die Kriminalität nirgendwo anders mehr Einfluss auf das Ökosystem hat.

Was bedeutet „Adoption“?

Eines der typischen Probleme von Krypto-Bloggern ist, dass uns jeden Tag englischsprachige Begriffe um die Köpfe fliegen, ohne dass es für sie eine gute Übersetzung gäbe. Zum Beispiel „Adoption“. Jeder weiß, was gemeint ist: Der Prozess, den die breite Masse durchläuft, bevor jedermann Bitcoin wie Geld benutzt. Aber wie drückt man es auf Deutsch aus? Adoption? Verbreitung? Akzeptanz? Anwendung?

Wir bleiben für heute bei dem Wort „Adoption“ und fragen weiter, wie man es messen kann. Wie lässt sich feststellen, wie weit ein Land auf dem Weg zur Massen-Adoption?

Die Blockchain-Analyse-Firma Chainalysis versucht dies durch einen „Crypto Adoption Index“ auszudrücken. Der soll messen, wie weit die Adoption von Kryptowährungen gedienen ist.

Der Index beruht auf mehreren Säulen: Zum einen sind da die Beträge, die ein Land in Kryptowährungen („onchain“) empfangen und versendet hat, also der Import- und Export oder der ein- und ausgehende Cashflow in Krypto. Diese Werte werden mit der Wirtschaftsstärke des Landes abgeglichen. Nicht die absolute, sondern die relative Höhe der Zahlungen weist auf die Intensität der „Adoption“ hin. Eine weitere Säule ist der P2P-Handel. Je mehr Volumen dieser hat, desto größer die Adoption. Dieser Wert ist meiner Meinung nach etwas fragwürdig, da der P2P-Handel meist ein eher spezielles Klientel anzieht und daher eher wenig über die generelle Adoption aussagt.

Bild aus dem Bericht von Chainalysis.

Das Ergebnis des Adoption Index von Chainalysis ist nun, dass die Ukraine und Russland die beiden Länder der Welt sind, die die höchste „Krypto-Adoption“ erreicht haben. Dies macht Osteuropa, so der Analyst, zur Region mit der stärksten Graswurzel-Adoption der Welt. Die Werte zeigen, um es klar auszudrücken, an, „dass ein viel größerer Teil der Bevölkerung ihre finanzielle Aktivität auf Kryptowährungen verlegt hat als in anderen Ländern.“

Korruption und Misstrauen als Treiber

Mit dem geographischen Bericht zu Kryptowährungen bündelt der Analyse-Dienstleister Chainalysis die ihm vorliegenden Infos zu verschiedenen Weltregionen, um deren „Krypto-Profil“ zu ermitteln: um aufzuzeigen, wie welche Region Kryptowährungen in welchem Umfang verwendet. Es kommt selten vor, dass eine Datenanalyse einen so starken Fokus auf die praktische Anwendung hat wie hier, und dass ein Datenanalyst seine Daten in so interessanter Weise ausbreitet.

Das Kapitel über Osteuropa beginnt mit der Feststellung, dass gleich zwei Länder Osteuropas an der Spitze des Adoption Index stehen. Warum ist das so?

Ein Grund liegt wie so oft nicht in Kryptowährungen selbst, sondern in den Umständen. Je ungünstiger diese sind, desto höher sind die Anreize dafür, auf Krypto umzusteigen. Kryptowährungen sind kein Schönwettergeld, sondern ein Geld, das vor allem dann wichtig wird, wenn das andere Geld scheitert.

In Russland und der Ukraine ist nun ein „weit verbreiteter Mangel an Vertrauen in öffentliche Institutionen“ zu beobachten. Laut einem Bericht steht Russland weltweit an allerletzter Stelle, wenn es um das Vertrauen der Öffentlichkeit in Institutionen, Unternehmen und Medien geht. Sowohl in Russland als auch der Ukraine seien „Bestechung, Vetternwirtschaft und jede Art von Korruption“ an der Tagesordnung, und „es ist allgemein bekannt, dass Gelder von Unternehmen und Bürgern beschlagnahmt werden können, wenn diese nicht länger die Gunst von Beamten genießen.“ Beide Länder vereint auch ein tief sitzendes und weit verbreitetes Misstrauen gegen die Banken. Eine solche Stimmung ist ein guter Nährboden für die Verbreitung eines Geldes, das die Abhängigkeit von Banken und Regierungen abgeschüttelt hat.

Daneben nennt der Bericht noch einen wirtschaftshistorischen Grund: Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion entwickelte sich das Bankwesen anders als im Westen. Es gab eine sehr viel dünnere Infrastruktur, um Geld von einem Bankkonto zum anderen oder ins Ausland zu überweisen, weshalb sich in Osteuropa eine Vielzahl von regionalen Anbietern bildete, die viele halboffiziellen Finanzinstrumente benutzte und anbot, etwa Gutscheine oder Hawala-artige Börsen. Die Regulierung war und ist daher weniger dicht als in Westeuropa, was Kapitalflucht und Geldwäsche entgegenkommt. Teile dieser Infrastruktur dürften weniger Berührungsängste mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen haben als die durchregulierten Banken im Westen.

Das Krypto-Profil Osteuropas

All das lenkt aber eher von dem ab, was uns hier interessiert: Wie sehr benutzt Osteuropa Bitcoin – und, vor allem: wofür?

Der Chainalysis-Bericht erklärt, dass Russland im Lauf der vergangenen 12 Monate mehr als 16,8 Milliarden Dollar in Kryptowährungen versendet und 16,6 Milliarden Dollar empfangen habe. Bei der Ukraine seien es 8,2 bzw 8,0 Milliarden Dollar. Die beiden Länder sind die mit Abstand wichtigsten Krypto-Märkte der Region, die insgesamt je Jahr etwa 41 Milliarden Dollar in Kryptowährungen ein- und ausführt.

Bild aus dem Bericht von Chainalysis

Das Volumen der Ein- und Ausfuhren dient als Größenordnung für die Krypto-Wirtschaft in der Region und in den Ländern. Absolut gesehen ist sie in Russland und der Ukraine viel kleiner als in China und den USA, doch relativ gesehen, also im Verhältnis zu Bevölkerungsanzahl und Wirtschaftsgröße, ist sie viel größer.

Den größten Anteil der Ökonomie nimmt auch in Osteuropa der „professionelle Sektor“ ein. Chainalysis zählt dazu alle Transaktionen mit einem Wert von mehr als 10.000 Dollar. Wiewohl hinter solchen Transaktionen öfters „Professionelle“ stehen als hinter kleinen Summen, sollte man in diese Unterscheidung nicht zuviel hineindenken. Es dürfte ein Vielzahl an „Privatleuten“ geben, die auch in dieser Größenordnung hantieren.

Mit einem Anteil von 85 Prozent nehmen die Profis in Osteuropa nicht ganz so viel Raum ein wie in Westeuropa, Nordamerika und Ostasien mit 90 Prozent, aber mehr als in Südamerika und Afrika. Chainalysis weist darauf hin, dass es mittlerweile auch in Osteuropa einige Vermögensverwalter gibt, die sich auf Kryptowährungen und Krypto-Startups spezialisiert haben. Es scheint hier eine Art Gentrifizierung von Bitcoin zu geben, die man auch schon vorher in anderen Regionen beobachten konnte.

Auf den Märkten Osteuropas ist ein starkes Wachstum von P2P-Börsen zu beobachten, wie etwa Paxful oder LocalBitcoins. In Russland habe sich die Useranzahl seit der Corona-Pandemie mehr als vervierfacht, was laut Beobachtern daran liegt, dass das monolithische Bankensystem den Bürgern nicht viele alternative Investments ermöglicht und es aufgrund der mangelhaften Regulierung und Rechtssicherheit kaum gute Börsen gibt. Anders als sämtliche anderen Regionen benutzen Osteuropäer so gut wie keine einheimischen Börsen.

Bild ebenfalls aus dem Bericht von Chainalysis.

Die Gegenparteien der Transaktionen nach und aus Osteuropa sind Ostasien, West-/Nordeuropa, Nordamerika und Osteuropa, in genau dieser Reihenfolge. Wie schon in Afrika könnte man die führende Position Ostasiens hier mit chinesischen Händlern in der Region erklären, die Geld nach China senden. Zumindest für Russland gibt es Hinweise darauf, dass dies in relativ großem Maßstab passiert.

Einzigartig wird das Profil von Osteuropa aber durch einen anderen Faktor: Die Kriminalität.

Darknetmärkte und Ransomware

Chainalysis zeigt ein Säulendiagramm mit den 20 Dienstleistern, die die meisten Werte an Adressaten in Osteuropa senden. Auffällig an diesem Diagramm ist, dass darunter so gut wie kein einheimisches Unternehmen ist, sondern nur die übliche großen Börsen dieser Welt, die in Ostasien, Nordamerika oder Westeuropa beheimatet sind. Damit besitzt Osteuropa eine bemerkenswert schwache eigene Krypto-Infrastruktur. Selbst in Südamerika, Afrika und dem Nahen bzw. Mittleren Osten steuern die Menschen Börsen aus der Heimat an.

„Die einzige Aussahme von diesem Mangel an heimischen Krypto-Unternehmen mit signifikantem Erfolg ist“, erklärt Chainalysis, „der Darknet-Markt Hydra.“ Dieser berühmte Darknet-Markt hatte ein Volumen von mehr als einer Milliarden Dollar in Kryptowährungen im Lauf der letzten 12 Monate und steht damit in der Liste der für Osteuropa volumenstärksten Plattformen an sechster Stelle. Hydra ist einer der weltweit größten Darknetmarkets, und das, obwohl er nur in Osteuropa operiert und 100 Prozent seiner Transaktionen an Adressaten in Osteuropa sendet.

Dass ein Darknetmarkt überhaupt in der Liste der für eine Region wichtigsten Plattformen auftritt, ist nur in Osteuropa zu sehen. Das allein ist ein starker Hinweis, dass die kriminelle Nutzung von Kryptowährungen hier eine größere Rolle spielt als anderswo. Genau genommen, so Chainalysis, „stellt Osteuropa mehr Aktivität auf Darknet-Märkten als jede andere Weltregion.“

Einen großen Anteil spielt dabei Hydra, der große osteuropäische bzw. russische Darknet-Markt, der vermutlich als einziger dieser Märkte einen echten Fuß im flächendeckenden organisierten Drogenhandel gefasst hat. Kein anderer Markt in keiner anderen Region hat beispielsweise ein so ausgeklügeltes Liefersystem, bei dem Kuriere die Waren an verborgenen Plätzen ablegen.

Nicht weniger stark ist Osteuropa in der Ransomware. Laut Chainalysis sind mehr als 23 Prozent der Bitcoins, die an Ransomware-Adressen gesendet wurden, nach Osteuropa geflossen. Dies zeige, dass Osteuropa die Heimat „der am besten verdienenen Admins von Ransomware-Netzwerken sowie von Betreibern von Ransomware-as-a-service Diensten“ sei.

Man könne die starke Neigung zu Kriminellem dadurch begründen, dass Russen gute Hacker sind, da IT in der Schule eine größere Rolle als in anderen Regionen spiele, aber die legalen ökonomischen Chancen geringer seien. Die Einnahmen durch den illegales Einsatz der Fähigkeit sind um ein vielfaches größer als auf dem legalen Weg. Gleichzeitig weiß jeder, dass Regierung und Banken bis ins Mark korrupt sind, und dass die Regierung auch Hacker unterstützt, wenn es ihren Zwecken hilft. Warum sollte man da auch nicht?

Trotz dieser starken kriminellen Bereiche bleibt der Anteil von Bitcoin-Transaktion mit einer kriminellen Vergangenheit auch in Osteuropa unter zwei Prozent. Selbst hier benutzen die Menschen Bitcoin und andere Kryptowährungen zum allergrößten Teil aus ehrlichen Motiven.

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Altcoins erholen sich von den Strapazen der Vortage!

BTC konsolidiert Der Bitcoin kann die Trendlinie bei 10500 USD als neue Unterstützung gewinnen und sich von den Kurseinbrüchen der Vortage erholen. Zeitgleich gibt es Hoffnungen, dass die Ethereum die hohen Transaktionsgebühren in den Griff bekommt. Diese waren zuletzt durch den DeFi-Hype auf ein negatives Rekordniveau gestiegen. Für viele Altcoins geht es am Mittwoch wieder… Artikel ansehen

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ChainLink und Synthetix steigen um 30 % und 25 %, um die Markterholung voranzutreiben

LINK/USD stieg nach der Partnerschaft mit Travala.com um 30 %. währenddessen legte SYN/USD um 25 % zu

Der Bitcoin hat in den letzten 24 Stunden um etwa 4 % zugelegt, um erneut Höchststände von 10.800 USD zu erreichen, da der Altcoin-Markt nach einer Woche starken Abwärtsdrucks eine ähnliche Erholung verzeichnet. Während Münzen wie Cosmos (ATOM), Binance Coin (BNB) und NEO (NEO) erhebliche Aufwärtsbewegungen verzeichneten, haben ChainLink und Synthetix Network die meisten ihrer Mitbewerber weit hinter sich gelassen.

LINK/USD

ChainLinks Ausrutscher auf Tiefststände von 7,40 USD bedeutete, dass der beliebte DeFi-Token von seinem Höchststand von 20,00 USD im August um fast 60 % fiel.

Genau wie zu Beginn des letzten großen Aufwärtstrends nahm die Entkopplung des Tokens vom Hauptmarkt für Altmünzen jedoch Fahrt auf und verstärkte sich, um einen Anstieg des LINK/USD Paars um 30 % zu verzeichnen und die psychologisch wichtigen 10,00 USD erneut zu überschreiten.

Zuvor war festzustellen, dass der Preis der Orakelplattform nach fast sechswöchigem Abwärtstrend stark gestiegen war. Es scheint jedoch, dass die ChainLink-Marines auf den neuen Tiefstständen um 7,40 USD massiv aufgeladen waren. Die Nachricht von einer Partnerschaft mit dem Reiseunternehmen Travala.com, die den Kaufdruck verstärkte, trug dazu bei, LINK/USD nach oben zu treiben.

ChainLink-Preisdiagramm/Quelle: TradingView

Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt LINK/USD um 9,84 USD.

Das nächste Ziel wäre es, die Marke des 100 MA bei 9,95 USD und dann bei 10,00 USD zurückzuerobern, bevor ein Widerstand bei 13,30 USD angestrebt wird, der beim 50 MA festgelegt wurde. Auf der anderen Seite sind 8,80 USD und 8,00 USD wichtige Unterstützungszonen.

SNX/USD

Das Synthetix Network-Token gehört zu den Top-Gewinnern in einem Krypto-Markt, der nach einer umfassenden Erholung aufwärts streben möchte. Wie bei ChainLink und Cosmos hat SYN/USD in den letzten 24 Stunden um 25 % zugelegt, um zum Zeitpunkt des Schreibens einen Kurs von rund 4,52 USD zu erreichen.

Und obwohl der Preis durch einen starken Widerstand um 5,00 USD begrenzt ist, werden Bullen das Gebiet wahrscheinlich testen, wenn sie den Aufwärtstrend aufrechterhalten. Mehr Raum für einen Aufwärtstrend wird sich ergeben, sollte der Rest des Marktes bis ins Wochenende nach Norden tendieren.

Der Aufwärtstrend ist bemerkenswert, da SYN/USD den Hauptunterstützungsbereich um 3,50 USD erneut getestet hat und die Dynamik in einem parallel absteigenden Kanal begrenzt ausfällt. Geben Verkäufer nach, könnte eine Pause über der Hürde einen Aufwärtstrend auf Höchststände von 6,00 USD auslösen.

Synthetix Network-Preisdiagramm/Quelle: TradingView

100 EMA ist ein Widerstandsbereich um 4,75 USD im 4-Stunden-Chart. Bullen müssen dies in eine Unterstützung umwandeln. Nur dann können sie hoffen, einen erfolgreichen neuen Angriff um die 5,00-Dollar-Versorgungswand zu starten.

Wenn Verkäufer die Initiative ergreifen, liegt der unmittelbare Supportbereich bei 4,4 US-Dollar, wo eine Million Adressen über 6 Millionen SYN-Token gekauft haben. Der nächste große Unterstützungsbereich wird vom 50 MA bei 4,2 USD bereitgestellt.

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Bitcoin-Zufluss auf Ethereum erreicht USD 1,2 Mrd., als Alameda Research Wrapped Bitcoin Block für 25 Mio. USD abbaut

Bei mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar in Bitcoin für den DeFi-Einsatz auf Ethereum führt Alameda Research die Rangliste mit weiteren WBTC im Wert von 25 Millionen US-Dollar nach einem historischen Abbauvorgang weiter an.

Obwohl der Bitcoin-Preis in der vergangenen Woche auf Tiefststände von 10.000 USD sank und dann unter 10.800 USD sank, stieg die Anzahl der Bitcoin-Zuflüsse in die dezentrale Finanzierung als wichtige Kennzahl weiter.

Seit Juli sind die Bitcoin-Token auf Ethereum um 10 % gestiegen und erreichten einen Gesamtwert von mehr als 1 Milliarde US-Dollar.

Die Menge tokenisierter Bitcoins ist in den letzten drei Monaten gestiegen, da die Abflüsse aus zentralisierten Finanzierungen (CeFi) zurückgingen/Quelle: Elias Simos on Twitter.

In der Zwischenzeit haben Wale in den letzten 24 Stunden Bitcoins im Wert von über 120 Millionen US-Dollar aus Wallets und Börsen abgezogen. Laut Whale Alert wurden sieben große Transaktionen von bis zu 3.500 Bitcoins in einer einzigen Charge von Binance zu verschiedenen unbekannten Geldbörsen beobachtet.

Alameda Research prägt historische Menge WBTC

Mitte September befanden sich rund 100.000 Bitcoins auf Ethereum. Diese Zahl war nach Angaben von Dune Analytics zum 25. September (10:00 UTC) auf 114.077 Bitcoin-Token gestiegen.

Der größte Prozentsatz dieser Zahl entfällt auf das ERC-20-Token Wrapped Bitcoin (WBTC). Laut Elias Simos von Dune Analytics werden fast drei Viertel aller auf Ethereum tokenisierten Bitcoins in WBTC geprägt, damit BTC-Inhaber am dezentralen Finanzraum teilnehmen können (hauptsächlich im Bereich Yield Mining).

WBTC macht über 73 % der tokenisierten BTC aus. Quelle: Dune Analytics

Wrapped Bitcoin macht 73,6 % des geprägten synthetischen Bitcoins aus. Das zweitgrößte tokenisierte BTC ist mit 18,4 % renBTC. Ein entferntes Drittel geht mit 4,22 % Marktanteil an HBTC.

Zum Zeitpunkt des Schreibens wurden mehr als 83.000 WBTC im Ethereum-Netzwerk geprägt. Der größte Anteil wird von der Handelsplattform Alameda Research kontrolliert, die vom FTX-CEO Sam Bankman-Fried mitbegründet wurde.

Laut der Krypto-Tracking-Seite Nansen hat Alameda Research bisher mehr als 37.600 WBTC-Token geprägt. Das Unternehmen, das den zweitgrößten Anteil an WBTC prägt, ist CoinList mit 29.000 Token, während imToken mit fast 9.000 synthetischen Bitcoins auf Platz drei rangiert.

Am 25. September schrieb Alameda Research Geschichte, nachdem 2.317 Wrapped Bitcoin-Token im Wert von etwa 25 Millionen US-Dollar geprägt wurden. Dies bedeutete, dass das Unternehmen die 2.316 WBTC übertraf, die Three Arrows Capital mit Erfolg am 24. September geprägt hatte.

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Bitcoin aktuell unterbewertet? Bloomberg Analyst sieht ein Ungleichgewicht

Bitcoin Kurs steigt stark im Preis und kann Kursgewinne verzeichnen. Das Bild zeigt eine Preiskurve sowie gestapelte Bitcoins.

Bitcoin ist die erste und wichtigste Kryptowährung von allen. Zudem hat BTC eine Marktdominanz von ca. 60% laut Coinmarketcap und ist somit die mit Abstand wertvollste Kryptowährung im Markt. Dennoch halten viele Bitcoin weiterhin für unterbewertet. So auch der Bloomberg Analyst Mike McGlone. Seiner Meinung nach müsste der Bitcoin Preis aktuell weitaus höher liegen. Dabei nimmt er einen On-Chain Indikator als Argumentationsgrundlage.

Bitcoin laut Bloomberg Analyst unterbewertet

Bitcoin soll laut Mike McGlone aktuell einen Preis von 15.000 USD haben. Demnach wäre der aktuelle BTC Preis von ca. 10.500 USD etwa 4.500 USD unterbewertet. Diese Annahme basiert auf einer Kombination von den jüngsten Preisbewegungen, der Hashrate und dem Durchschnitt an aktiven Bitcoin Adressen.

Die Bitcoin Hashrate steigt weiter an und erreichte kürzlich neue Höchststände. Auch die verwendeten Adressen nehmen zu. Der 30-Tage-Durchschnitt der Bitcoin-Adressen ist eine Top-Metrik für die Annahme und entspricht dem Preis von 15.000 $, wenn man ihn seit 2017 auf einer Auto-Scale-Basis misst.

Der kürzliche Bitcoin Kurseinbruch hat McGlone keinesfalls verunsichert. er geht weiterhin davon aus, dass BTC sowohl für Handels- als auch für Investitionszwecke hoffnungsvoll ist. Er geht davon aus, dass Bitcoin weiterhin die wichtigste Kryptowährung bleiben und das wichtigste Element des „Paradigmenwechsels hin zu digitalem Geld und Wertaufbewahrung“ sein wird.

On-Chain Metriken deuten auf einen positiven Trend

Er sagt dennoch dazu, dass es auch zu starken Kursschwankungen kommen kann. Damit aber Bitcoin langfristig im Wert verliert, müssten sich die beiden On-Chain Metriken – Hashrate und aktive Adressen – stark in negative Richtung verändern. Daher sieht er aktuell einen positiven Trend, der durch diese Faktoren gestützt wird.

Unsere Grafik stellt primäre On-Chain Metriken dar, die sich umkehren müssten, damit Bitcoin nicht weiter im Preis steigt – die Hashrate und aktive Adressen.

Bitcoin wird immer relevanter

Zudem sieht man deutlich die Entwicklung der letzten Monate und Jahre. Bitcoin ist nicht mehr das Zahlungsmittel für Verbrecher und Drogendealer, so wie es vor einigen Jahren noch durch die Medien verbreitet wurde. Er wird langsam zu einem anerkannten Finanzprodukt und genießt mittlerweile die Nachfrage von verschiedenen institutionellen Investoren.

Zudem werden die Infrastrukturen rund um Bitcoin immer besser. Das Onboarding von Interessenten ist so einfach wie noch nie. Bald soll BTC auch einen Platz in den Portfolios finden, die Banken ihren Kunden anbieten. Doch ein viel wichtiger Grund, warum Bitcoin langfristig im Preis steigen sollte, sind die regelmäßigen Halvings, die nachhaltig die Produktionsrate von neuen BTC reduzieren.

Das letzte Bitcoin Halving fand erst dieses Jahr im Mai statt. Die Auswirkungen auf den Markt zeigen sich aber im Durchschnitt erst ca. 18 Monate danach. Zumindest wenn man die Erkenntnisse aus den anderen zwei Halvings hinzuzieht. Demnach könnte uns nächstes Jahr ein Angebotsschock treffen, der sich positiv auf den Kurs auswirken könnte.

Das nächste Halving findet im Jahr 2024 statt und wird Bitcoin seltener und härter machen als Gold. Somit wäre BTC damit in der Theorie das beste Wertaufbewahrungsmittel. Ob bis dahin das Verständnis von Bitcoin gegeben sein wird, steht in den Sternen. Wir sind gespannt und halten euch wie immer auf dem Laufenden.

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Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.


Bitcoin aktuell unterbewertet? Bloomberg Analyst sieht ein Ungleichgewicht erschien zuerst auf CryptoMonday – Decoding Blockchain

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Über dieser kritischen Ebene muss Bitcoin schließen, um wieder einen Aufwärtstrend zu starten

Coincierge.de – Aktuelle Krypto-News

Bitcoin und dem gesamten Krypto-Währungsmarkt fehlen es in letzter Zeit an einer gewissen Richtungsorientierung, wobei die Bären dem jüngsten marktweiten Bullenzyklus ein festes Ende gesetzt haben. Einige Anleger befürchten nun, dass diese Konsolidierungsphase das Ende des marktweiten Aufwärtstrends markiert hat und darauf hindeuten könnte, dass in den kommenden Tagen und Wochen ein weiterer Abwärtstrend bevorsteht. […]

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Original source: https://coincierge.de/2020/ueber-dieser-kritischen-ebene-muss-bitcoin-schliessen-um-wieder-einen-aufwaertstrend-zu-starten/

Europaparlament möchte „Bitcoin, Libra und Co.“ nochmal regulieren

Man sollte meinen, im Jahr 2020 würde auch die Politik Kryptowährungen zumindest im Ansatz verstehen. Dass dem noch nicht so ist, zeigt ein Post des Europaparlamentariers Sven Giegold, der mit seinen Kollegen einen Gesetzesentwurf für eine europaweite Regulierung von „Krypto-Assets“ vorgelegt hat.

Eigentlich wollte ich mich ohne jede Vorurteile auf den Text auf der Webseite des Grünen-Politikers Sven Giegold einlassen. Aber, sorry. Schon nach den ersten Zeilen wurde mir klar, dass das nicht mehr möglich ist. Daher muss ich diesen Artikel damit beginnen, was er nicht ist:

Er ist KEIN Statement gegen oder für eine Partei. Ich persönlich finde die Grünen sympathisch, auch wenn ich längst nicht mit allem einverstanden bin, was sie tun. Aber darum geht es hier nicht. Hier geht es darum, dass ein Europapolitiker, der zufällig den Grünen angehört, ein Statement zur Regulierung von Kryptowährungen abgibt, das in seiner Ahnungslosigkeit symptomatisch ist.

Weiter ist dieser Artikel KEIN Statement von Bitcoin.de oder sonst einer Organisation, sondern gibt einzig und allein meine persönliche Einschätzung des Textes von Sven Giegold wieder.

Nachdem dies gesagt ist, können wir loslegen.

Libra, und Libra, und Libra

Worte sind wichtig. Das weiß jeder. Die Wahl der Worte verrät den Rassisten und den politisch Überkorrekten, sie scheidet den Laien vom Experten, und sie zeigt, ob man sich mit einer Sache beschäftigt hat oder ob man in Ignoranz schwelgt. Die Wortwahl im ersten Satz von Giegolds Texts deutet darauf hin, dass bei ihm letzteres der Fall ist:

…gestern am 10.09.2020 hat das Europaparlament ein erstes starkes Zeichen gesetzt, mit der überfälligen Regulierung von Bitcoin, Libra & Co. auf europäischer Ebene endlich ernst zu machen.

Bitcoin, Libra und Co. Warum? Warum schreibt er das? Libra, die von Facebook geplante Währung, gibt es noch nicht, und wenn man sich anschaut, wie ein großer Partner nach der anderen die Libra-Assoziation verlässt, weil der Druck der Politik fast augenblicklich zu groß wurde, ist es fraglich, ob Libra jemals wirklich existieren wird, und, falls ja, ob sie jemals mehr als eine unbedeutende Randerscheinung sein wird. Hätte Giegold nicht einfach auf Coinmarketcap nach einer Kryptowährung suchen können, die nicht Bitcoin heißt? Etwa Ethereum, Ripple oder Tether?

Und überhaupt – was meint er mit der Regulierung, die überfällig ist, noch bevor es Libra überhaupt gibt?

Momentan gelten für diese sogenannten Krypto-Assets nur unzureichende oder gar keine Regeln, was sie seit Jahren zu einem Tummelplatz für Kriminelle und Betrüger macht. Hier braucht es endlich einen umfassenden Regelungsrahmen, der kriminelle Aktivitäten ausbremst und seriösen innovativen Unternehmen Rechtssicherheit bietet.

Erneut fragt man sich, ob Giegold weiß, wovon er schreibt. Die „sogenannten Krypto-Assets“ sind in Europa streng bis sehr streng reguliert. Es gibt in der Eurozone so gut wie keine große Bitcoin-Börse; in Deutschland gibt es noch nicht einmal mehr Bitcoin-Automaten oder einen legalen P2P-Handel.

Die EU hat Bitcoin und „Krypto-Assets“ – schon alleine die Bezeichnung ist üblicherweise ein Symptom für Ahnungslosigkeit – schon vor Jahren in ihre Anti-Geldwäsche-Gesetze aufgenommen, die Mitgliedstaaten sind derzeit dabei, diese einheitliche Regelung umzusetzen, und die FATF hat für die ganze Welt Regeln aufgestellt.

Dass es „nur unzureichende oder gar keine Regeln“ gibt, ist schlicht falsch. Es gibt eine Fülle von Regeln, die zum Teil umgesetzt sind und zum Teil umgesetzt werden. Es mag gut gemeint sein, noch ein weiteres Regelwerk aufstellen zu wollen. Aber am Ende hilft man damit keinem.

Falsch ist auch, dass die „Krypto-Assets“ ein „Tummelplatz für Kriminelle und Betrüger“ sind. Die meisten Analysen zeigen, dass der Anteil der Kriminellen gering bis sehr gering ist, in jedem Fall nicht (wesentlich) höher als bei Bargeld. Die jüngst ans Licht gekommenen Fincen Leaks bestätigen erneut, dass die Banken weiterhin die Zugmaschinen der Geldwäsche sind, selbst dann, wenn es um Einnahmen aus einer Masche geht, die wie OneCoin nahe bei Kryptowährungen ist. Auch das Bundesfinanzministerium hat bereits festgestellt, dass Bitcoins in Sachen Geldwäsche nur ein sehr geringes Risiko darstellen.

Den „umfassenden Bezugsrahmen“, den Herr Giegold herbeisehnt, gibt es längst. Kryptowährungen wurden in umfassende KYC- und AML-Gesetze eingeordnet. Wie die jüngste Veordnung zu Anwaltsberufen im Immobilienwesen zeigt, sogar unnötig streng. Jede Börse in der Eurozone setzt KYC-Regeln um. Einen „Bezugsrahmen“ jedoch, der „kriminelle Aktivitäten“ umfassend „ausbremst“, wie er dem Politiker wohl vorschwebt, ist nicht machbar. Das zeigen die Erfahrungen mit Bargeld, das zeigen die Erfahrungen im Bankenwesen, und das zeigen die Erfahrungen im Drogenhandel: Der Reichweite der Wirkung regulatorischen Handels sind Grenzen gesetzt. Sie kann unerwünschte Phänomene reduzieren. Aber sie kann sie nicht aus der Welt schaffen, sofern es ein Bedürfnis nach ihnen gibt.

Immerhin hat Giegold im Ansatz recht, wenn er meint:

Gleichzeitig bietet die Technologie hinter virtuellen Währungen große Chancen für Innovation und Effizienz im Finanzsystem.

Wie so viele, die Begriffe verwenden wie „Kryptoassets“ oder Sätze wie „Bitcoin, Libra und Co.“, meint Giegold offenbar, dass das Potenzial von Kryptowährungen erst realisiert wird, wenn die Banken der Eurozone einen digitalen Euro herausgeben oder ein Konzern wie Facebook einen digitalen Stablecoin. Dabei ist es in Wahrheit schon längst geschehen. Bitcoin, Ethereum und Tether haben das Finanzwesen bereits revolutioniert, es gibt Echtzeit-Transaktionen, Mikrotransaktionen, DeFis, Stablecoins, und so weiter. Wer einmal im Krypto-Finanzsystem war, erkennt, dass „Innovation und Effizienz“ längst Alltag sind.

Der Bock als Gärtner

Die Fokusierung auf Libra, die offensichtliche Unkenntnis von Technik, Regulierung und Ökonomie – all das deutet darauf hin, dass Giegold und seine Kollegen nicht allzu viel Zeit damit vergeudet haben, „Krypto-Assets“ tatsächlich kennen zu lernen. Sie waren offenbar damit beschäftigt, Gesetze für Kryptowährungen zu schreiben:

Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) verabschiedete jetzt mit breiter Mehrheit einen sogenannten legislativen Initiativbericht, in dem starke Forderungen für eine Regulierung von Krypto-Assets an die Europäische Kommission gestellt werden. Die Abstimmung im Ausschuss stellt eine Empfehlung für das Plenum des Europaparlaments dar, das voraussichtlich Anfang Oktober darüber abstimmen wird. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich verpflichtet, auf einen solchen Initiativbericht immer mit einem entsprechenden Gesetzesvorschlag zu reagieren.

Bemühungen, ein neues Gesetz explizit für die sogenannten Krypto-Assets durchzubringen, dazu gibt es schon ein Weilchen. Aber diese gingen Giegold nicht weit genug:

Im Juni hatte der liberale Berichterstatter Ondřej Kovařík einen völlig zahnlosen Berichtsentwurf vorgelegt, der viele Gemeinplätze, aber praktisch keine konkreten Regelungsvorschläge für Bitcoin, Libra & Co. enthielt. Erst dank intensiver Verhandlungen im Ausschuss gelang es, den Bericht deutlich nachzuschärfen und viele starke Anforderungen aufzunehmen.

Dank den Grünen und anderen Parteien im Ausschuss wird das Europa-Parlament also dafür stimmen, ein schärferes Gesetz zu erlassen. Wichtig waren den Grünen, so Giegold, die folgenden Punkte:

Konsequente Anwendung von Regeln zu Geldwäsche und Kundenidentifikation
Studien und Medienberichte zeigen immer wieder, dass Krypto-Assets in erheblichem Umfang für illegale Aktivitäten genutzt werden. Der Bericht fordert deshalb, Anti-Geldwäsche-Regeln systematisch und lückenlos auf den Bereich der Krypto-Assets auszudehnen und vor allem Anbieter und Akteure zur zuverlässigen Identifikation von Transaktionspartnern (sogenanntes Know-Your-Customer-Prinzip, KYC) zu verpflichten. So soll insbesondere sichergestellt werden, dass Ermittlungsbehörden im strafrechtlichen Verdachtsfall mit geringem Aufwand die Begünstigten von Zahlungen ermitteln können. Solche strengen Regeln würden es Kriminellen sehr viel schwerer machen, Krypto-Assets etwa für Geldwäsche, Angriffe mit Erpressungssoftware oder den Handel mit illegalen Gütern zu nutzen.

Wo fangen wir an? Vielleicht damit, dass es durchaus sinnvoll ist, KYC-Regeln ins Kryptowesen einzuführen, und dass dies auch eine vereinte Bemühung der Gesetzgeber benötigt. Aber trotz dieser wohl ehrenwerten Absichten spricht erneut der Mangel an Wissen aus diesem Absatz.

Würde Giegold Bitcoin technisch verstehen, wäre ihm bekannt, dass transparente Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum bereits ein Tracing von Transaktionen zulassen, und dass Blockchain-Analysten aus diesem Tracing eine Fülle an Informationen gewinnen können. Natürlich könnte man das noch verschärfen, etwa indem Börsen und Wallets ihre Kunden auffordern, für Auszahlungen eine Notiz zu hinterlassen. Aber das hätte vermutlich keinerlei Effekt. Die einzige Möglichkeit, das bestehende Regime strenger zu machen, wäre es, dass Börsen und andere Plattformen nur noch Auszahlungen an andere Börsen oder Plattformen zulassen, so dass die Kunden gar nicht mehr in der Lage sind, ihre „Krypto-Assets“ selbst zu besitzen. Das würde aber lediglich dazu führen, dass die EU als Standort für die sogenannten Krypto-Assets über Nacht bedeutungslos werden würde.

Solange die User in der Lage sind, ihre Coins selbst zu verwalten, können sie durch dezentrale Mixer wie Wassabi oder den (dezentralen) Tausch in Privacy-Coin wie Monero ihre Spuren verwischen. Gerade gegen die genannten Angriffe gegen Erpressungssoftware hilft die vorgeschlagene Regulierung überhaupt nichts.

Ferner konnten die Grünen die „Strikte Regulierung von Libra & Co.“ aufnehmen:

Sogenannte Stablecoins versprechen einen festen Wechselkurs gegenüber einer normalen Währung, etwa dem Euro, oder einem Währungskorb. Ohne einen strikten Regelungsrahmen besteht die Gefahr, dass sich Großprojekte wie Facebooks Libra zu alternativen Geldsystemen entwickeln, in denen nicht länger der Staat, sondern mächtige Finanzkonzerne das Sagen über unser Geld haben. Der Bericht fordert, dass Stablecoins die existierenden Anforderungen an sogenanntes E-Geld erfüllen müssen, was die Anbieter unter anderem zum jederzeitigen Umtausch in die normale Währung sowie zur sicheren Verwahrung von Kundengeldern verpflichtet. Wir werden uns im Plenum dafür einsetzen, zusätzlich die Gefahren für Finanzstabilität und demokratische Kontrolle noch stärker in den Blick zu nehmen.

Schon alleine die Überschrift dieses Absatzes zeigt, dass Giegold bzw. seine Parteigenossen so gut wie nichts über den Markt wissen, den sie regulieren wollen. Während es Libra noch nicht gibt – und es zweifelhaft ist, ob es den Facebook-Coin jemals wirlich geben wird – haben wir bereits heute einen innovativen und stark wachsenden Markt der Stablecoins. Tether ist eine 15 Milliarden Dollar schwere Währung, die durch Blacklists bereits der Regulierung zuvorkommt und mit der Nutzung zahlreicher Blockchains vormacht, wie ein innovativer Stablecoins aussehen kann. Dass es kein hinreichendes Audit der Deckung der Tether gibt, scheint den Markt nicht zu stören, und jegliche gesetzliche Anforderungen, dies durchzuführen, prallen an Tether ab.

Beim DAI-Dollar hingegen dürfte sich die Politik fragen, an wen sie sich mit ihren Regulierungswünschen überhaupt wenden sollen. Denn DAI existiert nur als Smart Contract auf der Blockchain. Dafür aber ist die Deckung höchst transparent gegeben und jeder ist in der Lage, die DAI gegen die zugrundeliegenden Ether zu wechseln, ohne dafür die Hilfe eines zentralen Mittelsmannes in Anspruch zu nehmen.

Die Grünen wollen also offenbar einen Stablecoin regulieren, den es noch gar nicht gibt – Libra – während die Wirlichkeit bereits viel innovativer und weitreichender ist, als sie es von Libra in der Zukunft erwarten. Das Parlament schafft es, zugleich zu weit in die Zukunft zu schauen als auch hinter der Gegenwart her zu hinken. Was kann da noch schief gehen?

Ferner sollen die Regeln des geplanten Gesetzes „auch für Anbieter aus Drittstaaten“ gelten müssen:

Da Krypto-Assets aufgrund ihrer digitalen Natur nicht an Ländergrenzen gebunden sind, besteht die akute Gefahr, dass Anbieter von außerhalb der Europäischen Union die europäischen Regeln, etwa bei Verbraucherschutz oder Geldwäsche, unterlaufen. Der Bericht fordert deshalb, rechtliche Regelungen und Mechanismen zu schaffen, die die Einhaltung der Regeln auch durch Anbieter aus Drittstaaten gewährleisten.

Wie rechtliche Regeln dies schaffen sollen, ist mir ein Rätsel. Giegold versteht vermutlich nicht, dass eine Geldüberweisung mit Kryptowährungen nicht viel anders als eine E-Mail ist. Und wenn die Politik eines aus dem Internet gelernt haben sollte, dann, dass es nicht möglich ist, Daten aus Drittstaaten aufzuhalten.

Die Frage nach dem Sinn

Ich höre an dieser Stelle mit dem „Review“ auf. Man sollte das alles nicht falsch verstehen: Ich habe eine sehr große Achtung vor der EU und vor Politikern wie Sven Giegold, die die undankbare und zermürbende Arbeit leisten, die kulturellen Differenzen und auseinanderklaffenden Interessen der Mitgliedsstaaten zu überbrücken, um einen Konsens für eine europaweite Politik zu schaffen, der dann viel zu oft von nationalen Regierungen ausgebremst wird. Ohne die EU und auch ohne den Euro stünde Europa, da bin ich überzeugt, sehr viel schlechter da.

Weiterhin denke ich auch, dass die EU Kryptowährungen auf EU-Ebene regulieren sollte, und ich sehe durchaus, dass es Probleme mit der kriminellen Nutzung geben kann oder dass die EU besorgt ist, dass private Unternehmen ihr die Hoheit über das Geld entreissen.

Aber den Sinn des Vorstoßes der ECON-Arbeitsgruppe verstehe ich absolut nicht. Es gibt bereits eine Regulierung durch die EU-Kommission, die Kryptowährungen in die bestehenden Anti-Geldwäsche-Vorschriften umsetzt, wie es auch einen (verbindlichen) Vorschlag der FATF gibt. Beides zusammen ist derzeit im Begriff, in das nationale Recht einzufließen und dort ökonomische Wirklichkeit zu werden. Ein weiteres Gesetz dürfte hier lediglich Verwirrung stiften und eine sinnvolle Regulierung eher verzögern als beschleunigen.

Sinnvoll könnte es sein, Regeln für die aufkommende Klasse der „Krypto-Assets“ zu schaffen. Beispielsweise im Verbraucherschutz für Stablecoins, im Investorenschutz für Security Token und DeFis und so weiter. Aber hier ist noch vieles zu unklar, gerade bei Token und DeFis, als dass man bereits ein zentrales Gesetz schreiben könnte; die ganze Ökonomie entwickelt sich erst noch, und keiner weiß genau, wohin sie geht. So gut wie niemand hätte vor einem Jahr etwas erwartet, wie es sich derzeit im DeFi-Raum herausbilden.

Daher dürfte es sehr viel sinnvoller sein, die Eigeninitiative der Mitgliedsstaaten zu beobachten – Deutschland hat beispielsweise bereits ein international vielbeachtetes Gesetz zu solchen Krypto-Assets verabschiedet – und später zu handeln.

Vor allem aber sollte ein Gesetz, wenn es denn noch eines bräuchte, mit Blick auf die tatsächlich existierende Krypto-Ökonomie entworfen werden. Giegolds Texts gibt leider nur wenig Hinweise, dass er sich mit der Technik und Wirtschaft der verschiedenen Kryptowährungen ernsthaft beschäftigt hat.

Original source: https://bitcoinblog.de/2020/09/24/europaparlament-moechte-bitcoin-libra-und-co-nochmal-regulieren/

ChainLink erholt sich über USD 8,40, weil Bären das neue Wochentief senkten

LINK/USD erreichte 7,40 USD, nachdem das Paar durch den extremen Ausverkaufsdruck von Höchstständen bei 20 USD gefallen war

Die Preisbewegung von ChainLink war in den letzten Wochen sehr trostlos. Der jüngste Ausverkaufsdruck hat LINK/USD auf Tiefststände von 7,40 USD gebracht. Da der Bitcoin und der Rest des Kryptowährungsmarktes zum Zeitpunkt des Schreibens ein schwaches Bild abgeben, sieht es zudem nach einer Fortsetzung des Abwärtstrends für ChainLink aus, sofern die Bullen nicht über 8,00 USD konsolidieren.

Die massive Kapitalflucht der letzten Woche bedeutete, dass LINK/USD weiter von seinem Allzeithoch von rund 20 USD entfernt war. Selbiges war im August erreicht worden, als die Integration in den DeFi-Bereich ihren Höhepunkt erreichte. Gestern ist der Preis um mehr als 12 % gefallen, um ein neues Sechs-Wochen-Tief zu erreichen. Der Token ist auch in der letzten Woche um mehr als 20 % gesunken und liegt fast 58 % unter seinem Höchststand.

Trotz des Abwärtstrends ist ChainLink der Top-Verdiener unter den Top 20 der größten Kryptowährungen am Markt. LINK/USD liegt zum Zeitpunkt des Schreibens seit dem Krypto-Marktcrash im März mehr als 400 % über seinem Preis.

LINK/USD technisches Bild

Die meisten Münzen sehen immer noch rot, aber ChainLink wird im -Chart grün. Bullen werden wahrscheinlich die Marke von 8,50 USD durchbrechen, um ihre Distanz zum Rest des Marktes zu stärken.

Nachdem LINK/USD seine Unterstützungsgrenze von 9,00 USD verloren hatte, konnten Verkäufer nahezu ungehindert ein weiteres wichtiges Unterstützungsniveau um 8,00 USD knacken. Der freie Fall drohte die zinsbullischen Hoffnungen zu zerstören und die Unterstützung auf einem kritischen Niveau zu halten.  Dies würde eine kurzfristige schnelle Erholung auf 10,00 USD leicht erreichbar machen.

Ein Blick in das Tages-Chart zeigt, dass ein Lauf auf die 50 MA um 13,00 USD eine bullische Umkehrung bestätigen würde, sollte LINK/USD bei 10,60 USD über dem 20-EMA-Wert liegen. Dazwischen stellt das Fibonacci-Retracement-Niveau von 23,6 % bei 11,25 USD eine eindrucksvolle Hürde dar.

Der RSI dreht sich nach Norden, während der MACD ein verstecktes bullisches Divergenzmuster abbildet und so darauf hinweist, dass Bullen die Oberhand gewinnen.

Alles hängt jedoch davon ab, ob die ChainLink-Marines die Aufwärtsdynamik beibehalten, um die Kontrolle über 9,20 USD zurückzugewinnen. In dieser Region gibt es ein wichtiges Preisniveau, das die jüngste Ablehnung eines neuen Wochentiefs von rund 7,40 USD markierte.

ChainLink-Tagespreis-Digaramm/Quelle: TradingView

LINK/USD handelt um 8,43 USD und ist in den letzten 24 Stunden um 3,13 % gestiegen. Unterdessen haben BTC/USD und Top-Altcoins immer noch mit einem hohen Verkaufsdruck zu kämpfen.

Der Bitcoin fiel am heutigen Tag um 1,5 % gefallen und notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei 10.240 USD, während Ethereum nach einem Rückgang um 2,95 % bei 328 USD den Besitzer wechselt. XRP/USD läuft Gefahr, 0,22 USD aus dem Blick zu verlieren, nachdem der Preis um fast 5 % gefallen ist.

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Original source: https://coin-hero.de/news/chainlink-erholt-sich-ueber-usd-840-weil-baeren-das-neue-wochentief-senkten/

Ripple-Partner und ConsenSys testen Mikro-Finanzinitiative, um ein 19 Milliarden $-Loch zu stopfen

Ripple und XRP Coin

Laut der Webseite des Ripple-Partners Finastra beabsichtigt die Plattform, eine ehrgeizige Mikrofinanzinitiative namens Trust Machine in Kenia zu pilotieren, um sich auf die Beseitigung der Finanzierungslücke für KMU zu konzentrieren und 50.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Darüber hinaus plant Finastra, sich mit Fragen der Gleichberechtigung im Bereich der Finanzdienstleistungen und der finanziellen Eingliederung von Nichtbanken auf der ganzen Welt zu befassen.

Finastra und ConsenSys wollen neue Mikrofinanzinitiative starten

Der Fintech-Riese Finastra, der im vergangenen Jahr eine Partnerschaft mit Ripple eingegangen ist, verfolgt seine Mission der weltweiten Verbreitung von Innovationen als Teil seiner Strategie für offene Cloud-Plattformen und beabsichtigt, die Finanzierungslücke für KMU in Kenia zu schließen und die Ungleichheit beim Zugang zu Finanzdienstleistungen mit all den neuen Möglichkeiten, die sich daraus für die Menschen ergeben würden, zu verringern.

Das Unternehmen ist der Ansicht, dass der effizienteste Weg, die Zahl der Menschen ohne Bankkonto rund um den Globus (derzeit 1,7 Milliarden Menschen) zu reduzieren, die Bekämpfung der Armut mit einem Anstieg der Beschäftigung ist.

Die KMU-Finanzierungslücke in Kenia und anderen afrikanischen Ländern, die Finastra zu schließen beabsichtigt, beläuft sich auf stolze 19 Milliarden USD. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen Trust Machine, eine Mikrofinanzinitiative, ins Leben gerufen.

Zu den Partnern gehören ConsenSys, ETH Zürich, Greenpoint Financial und Fusion Optimum.

Ripple Partner startet Micro-Finanzinitiative
Quelle: Finastra

Trust Machine zur Steigerung des Wirtschaftswachstums

Trust Machine beabsichtigt, die Finanzierungslücke von 19 Milliarden Dollar um mindestens ein Prozent zu verringern, indem sie möglicherweise 50.000 neue Arbeitsplätze in neuen Ländern schafft, in denen die Unternehmung ihre Tätigkeit aufnimmt, um so das Wirtschaftswachstum zu steigern und die Armut zu bekämpfen.

Abgesehen von dem Schub, den die neue Initiative dem Wirtschaftssektor gibt, ermöglicht sie Fintech-Unternehmen auch die Schaffung von Apps zur Kreditvergabe an lokale Unternehmen.

Sie geht auch Partnerschaften mit lokalen Banken ein, um es ihnen zu ermöglichen, ihre Finanzdienstleistungen an lokale Nichtbanken zu verbreiten, wie z.B. die IFIC Bank in Bangladesch.


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