Chainalysis: So haben Terroristen Bitcoin im vergangenen Jahr benutzt

Bitcoin als ein Werkzeug, das Menschen unter autoritären Regimen Hilfe leisten kann, ist eine weit verbreitete Idee. Es gibt jedoch auch eine dunkle Seite dieser Erzählung. Aufgrund ihres dezentralisierten Charakters kann die Kryptowährung auch als ein Mittel zur Finanzierung terroristischer Aktivitäten verwendet werden. Dieser Aspekt der Kryptowährung wurde kürzlich in einem Bericht von Chainalysis analysiert, Weiterlesen…

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9000 USD-Grenze durchbrochen! Attackieren die Bullen jetzt die 10000 USD-Marke?

9000 USD-Grenze fällt Der Bitcoin legt in diesen Stunden einen beeindruckenden Bull-Run hin und pulverisiert die wichtige 9000 USD-Grenze. Dabei wächst die Gesamtmarktkapitalisierung auf knappe 250 Mrd. USD an, der Hype ist zurück im Kryptospace. Wir schauen auf die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Stunden. Bitcoin-Kurs im Detail Die Nr.1-Kryptowährung steht aktuell mit einem Kurs von… Artikel ansehen

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Turbo-Channels für Lightning: Lösen sie das Liquidity-Problem für neue User?

Das Lightning-Netzwerk hat mehrere Probleme mit der Usererfahrung. Die neue Phoenix-Wallet von Acinq beansprucht, diese durch „Turbo-Channels“ zu lösen. Wir schauen uns an, wie es funktioniert, und testen die Wallet.

Am Sonntag hat sich der CoinDesk-Podcast „Late Confirmation“ das Thema Liquidity Management vorgenommen. Wer sich mit dem Lightning Netzwerk beschäftigt hat, weiß, worum es geht – um ein Problem, das den Aspirin-Bedarf der meisten Lightning-User und -Entwickler rapide in die Höhe treibt.

Der Coindesk-Podcast erklärt es so: „Andreas (der bereits Lightning) benutzt, sendet Stephanie eine Zahlung über Lightning entweder durch einen direkten Channel zu ihr oder über eine Route von Zwischenstationen, um Stephanie zu erreichen. Aber wenn ein User branntneu im Lightning-Netzwerk ist, wie bekommt er seine erste Zahlung?“ Wenn jemand noch keine Channels hat, kann er kein Geld empfangen, und selbst dann, wenn jemand einen Channel eröffnet – was eine gewisse Zeit braucht – muss er erst einmal dafür sorgen, dass die Liquidität, die anfangs noch rein ausgehend ist, irgendwie eingehend wird. In unserem Guide, wie man mit einem Lightning-Node Geld empfängt, erfahrt ihr mehr über das Dilemma.

Es gibt, so der Podcast, zwei neue Modelle, um dieses Problem anzugehen. Das eine wird von Phoenix, der neuen Wallet der französischen Lightning-Entwickler Acinq, repräsentiert, das andere von Zap, der Lightning-Wallet von Jack Mallers. Da die Funktion bei Zap bisher nur wenigen ausgewählten Betatestern in den USA zur Verfügung steht, konzentrieren wir uns hier auf Phoenix.

Acinq beansprucht, mit Phoenix die Lightning-Wallet entwickelt zu haben, die man auch seiner Oma empfehlen kann. „Phoenix kümmert sich um alles unter der Haube. Der User wird kaum etwas davon mitbekommen, außer, dass die Zahlungen schneller und günstiger sind“. Die Verbesserung der Usererfahrung, kündet die Webseite an, sei so signifikant, „dass Phoenix es verdient, eine eigene Klasse zu sein.“

Wir werden uns die neue Wunder-Wallet gleich anschauen. Zuerst aber steigen wir in die Theorie ein – welche Probleme löst Phoenix auf welche Weise?

Die Probleme, die Phoenix lösen soll

In dem Blogpost, mit dem Acinq die neue Wallet vorstellt, macht das Unternehmen keinen Hehl aus den Problemzonen von Lightning. In gewisser Weise kritisiert Acinq Lightning in einer Schärfe, die selbst entschiedene Lightning-Zweifler selten erreichen.

Zunächst zählt Acinq einige typische Operationen auf, die User mit einer Bitcoin-Wallet durchführen:

1. Installieren,
2. 0,004 Bitcoin empfangen,
3. 0,001 Bitcoin senden,
4. 0,003 Bitcoin empfangen,
5. deinstallieren und wiederherstellen,
6. die verbleibenden 0,006 BTC senden.

Dies „ist mit einer gewöhnlichen Bitcoin-Wallet trivial,“ konstatiert Acinq, „aber es ist absurd schwierig mit Lightning.“

Der Ärger beginnt beim zweiten Schritt: „Man kann mit Lightning kein Geld erhalten, wenn man keinen Channel hat. Aber man braucht Bitcoins, um einen Channel zu öffnen, richtig? Man kann also keine Bitcoins empfangen, wenn man noch keine Bitcoins hat. Das ist ziemlich ärgerlich.“

Nicht minder problematisch ist die Wiederherstellung der Wallet: Ein Seed stellt zwar die Adressen wieder her, aber nicht die Channels. Und in denen werden in Lightning eben die Guthaben gespeichert.

Acinq behauptet nun, die beiden Probleme gelöst zu haben. Entscheidend sind zwei Methoden: Pay-to-Open löst das Problem mit der eingehenden Liquidität, Peer-Backups das mit den Backups. Sollte beides funktionieren, wäre das tatsächlich ein massiver Durchbruch in der Nutzererfahrung für Lightning.

Was genau meinen die Begriffe?

Pay-2-Open

Eine frisch installierte Phoenix-Wallet hat keine Bitcoins, keine Channels und keine Liquidität. Und doch kann man mit ihr Lightning-Zahlungen empfangen. Ein Video von Acinq demonstriert dies:

Wie zum Teufel ist das möglich? Wer Lightning versteht, vermutet hier vollkommen zu recht schwarze (oder weiße) Magie. Auf dem Firmenblog erklärt Acinq, was hinter der Kulisse abläuft.

Um es zu verstehen, sollte man zunächst wissen, dass es bei Lightning zwei Arten von Channels gibt: Öffentliche und private. Die privaten Channels werden nicht öffentlich bekanntgegeben. Damit eine Zahlung dennoch den Weg zu ihnen findet, enthält eine Zahlungsaufforderung Hinweise darauf, wie die Zahlung zu routen ist. Deswegen sind solche Zahlungsaufforderungen auch relativ lang:

lightning:lnbc114290n1p0z7rt0pp5s9yamhm6wuzhtdecamv2pq356uqsf4ta3dp72jsl7gn45rpx740qdqc2p5x7etwd9uzqurp09kk2mn5xqrrss9qtzqqqqqq9qqqsp56cq9vyjz5mhxrhmedc4e536t4ek8w93yf82v30x4au9s2f22h02srzjqwryaup9lh50kkranzgcdnn2fgvx390wgj5jd07rwr3vxeje0glcll7675kf8s96asqqqqlgqqqqqeqqjqx5pdsc2hhfn4yp3dxefl5jw6ykh6ey72st96fecczeapk4eaf7y5yxw9ttvp8q2ffa4f4n59zasxdlmuczd4wzlrjedm9ll47zjpfccpl8v9v2

Phoenix benutzt nun diese Routing-Hinweise, um dem Sender zu erklären, wie er eine Route findet – selbst wenn es noch gar keine Channels gibt. Dies ist möglich, weil Phoenix nur mit einem Node von Acinq verbunden ist. „Die Phoenix Wallet bildet einen Fake-Channel zwischen dem Acinq-Node und sich selbst, mit einem speziell konstruierten Identifier, und fügt diesen dem Invoice hinzu.“ Die Zahlung weiß also, dass sie zum Knoten von Acinq gehen muss. Sobald sie dort angekommen ist, leitet Acinq sie an Phoenix weiter.

Aber wie kann der Acinq-Node die Zahlung weiterleiten, wenn es gar keinen Channel zwischen ihm und der Phoenix-Wallet gibt? Zunächst einmal weiß der Node, dass der Channel gefälscht ist, weil der Identifier in der Zahlungsaufforderung diese Information enthält. Also schaut der Node, ob es einen anderen Channel zur Wallet gibt. Wenn nicht, greift Pay-to-Open, was Coindesk einen „Turbo-Channel“ nennt.

Das läuft so ab: Der Acinq-Node erzählt der Phoenix-Wallet, dass er eine eingehende Transaktion hat, und schlägt vor, einen Channel zu öffnen. Danach gibt Phoenix dem Acinq Node das sogenannte Preimage. Dieses erlaubt es Acinq, an Stelle der Wallet die Zahlung anzunehmen. Anschließend bildet Acinq einen Channel mit Phoenix, der den Betrag, den der User empfangen wollte, enthält. Das ist ganz schön kompliziert, aber soweit plausibel.

Dabei öffnet nicht der User den Channel, sondern Acinq. Da dafür eine Onchain-Transaktion notwendig ist, bezahlt der Acinq-Node die dafür fälligen Gebühren. Um diese an den User weiterzugeben, verlangt Acinq für die Turbo-Channels eine kleine Gebühr. Mit 0,5 Prozent des erhaltenen Betrages fällt diese nicht nur sehr moderat aus, sondern dürfte bei kleineren Zahlungen bei weitem nicht ausreichen, um die Kosten zu decken.

Peer Backups

Fast noch spannender finde ich die Peer Backups. Wenn man im Ansatz versteht, wie Backups durch Seeds funktionieren, wird man ein sehr großes Vertrauen in sie verspüren – aber auch in keinster Weise glauben, dass man jemals Lightning-Zahlungen durch einen Seed abspeichern kann.

Eine Onchain-Zahlung geht an eine Adresse. Diese ist eine Ableitung aus einem privaten Schlüssel, der wiederum deterministisch – also in einer vorher definierten Abfolge – von einem Geheimnis wie der Seed abgeleitet werden kann. Mit dem Masterkey kann man alle privaten Schlüssel, die die Wallet jemals bilden wird, vorherberechnen. Daher funktionieren Seeds als Backup.

Lightning-Zahlungen dagegen sind Zustände von Channels, die keine solche Verankerung in der Mathematik haben. Daher kann man sie auch nicht durch den Seed rekonstruieren.

Wie Peer Backups dies dennoch schaffen, erklärt Acinq in einem weiteren Post. Die vorherige Wallet von Acinq, Eclair, hat versucht, Google Drive für Backups zu benutzen: Jedesmal, wenn sich der Zustand eines Channels ändert, speichert Acinq eine verschlüsselte Version des Channels in Google Drive, sofern das Feature aktiviert ist. Dieses Backup „funktioniert gut genug“, bringt die User aber in Abhängigkeit.

Ein Fortschritt von diesem Verfahren sind Static Backups. Bei diesen rekonstruiert die Wallet die Guthaben aus der Seed, indem sie die Channels wiederherstellt. Dafür benötigt sie jedoch die Information, mit welchen Peers man ein Backup hat. Daher ist weiterhin bei jeder Zahlung ein Update notwendig. Zudem wird die Rekonstruktion der Wallet alle Channels schließen, was zumindest ein unangenehmer Nebeneffekt ist.

Die Idee bei Phoenix ist nun, statische Backups zu benutzen, „und dazu unsere Peers ein Backup der Channels speichern zu lassen.“ Anstatt Google die Daten zu vertrauen, sollen diese also in der dezentralen Cloud der Lightning liegen. Woher aber weiß ich, wer meine Peers sind, wenn ich die Wallet verloren habe? Und warum sollten meine ehemaligen Peers mir helfen, meine Coins wiederherzustellen?

Die Antwort auf beide Fragen ist einfach: „Der Peer ist immer Acinq.“ Schließlich verbindet sich Phoenix nur mit Acinq. Dementsprechend hat Acinq auch Anreize, zu kooperieren – die Firma möchte ja schließlich das Vertrauen der User und hat selbst Geld in den Channels.

Das Vertrauen kehrt zurück

Die Probleme, die Acinq benennt, sind nahezu identisch mit denen, die ich vorgefunden habe, als ich im Sommer 2018 einen Lightning-Node aufgesetzt habe. Die Lösung, die Acinq dafür entwirft, ähnelt dem, was ich vorausgesehen habe:

Um Geld zu empfangen, benötigt ein User in mehreren Beziehungen Hilfe: Um nicht ständig online sein zu müssen, um die Zahlungsaufforderung weiter zu reichen, um sich vor Verlusten durch betrügerische Schließungen von Channels zu schützen, und um genügend eingehende Liquidität zu erreichen. Es bietet sich an, dass ein Dienstleister diese Aufgaben für den User übernimmt.

Lightning bringt die Abhängigkeit von Mittelsmänner wieder in Operationen zurück, bei denen die Bitcoin-User zuvor autonom waren. Acinq selbst räumt ein, dass Phoenix ein Stück Vertrauen in Acinq wiedereinführt – betont allerdings auch, dass die Wallet weiterhin nicht-treuhänderisch ist, weil das Unternehmen keine Kontrolle über die privaten Schlüssel hat. Dies ist wahr, und sollte es funktionieren, wäre dies ein enormer Fortschritt gegenüber den derzeit eher gängigen treuhänderischen Lightning-Wallets.

Daher schauen wir uns jetzt an, wie es in der Praxis funktioniert.

Phoenix im Test

Der erste Eindruck der Phoenix-Wallet ist hervorragend. Die Wallet startet sofort, und der User muss, anders als bei anderen Lightning-Wallets fürs Smartphone, nicht warten, bis die Wallet mit dem Netzwerk synchronisiert hat. Auch in Sachen Sicherheit hält Phoenix ein vernünftiges Maß. Eine PIN wird nicht verlangt, eine Passphrase ist nicht zu notieren. Die Wallet zeigt lediglich die Meldung an, dass man beides tun sollte. Das Design ist minimalistisch und übersichtlich.

Ich habe dann versucht, mit Phoenix Geld über Lightning zu empfangen, ohne vorher einen Channel zu eröffnen. Also habe ich eine Zahlungsaufforderung gebildet und entweder per Google-Drive auf meinen PC übertragen, um sie bei Electrum und LND einzufügen, oder ich habe sie direkt in andere Lightning-Apps auf dem Smartphone einkopiert: Lightning App, Eclair und Breez.

Leider konnte keine der Wallets die Zahlungsaufforderung begleichen. Ich habe zunächst 10 Euro versucht, bin dann auf 5, 2, 1 Euro und schließlich 50 Cent heruntergegangen. Die Zahlung ist immer gescheitert. Bei LND erhielt ich die Info, dass die Prüfsumme der Zahlungsaufforderung falsch ist, was aber daran lag, dass sie das Präfix „Lightning:“ enthielt. Nachdem ich das entfernt habe, versuchte LND eine Route zu finden, scheiterte aber.

Durch die Hilfe des Phoenix-Supports habe ich schließlich herausgefunden, woran es lag: Die Phoenix-App muss aktiv und im Vordergrund des Smartphones sein, um diese Zahlungen anzunehmen. Es ist also eher unmöglich, mit anderen Wallets auf demselben Gerät zu bezahlen. Bei meinen vorherigen Versuchen auf dem PC ging wohl der Screensaver auf dem Smartphone an, was Phoenix in den Hintergrund gerückt hat. Als ich es nochmal probiert habe und darauf achtete, dass die Wallet im Vordergrund bleibt, hat es endlich funktioniert.

Es war nicht einfach. Aber am Ende demonstriert Phoenix doch, dass das Liquiditätsproblem bei Lightning lösbar ist.

Original source: https://bitcoinblog.de/2020/01/28/turbo-channels-fuer-lightning-loesen-sie-das-liquidity-problem-fuer-neue-user/

Schweizer Unternehmen Julius Bär steigt in den Kryptomarkt ein

Das Schweizer Unternehmen Julius Bär bietet ab sofort Dienstleistungen für Kryptowährungen an. Die Firma entschied sich nach der Unterzeichnung einer Vereinbarung mit der Seba Bank AG für die Einführung einer Lösung für den Handel und die Verwahrung digitaler Vermögenswerte. Die Informationen wurden vor einigen Tagen in einem offiziellen Blog-Post veröffentlicht. Das Schweizer Vermögensverwaltungsunternehmen Julius Bär Weiterlesen…

Original source: https://coin-hero.de/news/allgemein/schweizer-unternehmen-julius-baer-steigt-in-den-kryptomarkt-ein/

Bitcoin vor riesigem Update: Das steckt hinter Taproot | CM Meetup Münster

Bitcoin vor riesigem Update: Das steckt hinter Taproot | CM Meetup Münster ⚠️ Weiterführende Links, Buchtipps, Mining, Trading, Wallets uvm. findest du weiter unten!👇Nutzt unsere Affiliates um uns zu unterstützen. Vielen Dank für deinen Support! 🙏🏼 In diesem Meetup widmet sich Florian den jüngeren Updates und Entwicklungen in Bitcoin. Dazu gibt es einen Überblick über […]

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Das libanesische Finanzsystem bröckelt und es zeigt, was Bitcoin bewirken kann

Coincierge.de – Aktuelle Krypto-News

Die Massenproteste im Libanon, die als Demonstration wegen der Steuervorschläge begannen, haben sich inzwischen zu einer ausgewachsenen Finanzkrise ausgeweitet. Damit zeigen Bitcoin und andere dezentrale Kryptowährungen einmal mehr die Bedeutung der Finanzsouveränität. Der Libanon befindet sich in der Krise Der Libanon hat eine konfliktreiche Geschichte, wie z.B. den Bürgerkrieg, der Mitte der siebziger Jahre zu […]

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Weltwirtschaftsforum setzt „globales Konsortium für die Kontrolle von digitalen Währungen“ ein

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos waren Kryptowährung einmal mehr ein heißes Thema. Eines der Ergebnisse intensiver Diskussionen ist die Gründung eines Konsortiums, das digitale Währungen steuern und kontrollieren soll. Aber es gibt auch abseits davon mehr Krypto-Nachrichten aus Davos, als wir zusammenfassen können.

Muss man das Weltwirtschaftsforum in Davos vorstellen? In dem beschaulichen Schweizer Bergort trifft sich seit einem halben Jahrhundert einmal im Jahr die globale Elite aus Wirtschaft und Politik, um gemeinsam zu beraten, wie es mit unserem Planeten weitergehen soll. Das in der vergangenen Woche stattgefundene 50. Treffen stand, wie derzeit fast alles, unter dem Banner der Sorge vor dem Klimawandel. Allerdings nahm auch das Thema „Bitcoin, Kryptowährungen und Blockchain“ eine äußerst prominente Rolle in den Diskussionen der etwa 3000 Teilnehmer ein.

Das wohl wichtigste Resultat dieser Diskussionen ist die Gründung eines „globalen Konsortiums für die Kontrolle digitaler Währungen“. Digitale Währungen seien, so die Pressemitteilung des Weltwirtschaftsforums, ein Werkzeug für die finanzielle Inklusion – was meint, dass die derzeit noch Bankenlosen einen Zugang zu digitalen Zahlungen erhalten sollen – was aber nur realisierbar sei, „wenn es mit einer guten Regierung verbunden wird“.

Info
Das englische Wort „Governance“ ist schwierig zu übersetzen. Es bedeutet einerseits die „Regierung“, hat aber eine eher prozess- bzw. tätigkeitsbezogene Wendung, und ist auch weniger stark als sein deutsches Pendant an eine staatliche Regierung gebunden. Stattdessen meint „Governance“ oft auch Kontrolle, Steuerung oder Strukturierung, unabhängig von einer Regierung. Daher wird es in diesem Text sowohl mit „Kontrolle“ als auch „Regierung“ übersetzt.

Dieses Konsortium sei „die erste Initiative, die führende Unternehmen, Finanzinstitutionen, Regierungs-Repräsentanten, technische Experten, Akademiker, internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und Mitglieder des Forums auf einem globalen Level zusammenbringt.“ Das Konsoritium wird gemeinsame Lösungen für ein derzeit noch fragmentiertes Regulierungssystem ausarbeiten, das sich an den Zielen Effizienz, Geschwindigkeit, Inklusion und Transaparenz orientiert. Es soll regulatorische Ansätze finden, die diese Ziele repräsentieren und Vertrauen aufbauen.

Sehr viel genauer wird die Pressemitteilung leider nicht. Stattdessen listet sie Kommentare von vermutlich den Gründern des Konsortiums auf. Dies sind 15 einflussreiche Persönlichkeiten aus den verschiedensten Sphären, von Klaus Schwab, dem Gründer des Weltwirtschaftsforums, über die Vorsitzenden der Zentralbanken in Südafrika, Großbritannien, Kenia und Bahrain sowie mehrere große Banker und Unternehmer bis hin zu Joseph Lubin von ConsenSys, David Marcus von Facebooks Libra und Neha Narula von der Digital Currency Initiative der US-Eliteuni MIT, die wir daher kennen, dass sie auch mal zur Adressatin wüster E-Mails von IOTAs David Sonstebo wurde.

Wie üblich bei solchen Kommentaren findet man sehr viel heiße Luft. Sehr deutlich wird aber, dass die Beteiligten sich einig sind, dass Kryptowährungen dringend der Kontrolle bedürfen, um eine Chance zu haben, erfolgreich zu sein. So meint Mark Carney, der Governeur der Bank of England, dass Kontrolle „ein Kernpfeiler von jeder Art von digitaler Währung“ sei.

Teilweise spiegeln die Zitate eine gewisse Furcht vor den Umwälzungen durch Kryptowährungen, etwa wenn die ägyptische Ministerin für internationale Kooperation, Rania A. Al-Mashat, sagt, dass digitale Währungen „weitreichend Implikationen haben, von der inländischen finanziellen Stabilität zum internationalen Handel“ und es daher „notwendig sei, sie durch wohlinformierte und globale Maßnahmen zu regulieren.“

Gerne erklären die Mitglieder des Konsortiums aber auch, dass die Regulierung im Interesse der Kryptowährungen selbst liegt. So hofft etwa der Chefaufseher der Finanzen von Singapur, Tharman Shanmugaratnam, dass digitale Währungen ein großes Potential für schnellere und günstigere grenzüberschreitende Zahlungen, die finanzielle Inklusivion und das Ausmerzen illegaler Finanzströme hätten – allerdings nur, wenn sie anständig reguliert seien. Auch David Marcuse von Libra findet, dass eine „gute Regulierung“ wichtig für den Erfolg von digitalen Währungen ist, wie auch Joseph Lubin von der Ethereum-Entwicklungs-Schmiede ConsenSys es begrüßt, wenn die Zentralbanken ihre Rolle als Steuermänner der Wirtschaft auch in einer Zukunft der digitalen Währungen erhalten.

Die Gründung des Konsortiums ist ohne Zweifel die wichtigste Krypto-Nachricht aus Davos – aber längst nicht die einzige. Das englische Magazin CoinDesk hat eine Journalistin zum Weltwirtschaftsforum gesandt, die in mehreren Artikeln und Interviews ausgiebig darüber berichtet, wie die globale Elite Kryptowährungen diskutiert. Ein Muster scheint dabei zu sein, dass beinah schon Konsens darüber besteht, dass Geld digital werden muss und dass Blockchains ein wichtiges Teil des Puzzles sind – aber auch, dass Bitcoin nicht die Lösung ist. Ebenso finden Regierungen es interessant, dass Blockchain-Geld eine sehr hohe Transparenz bringt – während sie die Pseudonymität und auch Anonymität der gegenwärtigen Kryptowährungen eher sehr kritisch sehen.

Blockchain und Kryptowährungen waren auch schon in den vergangenen Jahren immer wieder ein Thema in Davos. Während dort aber meistens die Elite über Kryptowährungen geredet hat, ohne dass es eine nennenswerte Teilnahme von Prominenzen des Ökosystems gab, waren in diesem Jahr zahlreiche Vertreter von Krypto-Projekten anwesend. Bereits erwähnt haben wir Joseph Lubin von ConsenSys (Ethereum) und David Marcuse von Facebooks Libra. Dazu kommen noch Jeremy Allaire von Circle, der in mehreren Panel-Diskussionen teilnahm, sowie Charles Hoskinson von Cardano, der das Treffen nutzte, um mehrere Partnerschaften für seine noch immer nicht dezentrale Proof-of-Stake-Blockchain an Land zu ziehen.

Die chinesische Börse OKEx war ebenfalls anwesend, ihr Finanzmarktdirektor gab mehrere Vorträge zum Besten. Das ICO-Projekt LAToken veranstaltete das Blockchain Economic Forum am Rande des Treffens, bei dem auch Chris Giancarlo, der ehemalige Direktor der US-Aufischt für den Handel mit Futures, der mittlerweile ein eigenes Krypto-Startup anführt, sprach. Auch Ricardo Spagni („Fluffy“) von Monero war wohl anwesend, wenn auch nicht klar ist, ob er eine aktive Rolle einnahm. Darüber hinaus waren noch mehrere weitere Blockchain-Promis in Davos.

Auch wenn die Schlagrichtung der Diskussionen weit von dem liegen dürften, was frühe Bitcoin-Enthusiasten mit dem digitalen Geld einmal vorhatten – Davos 2020 zeigt, vielleicht mehr als alles andere, dass Kryptowährungen mittlerweile ein globales Phänomen wurden, das aus der Diskussion über die Zukunft von Wirtschaft und Finanzen nicht mehr wegzudenken ist.

Original source: https://bitcoinblog.de/2020/01/27/weltwirtschaftsforum-setzt-globales-konsortium-fuer-die-kontrolle-von-digitalen-waehrungen-ein/

Ripple geht an die Börse: IPO für dieses Jahr angekündigt

Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, sagt, es sei nur eine Frage der Zeit, bis der Ripple einen IPO starten wird. Auf dem jährlichen Treffen des Weltwirtschaftsforums in Davos, Schweiz, sagte Garlinghouse vor einem Gremium, er erwarte, dass im Laufe des nächsten Jahres weitere Unternehmen die Kryptowährungen entwickeln an die Börse gehen werden, und Ripple werde Weiterlesen…

Original source: https://coin-hero.de/news/ripple/ripple-geht-an-die-boerse-ipo-fuer-dieses-jahr-angekuendigt/

Das XRP Überweisungsvolumen von Ripple stieg 2019 um 650%

Ripple berichtet in seinem Unternehmensbericht zum 4. Quartal 2019 über einen exponentiellen Anstieg des Volumens seines XRP-basierten Überweisungsprodukts, das als On-Demand-Liquidität (ODL) bekannt ist. In seinem Marktbericht für das vierte Quartal berichtet Ripple, dass die durch ODL fließende Geldmenge 2019 um 650% gestiegen ist: Im Jahr 2019 stieg der über ODL abgewickelte Dollarwert zwischen Q1 Weiterlesen…

Original source: https://coin-hero.de/news/ripple/das-xrp-ueberweisungsvolumen-von-ripple-stieg-2019-um-650/

Was genau meint Ethereum 2.0? Das wichtigste, was ihr wissen müsst

Ethereum 2.0 – oder ETH2 – ist ein häufig benutzter Begriff. Er gilt als entscheidend für die Zukunft der zweitgrößten Blockchain. Was er aber genau meint ist nicht so leicht in klare Worte zu fassen. Wir versuchen es dennoch.

Es dürfte kaum eine Blockchain geben, auf der so viel passiert wie auf Ethereum. Die Heimat der überwältigenden Mehrheit an Token und Smart Contracts, die Blockchain, die auf Entwickler und Unternehmen die größte Anziehungskraft ausübt. Allerdings hat Ethereum offiziell noch nicht seine wahre, bestimmungsgemäße Gestalt. Dies soll sie mit dem Schritt zu „Serenity“ (dt.: Weisheit) erreichen.

Eigentlich war der Übergang zu Serenity durch eine einfache Hardfork geplant. Da es doch – wesentlich – komplizierter ist, als anfangs erwartet, wird diese Transformation nun in einem langwierigen Prozess ablaufen. Der Begriff „Ethereum 2.0“ beschreibt sowohl das Ziel als auch den Weg dorthin. Man liest das Wort in vielen Kryptomedien, und es gibt Dutzende, vermutlich sogar Hunderte Artikel dazu. Die meisten davon sind aber entweder zu simpel und generell oder zu technisch und detailliert.

Um zu verstehen, was ETH2 bedeutet, haben mir vor allem drei Texte geholfen: Die deutsche Übersetzung der Ethereum 2.0 Roadmap auf ethhub.io, ferber Ethereum 2.0 for Dummies, geschrieben von Chromatic Capital, einem Investmentfonds aus San Francisco, sowie die  offiziellen Design Notes von Ethereum 2.0. Alle Artikel sind sehr aktuell. Auf Eth2.info gibt es zudem eine sehr lange Übersicht über Links zum Thema, die jeden Detailhunger befriedigen werden.

Warum ETH 2.0?

Ethereum, wie es heute ist, ist langsam, erklärt Chromatic Capital. Die Blockchain schafft gerade mal 15 Transaktionen je Sekunde, „und jede komplexe Anwendung, die hochskaliert, wird extrem teuer.“ Visa dagegen stemme Tausende von Transaktionen je Sekunde. Ethereum ist deswegen so langsam, weil es dezentral ist und dezentral bleiben muss.

Man könnte auf Supernodes setzen, darauf, dass die „Konsens-Knoten“, so die Design-Notes, „ausreichend starke Server haben, um jede einzelne Transaktion zu prozessieren.“ Das wäre die einfache Lösung. Die Blockchain könnte so bleiben, wie sie ist, und man müsste lediglich die Prozesse der Clients stärker parallelisieren.

Die Ethereum-Entwickler schlagen diese Möglichkeit allerdings aus, vor allem aus Sorge darum, dass es die Dezentralität und die Zensurresistenz beeinträchtigt. Wir kennen dieses Argument: Das gute alte Blockchain-Trilemma aus Dezentralität, Skalierbarkeit und Sicherheit. Es wurde zur Grundlage aller „Second-Generation-Blockchain“-Projekte, beispielsweise auch IOTA, die behaupten, dieses Trilemma lösen zu können. Die meisten dieser Ansätze, so auch ETH2, ersetzen das Mining durch einen anderen Konsens-Mechanismus.

Das alte Design von Ethereum gilt damit mehr oder weniger als gescheitert. ETH2 ist deswegen, so Chromatic Capital, „ein vollkommen anderes Projekt, mit einem Zero-to-one-Paradigma, wie Blockchains sklaieren.“ ETH2 ist nicht nur ein Upgrade – es erfindet Blockchain neu. Es soll Ethereum sicherer machen, auf tausende von Transaktionen skalieren, die Programmierbarkeit verbessern – und all das ohne die Dezentralität zu beeinträchtigen.

Wie löst ETH2 das Problem?

ETH2 soll das klassiche Blockchain-Trilemma durch vor allem drei Errungenschaften lösen: Sharding, Proof of Stake und eine neue virtuelle Maschine.

Was bedeutet das?

Sharding ist eine Methode, um Datenbanken auf mehrere Server aufzuteilen, sie also zu partitionieren. So wie ein Computer auf einer Festplatte mehrere Partitionen hat, aber doch dieselbe Festplatte bleibt, soll die Blockchain in mehrere Teile gespalten werden, ohne dabei ihre Kohärenz zu verlieren. Dabei soll die Sicherheit eines „Splitters“ („Shard“) ebenso hoch sein wie die des gesamten Systems.

Proof of Stake bedeutet, dass es keine Miner mehr gibt, die durch den Einsatz von Energie Blöcke bilden. Sie werden ersetzt durch Staker: Knoten, die beweisen, einen bestimmten Betrag ETH zu besitzen. Dies ist nicht nur stromsparender, sondern soll auch die schnellere Finalisierung einer Transaktion sowie eine größere Dezentralisierung der Validatoren-Landschaft gewährleisten. Die Ethereum-Entwickler arbeiten schon seit Jahren an einem Konsens-Verfahren, das Transaktionen rasch und endgültig finalisiert und gewährleistet, dass sich die Staker an die Regeln halten. Mit Proof of Stake sollen Ethereum-Transaktionen nach Sekunden finalisiert sein, während die Blockchain resistent gegen 51-Prozent-Angriffe ist.

Die neue virtuelle Maschine schließlich soll es ermöglichen, dass Entwickler ihre eigene Ausführungsumgebung schaffen. Dies erlaubt es, die Regeln anderer Blockchains, zum Beispiel BTC oder Zcash, auf einer Shard einzuführen. Ethereum soll dadurch zu einem universellen Konstrukt verschiedener Blockchains werden.

Die drei Ziele sind jeweils für sich ein ziemlicher Brocken. Es gibt bisher noch überhaupt kein funktionales Sharding von Blockchains, während sich viele kluge Köpfe darüber streiten, ob Proof of Stake tatsächlich funktioniert. Die Ethereum-Entwickler nehmen sich damit vor, mehrere Herausforderungen der Blockchain-Entwicklung zu lösen und damit eine Architektur zu schaffen, die die Kern-Beschränkungen und -Tradeoffs der Blockchain-Entwicklung hinter sich lässt.

Phase 0: Die Beacon-Chain

Das Zentrum von ETH2 wird die Beacon-Chain sein. Diese neu zu schaffende Blockchain kann zunächst bis zu 64 Shard-Chains koordinieren. Chromatic Capital beschreibt sie als ‚eine Art Command and Control Center‘ des gesamten ETH2-Netzwerks.

Die Beacon Chain verwaltet das „Caspar Proof of Stake“ Protokoll. Sie notiert Validatoren und deren Stakes, wählt zufällig Block-Validatoren aus und weist diesen eine zufällige Shard-Chain zu. Die Beacon Chain wendet die Konsensregeln an, exekutiert Sanktionen für unehrliche Validatoren und dient als Bindeglied zwischen den Shards.

Die Validatoren von ETH2 stimmen per Proof of Stake, also mit ihren Coins, über sogenannte „Bescheinigungen“ ab. Sobald ein Block einer Shard Chains ausreichend solche Bescheinigungen gesammelt hat, bekommt er einen sogenannten Crosslink auf der Beacon-Chain. Ab diesem Moment ist der Block „finalisiert“, was bedeutet, es ist nicht mehr möglich, ihn rückgängig zu machen. Er bietet nun dieselbe Sicherheit wie ein Block auf der Baecon-Chain, also der Hauptchain. Das Verfahren erinnert vage an den Konsens bei Ripple und dem, was IOTA plant: Die Knoten im Netzwerk stimmen in gewisser Weise über Blöcke ab.

Als Belohnung für ihre Arbeit erhalten die Validatoren ETH2. Das ist der native Coin auf der Beacon-Chain. Er soll langfristig ETH ablösen, und ohne ein fixes Limit ausgeschüttet werden, um die Sicherheit der Blockchain langfristig zu garantieren.

Die Baecon-Chain soll im zweiten oder dritten Quartal 2020 live gehen. Dies wird Phase 0 des Übergangs zu ETH0 einleiten. Es wird möglich sein, einen Beacon-Client zu betreiben und seine Ether – nun ETH1 genannt – auf die Beacon-Chain einzuzahlen, wo sie in ETH2 gewechselt werden. Dieser Weg ist eine Einbahnstraße, die ETH1 werden dadurch effektiv verbrannt.

Wenn Phase 0 erfolgreich ist, wird es also zwei Ethereum-Blockchains geben: eth1 und eth2. Für Anwender ist eth2 zu diesem Zeitpunkt noch uninteressant, da noch keine Shard-Chains an sie angeknüpft werden können.  Sie ist mehr oder weniger ein Skelett ohne Körper oder ein Basis-Gerüst ohne Haus.

Phase 1: Die Shard Chains

Vermutlich ab 2021 sollen die ersten Shard Chains live gehen. Diese Shards sollen die Daten zunächst in Rohform speichern. Sie sind nicht in der Lage, Daten nach bestimmten Konsens-Regeln zu verarbeiten oder auch nur Kontostände von Usern oder Adressen anzuzeigen. Sie dienen lediglich als Labor, um die Shard-Architektur zu testen, können aber vermutlich auch genutzt werden, um als Datenspeicher DApps zu helfen, besser zu skalieren.

Der Fokus von Phase 1 liegt auf der Arbeit der Beacon-Chain: Diese beginnt nun, die Zustände der Shards durch Cross-Links zu referenzieren und damit zu finalisieren. Man kann sie sich nun als eine Blockchain vorstellen, an der sich andere – bisher noch funktionslose – Chains fortlaufend einhängen, während sie um sie herum rotieren.

Viel mehr ist über diese Phase wohl nicht zu sagen. Es wird bis hierhin hunderte oder tausende von Details geben, von Diskussionen, kleinen und großen Updates, um Ethereum an diesen Punkt zu bringen. Ein neues Proof of Stake System in Betrieb zu nehmen und eine Blockchain einzurichten, die als Kontrollzentrale für verschiedene Datenchains dient, ist eine gewaltige Herausforderung.

In dieser Phase werden die eth1 und eth2 Blockchain weiterhin parallel arbeiten. Richtig spannend wird es ab Phase 2.

Phase 2: Die Erfüllung der Vision

Die folgende Phase wird, so die Roadmap, „die wahre Vision von ETH2 erfüllen“: Die Shards werden in der Lage sein, Transaktionen zu verarbeiten. Ab dieser Phase soll das ETH2-Netzwerk auch für echte Anwendungen benutzbar werden. Im weiteren Verlauf werden auch Smart Contracts auf den Shards aktiviert. Dann greift die oben erwähnte neue Ausführungs-Umgebung, die es erlaubt, auf den Shards eigene Regeln zu aktivieren, die etwa andere Blockchains wie Bitcoin, Zcash oder ETH1 nachbilden.

Chromatic Capitals erklärt dies mit einem netten Bild: „So wie ETH1 Bitcoin abstrahiert hat, um Smart Contracts auf einer Blockchain zu realisieren, wird ETH2 ETH1 abstrahieren, um die grundlegende Natur des Blockchain-Computings neu zu definieren.“ Mit der Phase zwei „vereint sich die Funktionalität aller Chains.“ Die Shard-Chains, vormals reine Datenspeicher, werden nun zu strukturierten Ketten, die die Zustände von Smart Contracts mit einem Konsensverfahren verbinden. Entwickler können auf einer Shard ihre DApp bilden, Ethereum wird zu einem Multichain-System, das von der Baecon-Chain regiert wird.

Phase 2 wird Ende 2021 oder Anfang 2022 erwartet. Viele Teile davon, etwa die Konzeptionalisierung der Ausführungsumgebungen, befinden sich laut der Roadmap „noch immer in intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit“.

Phase 3-6

Es ist geplant, dass ETH2 in sechs Phasen ausgerollt wird. Ab Phase 3 jedoch ist, so die Roadmap, „jede Art der Vorhersage Spekulation, da sich voraussichtlich viel verändern wird.“ Irgendwann in diesen Phasen soll wohl ETH1 verdursten. Ob dies allerdings geplant passieren soll, oder ob ETH2 die alte Blockchain ersetzen soll, weil die ganzen Ether und die Anwender schrittweise migriert sind, ist wohl derzeit noch nicht beschlossen.

Im Github-Wiki von Ethereum werden die noch offenen vier Phasen auf diese Weise beschrieben:

  • Phase 3: Das Light Client State Protokol
    Die Clients werden state-minimalistisch. Dies soll wohl die Größe des States von Ethereum, den die einzelnen Nodes zu tragen haben, verringern, ohne ihn jedoch ganz aufzuheben.
  • Phase 4: Cross-Shared-Transaktions
    Ich nehme an, es meint, dass Transaktionen Shard-übergreifend funktionieren.
  • Phase 5: Enge Kopplung mit der Sicherheit der Main Chain
  • Phase 6: Super-quadratic or exponential sharding
    Es soll Shards in Shards geben, einzelne Shard Chains sollen quasi zur Beacon Chain für künftige Shards werden.

Konkretere Informationen zu diesen Phasen sind allerdings knapp, und wenn verfügbar, handelt es sich um hochabstrakte Paper oder Beiträge aus Online-Diskussionen. Die konkrete Form von ETH2 ist damit also noch längst nicht klar definiert. Es dürfte also noch eine gewisse Zeit dauern – sagen wir, 4-5 Jahre, wenn nicht noch länger – bevor Serenity vollendet ist.

Original source: https://bitcoinblog.de/2020/01/21/was-genau-meint-ethereum-2-0-das-wichtigste-was-ihr-wissen-muesst/