Craig Wright will jetzt jeden verklagen, der bezweifelt, dass er Satoshi Nakamoto ist

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Der Milliardär Calvin Ayre behauptet, dass Craig Wright, der umstrittene australische Programmierer und Unternehmer, der trotz anhaltender Skepsis nicht davon abweicht, Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto zu sein, nun angeblich Klagen gegen all jene Menschen einreichen will, die „fälschlicherweise leugnen, dass er Satoshi ist“. Calvin Ayre ist der kanadisch-antiguanische Unternehmer hinter der „Ayre Group“  – einem Mischkonzern, […]

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Coinbase, Ledger und IBM wollen institutionelle Investoren in Kryptomarkt locken

Der Kryptomarkt hat seit dem Höhenflug letztes Jahr eine deutliche Abwärtsbewegung gezeigt. Viele Experten der Branche sehen die große Chance für einen Bitcoin Bullrun im Einstieg institutioneller Investoren mit großen Kapitalmengen. Coinbase, Ledger und IBM bereiten sich mit neuesten Entwicklungen auf Wall-Street-Schwergewichte vor.

Coinbase, die größte Kryptobörse in den USA, hat ein neues Feature für seine Coinbase Custody-Plattform eingeführt. Das Programm soll es institutionellen Investoren ermöglichen, Zinsen für bestimmte Krypto-Guthaben zu verdienen. Dieser Schritt ist Teil eines größeren Fahrplans, mit dem das Unternehmen 10 Milliarden USD von den Finanzschwergewichte in den Markt ziehen will. Coinbase verwahrt alle Vermögenswerte in einem Cold Wallet und bietet außerdem besonderen Versicherungsschutz.

Das erste digitale Asset für diesen neuen Service wird Tezos (XTZ) sein. Sam McInvale, Produktleiter bei Coinbase Custody, führt aus (frei übersetzt):

Das Stacking vermeidet eine Deflation, aber die bisherigen Produkte erhöhten das Risiko. Bis heute überwog das Risiko, aktiv am Einsatz teilzunehmen und eine gute Rendite zu erhalten. Infolgedessen haben viele institutionelle Investoren beschlossen, nicht in den Markt einzutreten.

Coinbase Custody ändert diesen Standpunkt. Kein anderer Provider verfügt über eine langjährige Erfahrung in Bezug auf Sicherheit und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sowie unseren umfassenden Versicherungsschutz, der in seiner Klasse die beste ist, wie wir.

Coinbase Custody wird eigene Nodes und Validatoren für Tezos und jede weitere zukünftige Blockchain betreiben. Das Unternehmen rechnet mit einem jährlichen Zinssatz von 6,6% auf die eingesetzten Vermögenswerte.

Ledger möchte ebenfalls institutionelle Investoren ins Boot holen

Am Donnerstag kündigte Leder, der weltweit führende Hersteller von Hardware Wallets, an, dass durch die Partnerschaft mit der in Hongkong ansässigen Legacy Trust Company eine Asset-Custody-Lösung geschaffen werden soll. Dieser Service richtet sich direkt an institutionelle Investoren und wird den Namen Ledger Vault tragen. Das Ledger Team zielt darauf ab, großes institutionelles Geld anzuziehen, den auf Einzelhandel ausgerichteten Geschäftsbereich von Ledger auszubauen und vom Erfolg seiner Hardware Walllets für Verbraucher, wie dem Nano S, zu profitieren.

Die neue Plattform bietet ein mehrstufiges Identifikationsverfahren, dass in Zusammenarbeit mit Legacy Trust entwickelt wird. Legacy Trust bietet Bitcoin-Depotdienste für Börsen, OTC-Desks und Hedge-Fonds an. Es sollen ebenfalls ERC20-Token unterstützt werden. Dieser Service wurde „speziell für die Bedürfnisse von Unternehmen und institutionellen Kunden entwickelt.“

IBM entwickelt cloudbasierte Custody-Lösung

IBM soll an einer hybride cloudbasierten Anwendung arbeiten, die digitale Assets mit Hilfe von IBM Hyper Protect Services schützt. Im Gegensatz zu Cold Wallets nutzt dieser Service die Cloud von IBM. Das Custody-Toolkit umfasst die Erstellung eines Sicherheitsmoduls, mit dem Benutzer remote auf ihre Kryptowährungen zugreifen können sollen. Dabei soll dieser Service genauso sicher sein und darüber hinaus eine Vielzahl praktischer Funktionen bieten.
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Das Metanet von Bitcoin SV: Genial – oder doch nur wahnsinnig?

Bitcoin SV baut sich sein eigenes Internet in die Blockchain. Das sogenannte „Metanet“ soll nicht nur Geld, sondern auch das Internet neu erfinden. Hinter den Schlagwörtern findet man eine emsige Schar von Entwicklern, die daran arbeiten, dies zu verwirklichen. Noch nie war es so einfach, Dateien auf die Blockchain zu laden – und selten war es so verwirrend, über Blockchain nachzudenken.

Ich habe mich in den letzten Wochen ein wenig damit beschäftigt, was Bitcoin SV (BSV) derzeit mit dem sogenannten „Metanet“ aufbaut. Mir ist klar, dass der eine oder andere Leser kein Interesse an BSV hat und es wegen einer bestimmten Person, die einen starken Einfluss auf BSV hat, sogar verabscheut. Daher habe ich gezögert, überhaupt darüber zu schreiben. Aber es wäre auch sinnlos, für mich zu behalten, was ich erfahren habe.

Also: Bitcoin SV ist der jüngste Coin im Portfolio der auf Bitcoin.de gehandelten Coins. BSV enstand aus der Hardfork von Bitcoin Cash im November; im Selbstverständnis seiner Fans ist BSV der einzig wahre Bitcoin. Craig Wright, der selbsternannte Satoshi, gilt hier unter ihnen nicht wie ansonsten fast überall als Betrüger, sondern als der echte Erfinder von Bitcoin. Seine Firma, nChain, entwickelt den BSV-Client, der die Stütze des Netzwerks ist.

So wenig Handelsvolumen, dass es nicht einmal für einen vernünftigen 48-Stunden-Chart reicht. Quelle: Bitcoin.de

Der üble Leumund von Craigh Wright färbt auf den Ruf von Bitcoin SV ab. Nachdem wichtige Teile des Ökosystems von Bitcoin Cash, etwa BitPay oder Bitcoin.com, auf der BCH-Seite geblieben sind, dümpelt der Kurs von Bitcoin SV vor sich her, in der Tendenz eher ab- als aufwärts. Das Transaktionsvolumen ist gering, die Nachfrage nach BSV-Trades ist auf dem Marktplatz von Bitcoin.de minimal.

Das Werk zweier Entwickler

Gleichzeitig passiert etwas einigermaßen interessantes auf Bitcoin SV: Das Metanet breitet sich aus. Craig Wright hat den Begriff bei einer Präsentation auf der CoinGeek-Konferenz letzten November geprägt; er meinte damit – soweit man ihn deuten kann — dass Bitcoin nicht nur ein Transaktionsmittel ist, sondern ein „Internet auf einer Blockchain“. Ein Metanet, das durch Transaktionen verknüpft ist und dessen Inhalte unlöschbar, unveränderbar und durch Hashes validierbar sind. Das Metanet bedient all das, was unter dem Stichwort „Blockchain-Technologie“ versprochen wird, und bindet es in den Maximalismus des „wahren“ Bitcoins ein. Alles, wirklich alles, geht auf die Blockchain. Oder so.

Während Craig Wright damit beschäftigt ist, jede Idee zu patentieren, die ihm in den Sinn kommt, haben vor allem zwei Akteure im BSV-Ökosystem begonnen, seine Vision zu verwirklichen: Steven Shadders und _unwriter.

Shadders, der Leitentwickler bei nChain ist, hat das Limit für opreturn-Transaktionen von 220 Bytes auf 100 Kilobytes erhöht und die Mining-Pools überzeugt, dieses neue Limit zu übernehmen. Damit wurde es plötzlich möglich, per opreturn lange Nachrichten oder gar Bilder auf die Blockchain hochzuladen, wo sie von jedem Full Node gespeichert und bei Bedarf verbreitet werden.

Noch wichtiger dürfte der Beitrag des anonymen Entwicklers Unwriter sein. Er schafft die Tools, um Daten auf die Blockchain zu bringen und dort zu lesen. Sein BitDB-Node sortiert Bitcoin-Transaktionen in eine andere Datenbank – ich glaube, Mongo – um sie sortieren, zerlegen und besser abrufen zu können. Auf Basis von BitDB laufen zahlreiche weitere Werkzeuge: das Planaria-Universum von individualisierten BitDB-Nodes, ein Bitcom-Protokoll, durch das onchain-Dateien definieren, wie andere Daten zu entschlüsseln und zu verbinden sind, das b://- und c://-Protokoll, der Datapay-Mechanismus, um Daten hochzuladen, der Bottle-Browser und mehr. Der Ausstoß von Unwriter ist bei Bitcoin SV bereits jetzt legendär, es ist kaum möglich, Schritt zu halten, selbst wenn man nahe dran bleibt.

Elementare Werkzeuge

Die für die User wichtigsten Werkzeuge sind jedoch Seiten wie BitcoinFiles, Bitco.Media und Bitpaste.app, mit denen man Daten auf die BSV-Blockchain hochladen und durch die Transaktions-ID abrufen kann. Mit add.bico ist es sogar möglich, wesentlich größere Dateien abzuspeichern, indem man ein Protokoll (Bitcom) benutzt, das definiert, aus welchen Transaktionen die Datei in welcher Reihenfolge aufgebaut wird.

Das zweite wichtige Werkzeug ist MoneyButton. Das ist eine Webwallet auf der einen, und ein Button auf der anderen Seite, durch den eine Webseite eine mit einem Klick ausführbare Transaktion aufrufen kann. In der Praxis ist man bei MoneyButton eingeloggt und drückt einen Knopf, um eine Transaktion auszulösen, mit der man per op_return eine Datei abspeichert. Da die Transaktion vom Server – also MoneyButton – produziert wird, bekommt der User von der ganzen Komplexität dahinter nichts mit. Er drückt einfach einen Knopf.

Diese Entwicklung führte erwartbarerweise dazu, dass die Größe der Blöcke von Bitcoin SV seit einigen Wochen immer weiter ansteigt. Klar – wenn man Dateien mit einer Größe von mehreren Megabyte hochladen kann, werden die Blöcke rasch groß. Seit Anfang März ist die Blocksize auf BSV konstant größer als auf BCH; am vergangenen Wochenende hat sie auch die von Bitcoin für einige Zeit überholt.

Ist es der Beginn von etwas großem – oder nur eine Ablenkung davon, dass BSV es nicht geschafft hat, Bitcoin Cash als wichtigsten „Big Block Bitcoin“ abzulösen? Wir schauen uns an, was genau los ist, so dass sich jeder seine eigene Meinung bilden kann.

Opreturn

Um zumindest im Ansatz zu verstehen, was hier technisch passiert, sollte man das Transaktionsskript op_return kennen. Diese Skript schafft in einer Transaktion einen nicht ausgebbaren Output – der Befehl gibt ein „fail“ zurück – der eine gewisse Menge an Daten enthalten kann. Bei Bitcoin (BTC) sind diese Daten maximal 80 Byte groß, bei Bitcoin Cash (BCH) 220 Byte, und bei Bitcoin SV (BSV) 100 Kilobyte. Opreturn ist eine beliebte Methode, um Daten in die Bitcoin-Blockchain (BTC) zu bringen. Laut Statistik gibt es bereist 17 Millionen opreturn-Outputs auf Bitcoin (BTC). Einer der stärksten Verursacher dieser Outputs ist Veriblock, eine Plattform, die versucht, ein Netz von Blockchains durch Bitcoin-Transaktionen zu sichern.

Op-Return hat den starken Vorteil, dass man die Daten „prunen“, also wieder löschen kann. Sollten sie einmal überhand nehmen, kann ein Full Node sie relativ einfach als Ganzes von seiner Festplatte werfen, ohne dass er dabei aus dem Konsens ausschert. Es ist auch möglich, nur die Op-Return-Inhalte zu löschen, aber weiterhin das volle Set aller Transaktionen zu behalten. Dies macht Op-Return weniger schädlich für die Infrastruktur einer Blockchain, was auch der Grund war, weshalb die Core-Entwickler es eingeführt haben: Leute, die unbedingt Daten auf der Blockchain speichern wollen, sollen dies nicht über das UTXO-Set machen – was einen sehr viel nachhaltigeren Schaden anrichtet – sondern über die Op-Returns.

Die Datenlimits sind an sich keine Konsens-Regel, aber die meisten Nodes und Miner beschränken sie aufgrund lokaler Einstellungen. Alles, was Shadders also gemacht hat, war, dieses lokale Limit bei einem Pool aufzulösen. Der Rest passierte dann mehr oder weniger von selbst.

Macht es überhaupt Sinn?

Über keine Sache dürften die Meinungen so weit auseinander gehen wie über diese Frage. Die Entwickler von Bitcoin, Core, sind strikt gegen die Nutzung von Bitcoin als Datenspeicher. Für sie ist dies kein Feature, sondern ein Angriff, mit dem sie allerdings wegen des geringen Limits für Op-Returns einigermaßen leben können. Bitcoin ist ein Transaktionssystem für dezentrales digitales Bargeld; alles, was darüber hinausgeht, ist Spam und sollte eher verhindert werden. Auch die Entwickler von Bitcoin Cash teilen diese Sichtweise, zumindest im Groben. So gesehen ist das, was Bitcoin SV derzeit macht, kollektiver Selbstmord.

Bei Bitcoin SV sieht man es erwartungsgemäß anders. Hier gilt, dass es keine schlechten Transaktionen gibt. Alles, was die Blockchain benutzt, soll gefördert werden; wenn Bitcoin nicht onchain skaliert, so die Ansicht, wird es scheitern. Schließlich werden die Miner in Zukunft, wenn der Blockreward ausläuft, davon abhängig sein, an den Gebühren einer großen Menge Transaktionen zu verdienen. Vermutlich wäre es auch der Bitcoin-SV-Szene lieber, wenn ihre Blockchain für eine große Menge rein finanzieller Transaktionen genutzt werden würde. Aber dies passiert nicht, und es gibt wenig Hinweise darauf, dass dies in naher Zukunft passieren wird. Daher könnte es eine strategisch nicht ganz verkehrte Entscheidung sein, die Blockchain auf Teufel komm‘ raus groß zu machen – und selbst dann, wenn man seine Urlaubsfotos in hoher Auflösung auf sie lädt.

Zudem schafft Bitcoin SV mit „Blockspace“ und dem „Metanet“ ein eigenes Produkt, dass man nur für Bitcoin SV kaufen kann. Das könnte strategisch sinnvoller sein, als darauf zu warten, dass andere die Blockchain als reines Zahlungsmittel für andere Dinge verwenden.

Was bedeutet es, Daten auf der Blockchain abzuspeichern?

Günstig, so viel ist klar, sind die Daten onchain schon mal nicht. Wenn man je Byte 1BSV-Satoshi bezahlt, kostet ein Megabyte 0,01 Bitcoin SV, also knapp 60 Cent. Bei gewöhnlichen Festplatten liegt der Preis je Megabyte bei 2 Cent, bei zeitlich begrenzten Cloud-Speichern noch einmal deutlich tiefer. Was also, außer viel Geld für wenig Speicher zu bezahlen, soll man davon haben, Daten auf die BSV-Blockchain zu laden?

Unveränderbarkeit

Zum einen sind die Daten unveränderlich und bleiben so lange bestehen, wie BSV besteht (auch wenn es denkbar ist, dass Op-Return-Daten einmal von den Nodes gelöscht werden). Demnach ist man nicht vom Cloud-Provider oder der Fortexistenz einer Festplatte oder eines anderen Datenspeichers abhängig, um auf abgespeicherte Daten in Zukunft zuzugreifen. Das macht das „Metanet“ zu einer alternativen Backup-Methode für wichtige Dateien.

Man könnte etwa darüber nachdenken, Daten des öffentlichen Interesses auf die Blockchain auszulagern, beispielsweise Dokumente des Bundestags, wichtige historische Quellen, Staatsverträge, Teile des kulturellen Erbes und so weiter. Es wäre vorstellbar, dass die BSV-Blockchain zu einer Art digitalen Bibliothek wird, die das Erbe der Menschheit bewahrt und verhindert, dass wir durch das „digitale Vergessen“ als eine dunkle Epoche in die Geschichte eingehen.

Gleichzeitig ist es auch ziemlich gruselig, Daten an die Blockchain hochzuladen. Man macht es ja nicht anonym, sondern mit einer Bitcoin-SV-Adresse, und wenn man etwas falsches macht, gibt es keine Möglichkeit, den Fehler auszubügeln. Was auf der chain ist, bleibt auf der Chain. Es wäre ein Horror, damit mein Blog zu führen, wenn ich Fehler nicht korrigieren kann; wenn ich gar an Aussagen denke, die juristische Folgen haben können, wird es verheerend. Ich habe auch darüber nachgedacht, manche pdfs oder papers, die ich gesammelt habe, als Backup, hochzuladen. Oder Musikdateien.

Aber ich lasse es. Die Urheberrechtslage ist nicht klar; selbst bei digitalisierten Büchern, deren Autoren vor mehr als 100 Jahre gestorben sind, kann es sein, dass derjenige, der das Werk eingescannt hat, eine Form von Urheberrecht hat. Das in der Cloud oder auf der eigenen Webseite zu speichern, ist nicht so wild, weil man es im schlimmsten Fall wieder löschen kann. Auf der Blockchain kann man es aber nicht löschen. Es gibt keinen Reload. Das, was einmal onchain ist, wird – so zumindest der Plan – für alle Zeiten von jedem abrufbar sein.

Physische Ereignisse sind endgültig. Was in der materiellen Welt geschehen ist, ist geschehen. Es gibt kein strg+z und kein neu laden. Informationen im Internet zu veröffentlichen, ist ein wenig wie ein Computerspiel: Wenn man versagt, lädt man neu. Auf der Blockchain dagegen ist Information wie früher, als sie in Stein gemeisselt, von Hand abgeschrieben oder als Zeitung gedruckt wurde: Sobald das physische Ereignis – die Produktion des Mediums – abgeschlossen ist, gibt es kein Zurück mehr. Das zwingt zu Sorgfalt und Akribie.

Zur gleichen Zeit gibt es auf der Blockchain auch keine endgültige Anonymität. Im Internet ist es nicht so schwer, eine Nachricht oder Datei anonym zu teilen. Auf der Blockchain geht das nicht. Der Urheber eines Uploads muss im Zweifel auch dazu stehen, es getan zu haben.

Serverlose Webseiten und ein Internet ohne IP-Adressen

Etwas verwirrender, aber nicht weniger interessant ist ein zweiter Aspekt: Daten auf der Blockchain sind „Webseiten ohne Server“. Sie sind keiner IP-Adresse zugeordnet, die auf eine spezifische, physische Festplatte im Irgendwo hindeutet, sondern der ID einer Transaktion. Im Idealfall kann ein Node – oder ein Lightnode – direkt auf diese zugreifen, indem er sich mit dem Bitcoin-Netzwerk verbindet. Das Metanet bricht die Struktur des Internets auf.

Dass es die Transaktions-ID ist, über die Daten adressiert werden, anstatt einer IP-Adresse, hat einen bemerkenswerten Effekt: Die ID einer Transaktion ist ihr Hash. Ein User kann daher prüfen, ob die Nachtricht korrekt ist, indem er selbst den Hash berechnet.

Abseits des praktischen Nutzens ist das eine interessante Idee. Die Miner oder Full Nodes werden mächtige Knoten im Metanet, sie sind die Datentürme, von denen die anderen ihre Informationen abrufen. Ich habe keine Ahnung, ob das überhaupt viel Sinn ergibt, aber es klingt nach etwas, über das Nachzudenken Spaß macht. Wie werden sie Geld verdienen? Werden sie die Informationen kostenlos hergeben, oder werden sie sie unter Verschluss halten? Wird der Datentausch effizienter, weil er nicht mehr über IP-Adressen geroutet wird? Wird er auch privater, weil er vom physischen Ort entkoppelt ist? Und so weiter.

Praktischer gesehen wird es etwa vorstellbar, dass die Infrastruktur der Software-Entwicklung – Hilfsprogramme, Bibliotheken für die verschiedenen Sprachen, Skripte, Frameworks und so weiter – nicht mehr von einem Server geladen werden müssen, sondern als Teil des Metanets von Grund auf existieren. Keine Abhängigkeit davon, dass der Server sie weiter bereitstellt, kein Risiko, dass sich das Skript ändert und so weiter. Analog zum Archiv des menschlichen Wissens gibt es ein Archiv des Wissens von Software.

Generelle IT-Werkzeuge könnten auf der Blockchain öffentlich zugänglich sein. Ich denke hier natürlich an eine Bitcoin-Wallet, die man an sich, mit Javascript und einem Passwort, auf der Blockchain abspeichern könnte. Prinzipiell könnte man diese Idee so weit treiben, dass einmal in ferner Zukunft ganze Betriebssysteme auf der Blockchain liegen.

Ist das nicht Wahnsinn?

Doch, das ist es. Definitiv. Am vergangenen Wochenende haben einige User – vermutlich nicht mal zehn – größere Dateien auf die BSV-Blockchain geladen, um einen spontanen „Stresstest“ zu veranstalten. Das allein hat bereits Blöcke von Größen von gerne 20 bis 30 Megabyte verursacht. In dieser Woche hat Ryan X. Charles von MoneyButton sich vorgenommen, ein Gigabyte an Bildern onchain zu bringen. Er hat es nicht geschafft, weil er sein eigenes System, MoneyButton, mit der Menge an Daten überflutet hat. Aber es gab auch mehrere Blöcke mit einer Größe von mehr als 50 Megabyte.

Was passiert nun, wenn das Tausende machen, so wie auf Twitter oder Instagram? Das weltweite Datenvolumen betrug 2017 23 Zettabyte; bis 2015 soll es auf 175 Zettabyte anschwellen. Ein Zettabyte sind eine Milliarde Terabyte, was üblicherweise der Platz ist, den eine moderne Festplatte hat. Aber natürlich muss man nicht vom weltweiten Datenvolumen ausgehen. Das umfasst so viele Doppelungen, weil so viele Informationen gleichzeitig an so vielen Stellen gespeichert werden, und wie wir oben gesehen haben, ist der Druck, nur vollendete und rechtlich einwandfreie Daten hochzuladen, im Metanet sehr viel größer als im Internet.

Wahnsinn ist es dennoch. Nehmen wir, um klein anzufangen, das digitale Archiv von Bayern. Es umfasst rund 950 Terabyte und wird im Supercomputer-Center des Münchner Leipnitz-Centers gespeichert und gewartet. Es wäre ohne Zweifel nett, wenn das Archiv auf einer Blockchain wäre, anstatt von einem Supercomputer-Center abhängig zu sein. 900 Terabyte entsprechen 900 handelsüblichen Festplatten, oder 9 der bisher größten Festplatten (Stand 2018).

Es wäre zum derzeitigen Zeitpunkt vermutlich absolut unmöglich, einen Full Node zu betreiben, der alle digitalisierten historischen Dokumente Bayerns speichert. Und Bayern ist nur ein Bundesland eines einzigen Staates, und die historischen Quellen nur ein Bruchteil der Daten, die entstehen. Eine Blockchain kann nicht alles speichern, sondern nur einen winzigen Bruchteil, und selbst dies wird ihr extrem viel abverlangen.

Szenarien

Es gibt mehrere Ideen, wie es dennoch Sinn ergibt: Zum einen, weil nicht alles hochgeladen wird. Natürlich. Das hatten wir ja schon. Keine Exabyte an raubkopierten Filmen und Daten, keine Datenberge, die zu unwichtig sind, um eine Upload-Gebühr zu bezahlen, keine Datenbanken, die man privat halten will, uns so weiter. Am Ende entscheidet der Markt, für welche Daten es Sinn ergibt, ins Metanet zu gehen. Vielleicht werden es auch viel weniger sein, als erwartet; und wenn die Infrastruktur unter der Masse bröckelt, können die Miner immer noch das Volumen kappen, um einen Gebührendruck zu erzwingen.

Es wäre also denkbar, dass die Full Nodes gar nicht so groß werden, wie befürchtet. Anstatt aller digitalen Dokumente werden nur Schlüsseldokumente in Reinform abgespeichert, während die anderen indiziert und gehasht werden, um ein Beispiel zu haben.

Zum anderen könnte man spekulieren, ob es nicht doch eine natürliche Form der Datenteilung geben wird: Full Nodes, die nur einen Teil der Daten speichern. Man könnte sich Spezialisten für historische Daten, politische Dokumente, Bilder, Software-Programme und so weiter vorstellen, die einmal Geld dafür verlangen werden, dass jemand die Daten abruft. In letzter Instanz führt dies, um das Szenario weiter zu spinnen, dazu, dass die Miner oder Full Nodes zu etwas ähnlichem wie Internet-Provider werden, die Daten vielleicht nicht nach räumlichen, sondern nach thematischen Aspekten weiterleiten. Dies natürlich wird in Konsequenz nicht so viel am heutigen Modell der isolierten Server ändern, weil dann der Erhalt der Daten wieder von einer – oder wenigen – Instanzen abhängig sein wird.

Aber natürlich gibt es noch ein gigantisches Problem: Der initiale Download der Blockchain. Dieser dauert bereits jetzt, bei etwa 180 Gigabyte, gerne mal einige Tage. Das wird schon bei einigen Terabyte vertrackst, bei Exabyte nahezu unmöglich, und mit Größen von Petabytes zum Jahrhundertprojekt. Selbst wenn jemand in der Lage ist, solche Datenmengen durch eine Leitung zu ziehen, wird es irrsinnig aufwändig, die Blockchain von vorne bis hinten zu validieren. Sollte darauf weithin verzichtet werden, könnten die „Provider von Blockchains“ die Inhalte von Op-Returns verfälschen. Und wenn es nicht mehr unveränderbar ist – was wäre es dann noch wert, sie auf einer blockchain anstatt in der Cloud abzuspeichern?

(Irgend-)ein Fazit

Es ist schwer, ein Fazit über etwas zu schreiben, das erst begonnen hat. Verzweiflung, Unsinn oder Genie? Um etwas zu konstatieren, das auch nur im Ansatz ein Fazit ist, muss man warten, wie es weitergeht. Hat die Welt überhaupt ein Interesse an Blockchain-Speicher? Werden die Metanet-Entwickler sinnvolle Strukturen für das Blockchain-Internet entwerfen und umsetzen können? Wird es an rechtlichen Problemen scheitern? Wird die Datenlast die technologische Infrastruktur zerquetschen?

All das ist, ohne Zweifel, ein Experiment – und zwar eines, das mit der eigentlichen Idee von P2P-Cash zunächst gar nicht so viel zu tun hat. Für diejenigen, die allerdings an „Blockchain“ an sich interessiert sind, könnte Bitcoin SV einen Blick wert sein. Wenn es darum geht, Daten auf eine Blockchain zu bringen, gibt es derzeit kein vergleichbares Werkzeug.

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Die besten Bitcoin Apps 2019

Coincierge.de – Aktuelle Krypto-News

Du suchst die besten Apps rund um Bitcoin? Na da hast Du dir aber was vorgenommen – Wir helfen dir dabei und zeigen dir was es für interessante Apps da draußen gibt. Fangen wir gleich an: Suchst du eine App, … die du als Wallet nutzt mit denen du bezahlen kannst um Dein Portfolio übersichtlich im […]

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Ripple News: Könnte XRP bald ein Zahlungsmittel auf Amazon werden?

Ripple XRP News - XRP bald auf Amazon?

Amazon, einer der größten Online-Händler der Welt ist kürzlich eine Zusammenarbeit mit dem globalen Unternehmen WorldPay eingegangen. Ziel der Zusammenarbeit ist dabei Amazon Pay in die riesige Liste der Händler von WorldPay aufzunehmen, so zumindest laut einer Pressemitteilung von PYMNTS vom 20. März 2019. WorldPay wird durch diese Zusammenarbeit der erste Anbieter sein, der Amazon […]

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„Blockchain Schaufensterregion Mittweida“ erhält Förderung in Millionenhöhe

Die Hochschule Mittweida rundum Prof. Ittner hat beim BMBF-Wettbewerb „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ mitgemacht und gehört zu den erfolgreichen Siegern der letzten Runde.

Mittweida, 22. März 2019: Das Bündnis „Blockchain Schaufensterregion Mittweida“ erhielt am Nachmittag des 20. März 2019 die Zusage vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Förderung zur Umsetzung.

Bündnispartner sind die Stadt Mittweida (Bündniskoordinator), Volksbank Mittweida eG und die Hochschule Mittweida, an der bereits 2017 das Blockchain Competence Center Mittweida (BCCM) gegründet wurde. Für das zweistufige Antragsverfahren hatten mehr als 100 Bewerber ihre Skizzen für die Strategiephase des WIRProgramms eingereicht. Davon erhielten 32 Bewerber die Möglichkeit strategische Innovationskonzepte für ihre jeweilige Region zu entwerfen und vor einer Jury am 13. März zu präsentieren. Von dieser Expertenjury wurden nun 20 Initiativen ausgewählt, für die das BMBF mehr als 200 Millionen Euro für die Umsetzung zur Verfügung stellt. Für die Region Mittweida ist dieser große Erfolg im Wettbewerb ein weiterer wichtiger Schritt.

Nun heißt es, ab 1. April in die fünfjährige Umsetzungsphase zu starten und unsere Region voranzutreiben. Das Bündnis „Blockchain Schaufensterregion Mittweida“ verfolgt die Vision, die
Region Mittweida zu einer Schaufensterregion für das Knowhow, den Einsatz und die Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Technologie zu entwickeln. Diese Technologie ermöglicht u. a. eine sichere und eindeutige Authentifizierung und Zuordnung in der digitalen Welt.

Hintergrundinformationen zum Programm „WIR!“

Das Förderprogramm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ zielt vor allem auf Regionen, die noch nicht zu den sichtbaren Innovationszentren gehören. Die regionalen Bündnisse sind breit aufgestellt – sie vereinen Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftliche Organisationen. Diese Akteure überwinden gemeinsam die Grenzen von Disziplinen und Branchen und erproben neue strategische Ansätze. Mit ihren Initiativen fördern sie die Zusammenarbeit auf Augenhöhe, stärken die Innovationsfähigkeit
insbesondere junger, kleiner und mittlerer Unternehmen, bilden neue Fachkräfte aus und halten diese in der Region. Jedem WIR!-Bündnis stehen in der gut fünfjährigen Umsetzungsphase bis zu fünfzehn Millionen Euro zur Verfügung.

Etwa zwei Jahre nach dem Beginn der Umsetzungsphase erfolgt eine Zwischenbewertung, in der über die Weiterführung der Förderung entschieden wird. „WIR!“ ist das Pilotprogramm der neuen Programmfamilie „Innovation & Strukturwandel“ des BMBF. Eine zweite Förderrunde ist noch für 2019 geplant und wird sich dann an strukturschwache Regionen in Ost- und Westdeutschland richten.

Featured Image: Zapp2Photo | Shutterstock

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Alles eine Frage der Perspektive: Chinesisches Ministerium veröffentlicht Ranking von Kryptowährungen

Ein Forschungsinstitut, das einem Ministerium zugeordnet ist, veröffentlich sein zweites Ranking der 35 besten Kryptowährungen. Die Ergebnisse sind überraschend. Um es freundlich zu sagen.

Wirklich sympathisch finde ich den Begriff des „Shitcoins“ nicht. Abgesehen von der plumpen Wortwahl offenbart er oft eine gewisse Feindseligkeit gegenüber Experimenten, zuweilen auch gegen Innovation, und gerne wird er eingesetzt, um einen Zaun um den eigenen Tellerrand zu bauen, so dass man nicht Gefahr läuft, sich mit anderen Dingen als seinem eigenen Lieblingscoin beschäftigen zu müssen. Die Welt ist einfach, wenn alles außerhalb der eigenen Wagenburg ein Shitcoin ist.

Andererseits dürften selbst die größten Altcoin-Fans nicht bestreiten, dass das Wörtchen seine Existenzberechtigung hat. Es herrscht ein fast universeller Consens darüber, dass die mehr als 2000 Kryptowährungen zu 95 bis 99 Prozent aus „Shitcoins“ bestehen – virtuellen Währungen, die weder technisch innovativ sind noch einen ökonomischen Sinn haben, der darüber hinausgeht, ahnungslosen Investoren das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Ein erster Blick auf das neue Ranking der CCID lässt vermuten, dass das chinesische Forschungsinstitut ein großer Fan mancher Coins ist, die für viele unter der Kategorie Shitcoin laufen. Das Chinesische Zentrum für die Entwicklung der Informationswirtschaft – abgekürzt CCID – ist ein Forschungsarm des Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT), das für die Regulierung von jeder Form von Informationstechnologie zuständig ist. Das Institut in Qingdao beobachtet Kryptowährungen und Blockchains und hat nun den mittlerweile 11. „Global Public Chain Technology Evaluation Index“ veröffentlicht. Dieser bewertet 35 öffentliche Blockchains aus einer technischen Perspektive.

Die Ergebnisse sind, um es vorsichtig auszudrücken, noch überraschender als beim ersten Ranking, das im Mai 2018 veröffentlicht wurde. Auf dem ersten Platz ist EOS mit 155,7 Punkten, gefolgt von Tron mit 146,7 und Ethereum mit 142,8 Punkten. Dann gibt es eine kleine Lücke, und es folgen BitShares mit 110,7, Nebulas mit 108,6 und Ontology mit 107,7 Punkten. Über der hunder-Punkte-Marke sind weiter NULS, GXChain, NEO, Steem, Waves, Lisk, Stellar und Komodo. Bitcoin ist mit 99,4 Punkten auf dem 15. Platz, Ripple auf dem 18., IOTA auf dem 24., Bitcoin Cash auf dem 31. und Litecoin auf dem 32. Platz.

Überraschend ist nicht nur, dass EOS und Tron die Spitzenplätze belegen und Bitcoin so weit abgeschlagen ist, sondern auch – und vielleicht vor allem – dass einige Währungen, die wie Nebulas, NULS und GXChain weitgehend unbekannt sind, so weit oben liegen. Bevor man dem Institut aber unterstellt, die Lieblings-Shitcoins seiner Mitarbeiter zu bewerben, sollte man sich mit den Kriterien des Rankings beschäftigen. Eventuell gibt es schlicht etwas, das wir noch nicht wissen.

Das Ranking bewertet die Kryptowährungen nach drei Kriterien: Basistechnologie, Anwendungen und Innovation. Die Basistechnologie bewertet dabei die grundlegende Technik hinsichtlich Funktion, Leistung, Sicherheit und Dezentralisierung. Sie macht 64 Prozent des Gesamtindexes aus. Diese Gewichtung könnte erklären, weshalb die in der Marktkapitalisierung weitgehend unbedeutenden Coins Nebulas (41 Mio. Dollar), NULS (39 Mio. Dollar) und GXChain (60 Mio. Dollar) so prominent vertreten sind: Sie sind – soweit ich es beurteilen kann – technisch recht weit fortgeschrittene Blockchains. GXChain etwa nutzt lange entwickelte Technologien wie Graphene und Delegated Proof of Work, um einen Datenaustausch und einen dezentralen Markt durch eine Blockchain zu betreiben; NULS ist ein modulares Netzwerk individueller Blockchains, um eine große Menge Smart Contracts zu prozessieren; und Nebulas eine Plattform, die Anreize für die Entwicklung dezentraler Anwendungen (DApps) stellt und damit offenbar gar nicht so unerfolgreich ist.

Upgrades wie die Constantinople-Hardfork von Ethereum oder die Protokoll-Upgrades von Monero werden hinsichtlich der technologischen Basis positiv aufgefasst, wie auch Bitcoin Cash durch die Hardforks ein besseres Ranking bekommt als Bitcoin. Etwas fraglich ist allerdings, weshalb Litecoin exakt dieselbe Punktzahl erhält wie Bitcoin Cash, und ob es gerechtfertigt ist, Bitcoin selbst die schlechteste Note zu geben. Hat wirklich jeder Coin da draußen eine bessere technische Basis als Bitcoin?

Mit weiteren 20 Prozent im Ranking schlägt das Gebiet Anwendbarkeit auf. Dies betrifft „die umfassende Unterstützung der Blockchain für praktische Anwendungen.“ Da unter anderem Bitcoin Cash hier deutlich mehr Punkte hat als Bitcoin, Stellar mehr als Ripple und Zcash mehr als Litecoin, kann man annehmen, dass es nicht um praktische und reale, sondern um theoretisch mögliche Anwendungen geht.

Das letzte Kriterium ist die Innovation. Hierzu gehören „die Größe der Entwickler-Gemeinschaft und die Aktualisierungen des Codes.“ In diesem Feld liegen Bitcoin und Ethereum, die beide die größe Entwickleraktivität auf sich konzentrieren, vorne, gefolgt von EOS und Litecoin. Coins wie NEM und Ethereum Classic hingegen haben hier extrem niedrige Punktzahlen, weil die Entwicklung offenbar weitgehend brach liegt.

Kategorien wie Zensurresistenz spielen bestenfalls als Teilaspekt von Dezentralisierung eine Rolle. Dinge wie die Anzahl der Transaktionen, die Marktkapitalisierung, das Handelsvolumen, die Menge verfügbarer Wallets sowie die generelle Infrastruktur scheinen dagegen vollkommen irrelevant zu sein. Damit wirkt die Analyse des CCID so, als würde sie im weltfremden Elfenbeinturm der reinen Wissenschaft erstellt worden sein. Sie gibt nicht das wieder, was auf dem Markt passiert und vernachlässigt Netzwerkeffekte – aber vielleicht lenkt sie ja den Blick auf Blockchain-Projekte, die tatsächlich recht interessant sind.

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FATF fordert eine strengere Regulierung virtueller Anlagendienste

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Die Financial Action Task Force (FATF) – eine zwischenstaatliche Organisation, die für Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung gegründet wurde – setzt noch konsequenter auf die Regulierung und Überwachung von Dienstleistungssanbietern für digitale Vermögenswerte. Konkret hat die FATF schon an einer Interpretationsnote gearbeitet. Diese definiert, wie die FATF-Standards auf Aktivitäten oder Operationen mit virtuellen Assets anzuwenden […]

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Japans Plattform Taotao startet Kryptohandel im Frühjahr

Über eine Tochterfirma ist der japanische Yahoo-Dienst an einer Kryptobörse beteiligt. Taotao will am Mai den BTC- und ETH-Handel ermöglichen.

Taotao plant den Marktstart ab Mai 2019

Während sich Google und einige andere Suchmaschinen recht schwer tun beim Thema Kryptowährungen, ist Yahoo! Japan sozusagen einen Schritt weiter. Wenn auch eher indirekt. Denn das Unternehmen hat mit der Tochter-Gesellschaft YJFX, die ist im Besitz von etwa 40 % der Anteile an der Börse Taotao ist. Die besagte Krypto-Plattform wiederum war vormals unter dem Namen BitARG am Markt vertreten. Yahoo! Japan-Tochter hatte den Kaufplan über die Tochter schon vor rund 12 Monaten publik gemacht. Im Mai dieses Jahres soll es nun also so weit sein. Im ersten Schritt will die japanische Börse für den Kryptohandel auf einige der momentanen „Klassiker“ der Branche setzen. Über die Pläne von Yahoo Japan hatten wir vor rund einem Jahr berichtet.

Börse will sich anfangs auf Basics beschränken

Die beiden handelbaren Währungen sollen Ethereum und der Bitcoin sein. Damit hat die Plattform für den Start eine ähnliche Entscheidung wie viele Mitbewerber Markt getroffen. Inwieweit Erweiterungen des Handelsmodell für die nahe Zukunft angedacht sind, ist nicht klar. Eine Grundlage wird darüber hinaus der Margenhandel mit drei wichtigen anderen Coins sein. Diese sind Bitcoin Cash auf der einen Seite sowie Ripple und Litecoin auf der anderen Seite. Auch wenn die Plattform an sich für den Handel erst im Mai 2019 die Türen öffnen wird, besteht den Medienberichten aus dem Umfeld der Börse schon jetzt die Möglichkeit, zur Kontoeröffnung „Early Bird“-Kunden dürfen sich Hoffnung auf ein Willkommenspräsent machen.

Steigende Regulierungs-Anforderungen in Japan

Ein Vorteil der Taotao-Börse ist aus Sicht vorsichtiger Nutzer in spe, dass das Unternehmen eine Zulassung für Japans Markt von behördlicher Seite vorweisen kann. Der Schritt lag nahe, denn Japans Regierung will schon seit längerem (nicht zuletzt aufgrund von Cyberkriminalität und Hacker-Attacken auf mehrere Börsen des Landes) endlich eine umfassende Regulierung und Kontrollmechanismen schaffen. Zuletzt waren entsprechende Pläne verabschiedet worden, die sich nicht zuletzt auf den besagten Margen-Handel beziehen.

Featured Image: Von William Potter | Shutterstock.com

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Russland: Swift-Alternative genehmigt, Krypto-Gesetz aber auf April verschoben

Coincierge.de – Aktuelle Krypto-News

Letzte Woche fanden im russischen Unterhausparlament zwei sehr unterschiedliche Ereignisse statt. Beim ersten genehmigte die Staatsduma die internationale Nutzung eines Swift-ähnlichen Finanznetzwerks, um die Risiken westlicher Sanktionen zu beseitigen. Andererseits wurde die Lesung des Entwurfs für das Krypto-Gesetz auf April verschoben. Neues System für Finanznachrichten Anatoli Aksakov, Leiter des russischen Bankenverbandes und ein Finanzausschuss der […]

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