Ryan Taylor prophezeit Kryptowährung der Zentralbanken

In einem Gespräch mit dem Cointelegraph auf der Money 20/20 Konferenz gab der CEO der Dash Core Group, der Firma rund um die Kryptowährung Dash, seine Prognose zu der Entwicklung von Kryptowährungen ab. Seiner Meinung nach werden Zentralbanken in Zukunft ihre eigenen Kryptowährungen hervorbringen. Damit würde das dezentrale System der Blockchain jedoch in Frage gestellt werden, da die Banken erneut die führende Stelle sein würden. Könnte sich die Prognose von Ryan Taylor bewahrheiten und welche Auswirkungen hätte dies auf den Handel mit Kryptowährungen und die Finanzwelt? 

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Geben Zentralbanken bald Kryptowährungen aus?

Die Zukunftsvorstellung von Ryan Taylor ist eindeutig. Er glaubt fest daran, dass Zentralbanken in naher Zukunft ihre eigenen Kryptowährungen auf den Markt bringen werden. Gleichzeitig sagt er jedoch, dass es von den Nutzern selbst abhängen wird, welche Währungen sie unterstützen oder als Zahlungsmethoden in Anspruch nehmen werden. Somit liegt es immer noch in der Hand der Käufer, ob sie staatliche Währungen unterstützen wollen. Und auch die Börsen und Broker wie eToro haben einen starken Einfluss auf den Ruf und damit die Kursentwicklung einer Kryptowährung, da Kunden auf ihre Expertenmeinung vertrauen.

Derzeit wird vor allem die Währung Bitcoin von vielen Unternehmen als Online-Zahlungsmittel akzeptiert – mit ein Grund, weshalb immer noch viele Anleger in Bitcoin investieren und vor allem auf den Marktführer setzen. Dies könnte sich aber durch ein Eingreifen der Banken entscheidend verändern. Taylor sieht darüber hinaus auch positive Aspekte an der Gründung eigener Kryptowährungen, denn allein die Alternativen zum traditionellen Bankensystem seien ein Schritt in die Zukunft. Trotzdem betont er, dass der freie Markt bessere Zahlungsmittel zur Verfügung stellt, als es die Regierung imstande ist.

Warum er so fest an die Zentralbank-Kryptowährungen glaubt, erklärt Taylor ebenfalls ganz einfach: So sollen natürlich auch die Regierungsbehörden dem Druck des Wettbewerbs unterliegen und sich früher oder später umorientieren müssen. Außerdem werden viele Regierungen schon bald selbst Anwendungsbereiche der Blockchain nutzen wollen. Er sieht hier aber keine besonders interessanten Innovationen von Seiten des Staates. Der freie Markt gewinnt also in Punkto Entwicklung.

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Regulierung des Krypto-Marktes

Taylor prophezeit außerdem, dass viele Länder schon bald stärkere Regulierungen für den Kryptomarkt bestimmen werden. Kleinere Länder  könnten damit schon bald anfangen, auch für die USA erwartet er ab Jahresanfang 2019 einige Bestimmungen. Länder wie der Iran hatten sich bereits zum Thema einer staatlichen Kryptowährung geäußert. Im Iran ist diese bereits in Planung, soll aber mit der iranischen Währung, dem Rial, verbunden sein. So sollen nicht nur Überweisungen ins Ausland erleichtert werden, sondern auch Sanktionen von dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump umgangen werden. In Venezuela ist Petro die offizielle Kryptowährung der Regierung. Diese sollte Probleme mit der Fiatwährung beheben, war bislang aber nicht sehr erfolgreich. Der Petro wird kaum genutzt und bietet dadurch auch keinen stabilen Kurs.

Das EU-Parlament brachte erst kürzlich eine Studie hervor, die besagt, dass Kryptowährungen von Zentralbanken eine gute Möglichkeit sind, den fehlenden Wettbewerb in der digitalen Finanzbranche zu ergänzen. Japan hingegen zeigt sich von der Idee eher abgeneigt. Ein Leiter der Bank of Japan verkündete kürzlich, dass die Idee einer staatlichen Kryptowährung nur dann sinnvoll wäre, wenn die Fiatwährung des Landes abgeschafft werden würde. Ansonsten sieht die Bank das Herausgeben einer Kryptowährung nicht als erfolgreiches Unterfangen.

Der CEO von Dash ist sich sicher: Zentralbanken werden in Zukunft eigene Kryptowährungen herausgeben und Regierungen den Markt stärker regulieren. Ob dies nur Einschränkungen oder auch Vorteile bringt, bleibt abzuwarten!

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BREAKING: Bitcoin Börse BITSTAMP an koreanisches Gaming Unternehmen verkauft

Börse Stuttgart ICO-PlattformDie Bitcoin und Crypto Exchange Bitstamp wurde von NXMH gekauft, eine Tochtergesellschaft von NXC. Es wurde bestätigt, dass die Exchange Bitstamp von einer belgischen Investmentfirma aufgekauft wurde, die eine Tochtergesellschaft eines südkoreanischen Mischkonzerns ist. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben, laut Fortune betrug der Deal aber ungefähr 400 Millionen US-Dollar. Die Übernahmegerüchte kursierten schon seit […]

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Analyst Willi Woo: Bitcoin ist noch mitten im Bärenmarkt

Coincierge.de – Aktuelle Krypto-News

Willi Woo, ein führender Kryptowährungsmarktanalyst, stellte den Wert des Bitcoin Netzwerks (sprich die Marktkapitalisierung) dem täglichen US-Dollar-Volumen gegenüber, welches über die Bitcoin-Blockchain übertragen wird. Bitcoin Volume vs Network Value Ein Verhältnis zwischen diesen beiden Größen wird als “Bitcoin Network-to-Value-Ratio” (Bitcoin NV) bezeichnet und ist ähnlich wie das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) an Aktienmärkten. Ein hoher Bitcoin NV […]

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Warum die Reichen immer reicher werden – Buchempfehlung

Das neue Buch von Robert T Kiyosaki

Für alle die Rich Dad Poor Dad gelesen haben, ein absolutes Muss. Sie können auf Amazon bereits einen Blick in das Buch werfen und sich Ihre eigene Meinung bilden. Wir würden uns auch über Feedback in unsere Kommentarfunktion freuen.

Warum die Reichen immer reicher werden

4 Bewertungen

Warum die Reichen immer reicher werden

  • Robert T. Kiyosaki, Tom Wheelwright
  • Herausgeber: FinanzBuch Verlag
  • Taschenbuch: 320 Seiten

Zur Schule gehen, hart arbeiten, sparen, ein Haus kaufen, Schulden begleichen und langfristig investieren – das ist für viele der schlechteste Weg, um reich zu werden! Robert T. Kiyosaki weiß, wovon er spricht: In seiner eigenen Vergangenheit erlebte er, dass es sein hart arbeitender »Poor Dad« nie zu etwas brachte, während sein Mentor »Rich Dad« Geld für sich arbeiten ließ und zu großem Wohlstand kam.

Doch warum schaffen so viele Menschen den Schritt hin zur finanziellen Freiheit nicht? Weil die Reichen über DIE Art finanzielle Bildung verfügen, die es ihnen ermöglicht, erfolgreich zu sein. Und die Armen? Sie lernen in der Schule vieles – nur nicht, wie man mit Geld umgeht. Die traditionelle Schul- und Universitätsbildung ist dafür verantwortlich, dass selbst hochgebildete Menschen ein Leben weit unter ihren Möglichkeiten leben.

Was Bildung in Sachen Finanzen wirklich ist, wie Sie diese erlangen und für sich nutzen können, zeigt Kiyosaki in seinem neuen Bestseller.

Rich Dad Poor Dad

Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen

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Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen

  • Robert T. Kiyosaki
  • Herausgeber: FinanzBuch Verlag
  • Auflage Nr. 2 (14.11.2014)
  • Taschenbuch: 320 Seiten

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Vorstellung Forctis AG – Schweizer Blockchain Ecosystem

Hinweis: Dies ist ein Gastbeitrag von Marc Bettinger, dem „alten“ Altcoinspekulant!

Zunächst einmal vielen Dank an Lukas Fiedler für die Ermöglichung dieses Gastbeitrags. Dies ist mein erster Beitrag unter Klarnamen, nachdem ich vor fünf Jahren diesen Blog gestartet habe. Bei meinem letzten Gastbeitrag im August 2017 stellte ich das Modum Pre-ICO vor. Und aus Modum heraus hat sich im Laufe der Zeit etwas Spannendes ergeben, da ich seither mit dem Modum-Founder Marc Degen in Kontakt bin: Forctis AG. 

Die Geschichte von Forctis begann im Sommer 2017 als ich Eduardo Salazar (den jetzigen CEO von Forcits) dazu einlud, seine Ideen für ein ganz neues Protokoll dem „Altcoin Meetup Switzerland“ in Zürich vorzutragen. Ich muss gestehen, ich brauchte meine Zeit bis ich verstand, in wie weit eine Blockchain funktionieren würde, welche sich an der menschlichen DNA orientiert; das kam mir am Anfang sehr fantastisch vor. Gleichzeitig hat es mich in den vergangenen Jahren immer wieder gereizt und ich bin auch dafür belohnt worden, fernab ausgetretener Pfade neue Konzepte auszuprobieren. Nehmen wir die erste Full-PoS-Coin Nxt im Jahr 2013, oder IOTA seit dem Jahr 2015. Neue Konzepte, welche von großen Teilen der Community anfangs oft belächelt wurden, sich aber dann für risikobereite Investoren schlussendlich doch ausbezahlten. Eduardo und ich blieben in Kontakt und er erklärte mir noch einmal im Detail wie das neue Protokoll funktionieren würde, bis es irgendwann „Klick“ machte und ich die ganze Tragweite mit all ihren Möglichkeiten verstand. Im Dezember wurde mit acht Gründungsaktionären die Forctis AG in Wollerau als Schweizer Aktiengesellschaft gegründet um dieses Konzept in die Tat umzusetzen. Das Führungsteam besteht aus Eduardo Salazar, Marc Degen und meiner Wenigkeit. Zusätzlich ergänzt Isabelle Ganz als COO den Verwaltungsrat mit ihrem umfassenden juristischen Background. 

Vor allem ist es Eduardo zu verdanken, dass wir ein so großartiges Beraterteam für Forctis besetzen konnten. Ich würde sogar behaupten, dass wir damit eines der hochkarätigsten Advisory Boards der Branche haben. Dazu gehören: Dr. Quentin Stafford-Fraser, Dr. Ugo Panizza, Dr. Sergio Alvarez-Teleña, Prof. Hugo Scolnik, Dr. Anton Golub, Prof. Edward „Ted“ Castronova, Dr. Suresh Pillai, Prof. Nicolás Casariego, Urs Bolt, Iván Markmann, Prof. Luis Tonelli und Dr. Nicholas Verwilghen.

Wichtig auch zu erwähnen, dass es sich keineswegs nur um eine Ansammlung bedeutender Namen handelt, sondern jeder Advisor ein spezifisches Aufgabengebiet hat, abgestimmt auf sein jeweiliges Fachgebiet und den diesbezüglichen Nutzen für Forctis.

Was ist also die revolutionäre Idee? Es handelt sich hier nicht nur um eine sogenannte „Stable Coin“, sondern um ein komplexes System, welches versiertere Investoren ein „Fat Protcol“ nennen würden. Ich versuche euch unser Projekt in kurzen Worten zu erklären: Die Basis bietet eine durch Nodes verwaltete Token-Plattform: ARES. Dabei gibt es drei verschiedene Arten von Nodes: Main-Nodes, Feeder-Nodes sowie Sentinel-Nodes. Die Main-Nodes stellen als „Gewichtheber“ das Funktionieren der Plattform sicher und die Benutzer interagieren über das Protokoll mit Feeder-Nodes. Sentinel-Nodes haben eine Art Überwachungsfunktion und stellen sicher, dass innerhalb der Plattform alles regelkonform und reibungslos läuft. Der ARES Token kann als mathematische Repräsentation einer Proteinstruktur angesehen werden. Jede Faser in dem Token ist das Äquivalent einer sogenannten Doppelwendel. Das Ganze erlaubt einen modularen und damit vielschichtigen Aufbau. Im Endeffekt macht es diese Struktur möglich, dass sich in diesen „Fasern“ überlappend verschiedenste Informationen und auch Assets einlagern lassen, sowie horizontal wie auch vertikal. Diese Technik erlaubt es die maximale Effizienz und Skalierbarkeit zu gewährleisten. Die Länge des Token und damit auch der zu verbrauchende Speicherplatz, wird maßgeblich davon beeinflusst wie viele Informationen darin gelagert sind. Und dies ohne irgendwelche Side-Chains oder ähnliche Hilfslösungen nutzen zu müssen. Aber auch Geschwindigkeit spielt eine Rolle! Simulationen unseres Konzepts legen nahe, dass dieser Algorithmus um ein vielfaches schneller ist als aktuelle Blockchain Systeme und auch enorm skalierbar ist. Last but not least, ist die ARES-Plattform auch Smart-Contract-fähig und bietet somit alle Funktionen welches ein State-of-the-Art Crypto-Ecosystem leisten sollte.

Kommen wir nun zu GenS: GenS ist eine „Stable Coin“ welche einen Teil des ARES-Ecosystem darstellt, da GenS in die faserartige Struktur eingebettet werden wird. Wichtig zu sagen ist, dass es sich dabei ganz klar um ein anderes „Stable Coin“ Konzept als zum Beispiel bei Tether handelt. Es gibt hier kein Gegenparteirisiko und es werden hier auch keine USD Dollar auf irgendeiner Karibikbank (oder auch nicht…) verwahrt. GenS wird rein algorithmisch reguliert über die Nodes welche die Geldmenge regulieren. Unser Ziel ist dabei eine einfache und zuverlässige Lösung zu finden für weltweite Zahlungsströme. Ins Visier nehmen wir damit also Player wie Western Union oder Paypal. Die Preisstabilität wird dabei on-chain über sogenannte „Smart Nodes“ erfolgen, welche Marktsignale in einem Monitoringmodell verarbeiten werden und dabei entsprechend nach Bedarf die Geldmenge zu steuern. Ich nenne das ganze „Monetarismus auf der Blockchain“.

Natürlich wollen wir bei Forctis nicht in die Falle tappen und „Technologie der Technologie wegen“ zu entwickeln. Denn viele technisch versierte Protokolle bieten eindrucksvolle Funktionen, sind aber kaum benutzerunfreundlich und haben insgesamt gesehen einen verschwindend geringen praktischen Nutzen. Eines der Hauptziele von ARES und GenS ist es, in Entwicklungsländer Bevölkerungsschichten, die noch keinen Zugang zu Kreditinstituten haben, diesen Zugang zu ermöglichen. Werthaltiges Sparen aber auch der Übertrag von Kapital und tokenisierten Assets.

Unser CEO Eduardo Salazar, hat in der Vergangenheit sowohl für die Weltbank wie auch für die Interamerikanische Entwicklungsbank gearbeitet. Mit diesem Wissen, der Erfahrung und den guten  Kontakten, haben wir eine sehr gute Ausgangsbasis um entsprechende Pilotprojekte, zum Beispiel in Südamerika, zu starten, welche die Basis schaffen werden um mit dem gesamten Ökosystem live gehen zu können. 

Wie ihr alle wisst, brauchen Visionen Geld um in die Tat umgesetzt werden zu können – und da wir zum jetzigen Zeitpunkt kein ICO durchführen wollen, bieten wir hier einigen wenigen die Möglichkeit am Projekt mit allem was dazugehört, gleichberechtigt mit den Unternehmensgründern, als Aktionär zu partizipieren. Wir haben uns daher entschlossen den kleinen Kreis der Aktionäre aufzustocken. Minimum Ticketsize sind 50‘000 CHF oder Crypto (Bitcoin, Ethereum, IOTA oder Bitcon-Cash) in diesem Gegenwert.

Wir sind der Überzeugung, dass wir das Projekt mit ca. 1,5 bis max. 2 mio. CHF umsetzen können. Das heisst, die Möglichkeiten und Plätze für zukünftige Mitunternehmer sind beschränkt. First come, first serve. Aber ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn ich den einen oder anderen Leser dieses Blogs als zukünftigen Aktionär der Forctis AG begrüßen könnte!  Aus rechtlichen Gründen darf ich nicht weiter auf die Details der Kapitalerhöhung eingehen. Interessenten können sich aber hier registrieren und wir werden uns anschließend mit euch in Verbindung setzen. 

Fragen zum Projekt im Allgemeinen beantworten wir gerne, dazu eignet sich unsere Telegram-Gruppe am besten. Ein deutschsprachiger Bitcointalk-Thread wird zudem folgen (English version here). Auch lässt sich viel Material auf unserer Homepage finden. 

Vielen Dank für Euer Interesse!

-Marc Bettinger

Original source: https://altcoinspekulant.com/2018/10/29/vorstellung-forctis-ag-schweizer-blockchain-ecosystem/

Der bessere Stablecoin: BitGo und Partner kündigen für 2019 Bitcoin als ERC20-Token an

Alle reden von Sidechains, aber BitGo und zwei Partner machen einfach: Mit den Wrapped Bitcoin (WBTC) wollen die Firmen Bitcoins als ERC20-Token auf die Ethereum-Blockchain bringen. Das Projekt ist technisch fantastisch und hat wirtschaftlich ein großes Potential – ist aber auch politisch etwas gruselig.

Was für ein Projekt. Während derzeit eine Firma nach der anderen eine Fiat-Währung als sogenannten “Stablecoin” auf die Ethereum-Blockchain bringt, besinnt sich BitGo darauf, dass langfristig nicht der Dollar, sondern der Bitcoin die stabile Währung ist. Mit seinen Partnern Kyber.network und Republic Protocol hat die Firma nun angekündigt, Anfang 2019 die WBTC-Token zu launchen.

WBTC steht für “Wrapped Bitcoin” und meint ein ERC20-Token auf Ethereum, das einen Bitcoin repräsentiert. Das macht es möglich, mit Bitcoin alle Smart Contracts von Ethereum zu benutzen und Bitcoins auf den dezentralen bzw. vertrauenslosen Börsen auf der Ethereum-Blockchain zu handeln. Es ermöglicht es Bitcoins auf einen Schlag, Anteil an der Geschwindigkeit und Flexibilität von Ethereum zu haben. Für Bitcoiner ist das eine prächtige Nachricht.

Die Technologie ist relativ komplex. BitGo und seine Partner nehmen ein Bündel von Innovationen im Kryptoraum – Atomic Swaps, ERC-Token, Dezentrale bzw. vertrauenslose Börsen, Smart Contracts, Multisig, DAO und Sidechains – und bauen daraus ein Produkt, das, je nach Perspektive, wundervoll oder verheerend ist. Auf jeden Fall ist es groß.

Schauen wir uns an, wie es funktioniert.

Wie BTC in WBTC umgewandelt werden

Es wird mehrere “Händler” geben, bei denen man WBTC gegen BTC tauschen kann. Am Anfang sind Kyper.network und Republic Protocol diese Händler, aber andere Händler können sich registrieren lassen und stehen wohl auch schon in den Startlöchern. Jemand, der Bitcoins gegen WBTC wechseln will, muss zunächst die KYC-Prüfung der Händler durchmachen. Whitepaper und Website erwähnen das immer wieder. Dann schickt er die zu wechselnden Bitcoins an den Händler, der sie nun an den Treuhänder (“Custodian”) sendet.

Dieser Treuhänder wird BitGo sein. Die Firma verwahrt die Bitcoins auf Multisig-Wallets, deren Schlüssel offline und an verschiedenen Orten deponiert sind. Es ist für die Zukunuft möglich, weitere Treuhänder hinzuzufügen, aber für den Anfang wird es nur BitGo sein. Ausbezahlt werden können die auf diesen Wallets gelagerten Bitcoins nur gegen die Adressen der Händler, die in einer Whitelist geführt werden. Ich habe keine Ahnung, ob das technisch als Skript in einer Bitcoin-Adresse abbildbar ist. Es wäre auf jeden Fall ziemlich komplex, vor allem, wenn man die Whitelist später ändern möchte. Daher vermute ich, dass dies eher “offchain” umgesetzt wird.

Nachdem die Bitcoin-Transaktion vom Händler zu BitGo sechs Bestätigungen erreicht hat, initiiert BitGo die Schöpfung einer entsprechenden Menge WBTC. Dies geschieht, indem die Firma eine Transaktion an den Smart Contract von WBTC sendet. Ich vermute, auch diese Transaktionen werden durch eine Whitelist gefiltert, was mit Ethereum anders als Bitcoin relativ einfach umzusetzen sein dürfte.  Über den Händler bekommt der User schließlich seine WBTC.

Bitcoins für dezentrale Börsen

Danach kann man die WBTC wie alle Token auf Ethereum verwenden: Man kann sie in den Wallets für Ethereum speichern und überweisen, etwa im Browser-Plugin Metamask, und etwa auf dezentralen bzw. vertrauenslosen Börsen handeln.

Für die dezentralen Börsen ist dies ein Riesenvorteil, wie das Whitepaper erklärt: “Die Mehrheit des ERC20-Handels auf zentralisierten Börsen geschieht heute gegen BTC und nicht ETH. Die meisten dezentralisierten Börsen bieten aber nur den Handeln gegen ETH und nicht gegen BTC an. Wrapped Token können diese Lücke schließen und den dezentralisierten Börsen mehr Liquidität zufügen” . Das Projekt hat laut der Pressemitteilung bereits die Unterstützung mehrerer solcher Börsen, unter anderem von MakerDAO, Dharma, Airswap, IDEX, Compound, DDEX, RadarRelay und Gnosis. Es könnte recht schnell gehen, dass Bitcoin Ethereum als Leitwährung der dezentralen Börsen ablöst.

Auch weitere dezentrale Anwendungen, etwa Fonds oder Kredite, können von der größeren Liquidität durch BTC profitieren. Darüber hinaus erschließen die WBTC die Funktionalitäten von Ethereum für Bitcoin, etwa dass man mit einer Bitcoin-Transaktion an einen ICO-Smart-Contract direkt die neuen Token schöpfen kann. Insgesamt kann ein User fast alles, wofür er zuvor Ether, die native Währung von Ethereum, gebraucht hat, auch mit Bitcoins machen. Ether sind nur noch notwendig, um Gebühren für Transaktionen und Gas für Smart Contracts zu bezahlen.

Ökonomisch ist das ganze hochinteressant. Es führt die Funktionen, die Ethereum ermöglicht, der Währung Bitcoin zu, die der Währung Ether damit auf dem eigenen Spielfeld Konkurrenz macht. Man könnte sich vorstellen, wie Bitcoin Ether kannibalisiert, aber auch, wie Bitcoin-User plötzlich Ether kaufen müssen, um die Transaktionsgebühren zu bezahlen.

Wie auch immer: Zurück zur Mechanik der WBTC. Wie bekommt ein User seine WBTC wieder in echte Bitcoin gewechselt?

Von WBTC zurück zu Bitcoin

Dazu muss der Besitzer der WBTC erneut zu einem der Händler gehen. Er weist sich aus – das Whitepaper betont dies nochmal – und sendet die WBTC an den Händler; der verbrennt sie mit einer speziellen Transaktion, und sobald diese genügend Bestätigungen hat, gibt BitGo die entsprechende Menge an Bitcoin frei. Der Händler sendet sie an den User, vor oder nach der Freigabe durch BitGo.

Eine Alternative zu diesem Verfahren werden Atomic Swaps sein. Diese sind eine komplexe kryptographische Prozedur, um einen Interblockchain-Handel vertrauenslos durchzuführen. Dies involviert Hashes, Secrets und HTLC-Transaktionen (Hashed Time Lock Contract), ein wenig wie sie beim Lightning Netzwerk eingesetzt werden. Ein solcher Atomic Swap funktioniert aber nicht direkt zwischen dem User und dem Treuhänder, sondern benötigt ebenfalls die Händler als Mittelsmänner. Der Vorteil ist, dass die User dem Händler nicht vertrauen müssen, der Nachteil, dass es etwas länger dauert.

Eine DAO für die Händler

Als wäre das technische Fest, das BitGo und seine Partner veranstalten, noch nicht rauschend genug, führt das Whitepaper noch eine DAO ein. DAO ist die Abkürzung von Dezentrale Autonome Organisation. Es meint eine rein virtuelle Organisation, die ihre Geschäftsprozesse als Smart Contract formuliert, was gewährleistet, dass jede Aktion, die sie ausführt, in Einklang mit den einmal gesetzten Regeln bleibt, und dass dies auf der Blockchain jederzeit validiert werden kann.

Mit einer solchen DAO sollen Teile des Geschäftsprozesses der WBTC-Token organisiert werden. Die beteiligten Händler und Treuhänder werden automatisch Mitglieder der DAO. Um neue Mitglieder hinzuzufügen oder alte zu entfernen, muss eine bestimmte Anzahl an DAO-Mitgliedern eine Transaktion für einen Multisig-Contract signieren. Auf diese Weise soll eine Art Selbstverwaltung entstehen, die den Zugang zu den Scharnieren zwischen den Blockchains von Bitcoin und Ethereum reguliert.

Wie WBTC die Skalierungsprobleme von Ethereum lösen will

Natürlich ist BitGo und seinen Partnern klar, dass die WBTC ihre eigenen Probleme haben werden. Das Whitepaper preist zwar die schnelle Geschwindigkeit von Ethereum an, wo alle 15 Sekunden ein Block gefunden wird und eine Transaktion bereits nach fünf Minuten als sicher gilt; und es verkauft es auch als Vorteil, dass Börsen und andere Unternehmen dank der “Wrapped Token” in Zukunft nur noch einen Ethereum-Node brauchen, um beliebige Kryptowährungen zu akzeptieren.

Aber ihnen ist auch klar, dass Ethereum vor massiven Skalierungsproblemen steht. Im Januar 2018 sei Ethereum an ein Gaslimit je Block gestoßen, das sowohl durch Hardware als auch Software verursacht wurde. Es gibt zwar verschiedene Vorschläge für Lösungen, aber keine von ihnen ist marktreif. Daher gibt es immer wieder Perioden der Verstopfung, in der die Gebühren für Ethereum-Transaktionen hochschnellen. Ein bekanntes Beispiel war das Spiel CryptoKitties, das im Alleingang Ethereum beinah an den Rand des Kollaps gebracht hätte.

Unter diesen Umständen nun auch noch Bitcoin-Transaktionen auf die Ethereum-Blockchain zu laden, mit diesen Liquidität und Volumen auf die dezentralen Börsen zu bringen, und sie womöglich noch für Zahlungen zu benutzen, ist Wahnsinn. Der eine große Node für Börsen, der Ethereum-Node, ist schon jetzt eine Monströsität, die endlos synchronisiert, Ressourcen frisst, oft instabil wird, und dessen State immer weiter und weiter wächst. Für die meisten Börsen und Unternehmen mit überschaubaren Ressourcen ist es eher eine abschreckende Aussicht, anstatt der modularen Nodes für je eine Kryptowährung einen Supernode für alle führen zu müssen.

Aber: Das WBTC-Konsortium ist auch darauf vorbereitet. “Die Kollaboration von verschiedenen Institutionen in unserem Framework ermöglicht es uns, eine praktische Lösung umzusetzen, um die Kapazität zu erhöhen,” schreibt das Whitepaper. Und zwar soll dies eine “pegged Sidechain” sein, wofür eine bereits existierende Software (parity-bridge) von den DAO-Mitgliedern benutzt wird. Die Chain wird ein eigenes “Proof of Authority” Netzwerk bilden, das den “Aura Konsens-Algorithmus” benutzt.

Mit dem Kovan Testnet für Ethereum existiert bereits seit 2017 eine gut erprobte Blaupause für eine solche Chain. Durch Multisig-Verträge wird ein WBTC auf der Ethereum-Mainchain eingefroren und auf der DAO-Sidechain aktiviert. Als Validatoren der Blockchain fungieren die Mitglieder der DAO, die durch Transaktionsgebühren auf der Sidechain belohnt werden. So können die WBTC auf der Sidechain fröhlich hin und her transferiert werden, während sie auf der Mainchain stillzuliegen scheinen.

So grandios wie beunruhigend

Um all das also einmal zusammenzufassen: WBTC verwurstelt Atomic Swaps, Smart Contracts, ERC-Token, Sidechains und eine DAO, um Bitcoins auf die Ethereum-Blockchain zu bringen und dabei nicht nur die Skalierbarkeitsprobleme von Bitcoin, sondern auch von Ethereum selbst zu lösen. Bitcoins werden das können, was Ether können, aber sie skalieren dabei besser. Das ganze ist grandios – aber auch etwas beunruhigend. Man kann es nämlich auch anders formulieren: BitGo und seine Partner wollen, dass ihr eure echten Bitcoins gegen KYC-Token auf der Ethereum-Blockchain tauscht und später einmal auf eine private Sidechain einer DAO übersetzt.

WBTC ist ein interessantes, spanndes Projekt, es könnte die Funktionalität von Bitcoins erweitern, Bitcoin womöglich gar zur Leitwährung von Ethereum machen, und eine Menge Liquidität auf dezentrale Börsen bringen. Aber man sollte im Auge behalten, dass es dafür einige der wichtigsten Eigenschaften von Bitcoin selbst aufgibt.

Original source: https://bitcoinblog.de/2018/10/29/der-bessere-stablecoin-bitgo-und-partner-kuendigen-fuer-2019-bitcoin-als-erc20-token-an/

Ripple schnappt sich wichtigen Google Mitarbeiter & launcht auf weiteren Börsen

Ripple erweitert RippleNet um xCurrent und xVia, während die Kryptowährung mit Ethereum um den zweiten Platz auf dem Kryptomarkt kämpft.Ripple hat erst kürzlich einen führenden Produktmanager bei Google überzeugt, den Technologieriesen zu verlassen und in die Welt der Blockchain einzutreten. Amir Sarhangi, der für die Einführung von Googles drahtlosem Messaging-System namens RCS verantwortlich war, wurde als neuer Vice President of Products von Ripple eingestellt. Mit Sarhangi schnappt sich Ripple einen führenden Google-Mitarbeiter Sarhangi kam […]

Original source: https://base58.de/ripple-expandiert-mit-ehemaligen-google-mitarbeiter-und-2-weiteren-boersen/

Wrapped Bitcoin (WBTC) erscheint im Januar 2019 auf der Ethereum Blockchain

Im Januar 2019 soll ein neuer ERC20-Token auf der Ethereum-Blockchain eingeführt werden, der eins zu eins durch Bitcoin gedeckt ist. Kyber Network (KNC), Republic Protocol (REN) und BitGO haben sich dafür zusammengeschlossen und Wrapped Bitcoin (WBTC) entwickelt.

Bitcoin und Ethereum haben schon immer unabhängig voneinander gearbeitet. Während Atomic Swaps und Interoperabilitätsprotokolle seit einiger Zeit in der Entwicklung sind, ist die vollständige Kompatibilität zwischen Netzwerken, deren Code einander fremd ist, eine komplexe Aufgabe. Dieses Problem möchte das neue Projekt Wrapped Bitcoin (WBTC) lösen, indem es einen ERC20-Token, den WBTC, bereitstellt, der durch „physische“ Reserven von BTC gesichert ist und voraussichtlich an den Wert von Bitcoin gebunden bleibt.

Zu den Unternehmen, die hinter Wrapped Bitcoin stehen, gehören die dezentralen Börsen Kyber Network und Republic Protocol, sowie der Krypto-Verwahrer BitGo. Darüber hinaus unterstützen eine Reihe von Ethereum-basierten Projekten die Einführung des Token. Dazu gehören andere dezentrale Kryptowährungsbörsen und anderen Ethereum-Projekte, wie Airswap, Ddex, Hydrogen, Set Protocol, Compound, MakerDAO, Dharma, Prycto, Idex, Gnosis, Radar Relay und Blockfolio.

Auf der Webseite von Wrapped Bitcoin heißt es:

WBTC standardisiert Bitcoin auf das ERC20-Format und schafft so Smart Contracts für Bitcoin. Das macht es einfacher, Smart Contracts zu schreiben, die Bitcoin-Transfers integrieren. Das Ethereum-Netzwerk verarbeitet Transaktionen schneller als das Bitcoin-Netzwerk, sodass Bitcoin-Inhaber nicht mehr warten müssen. Mit WBTC ist der Wechsel von Bitcoin zwischen den Börsen viel schneller.

Ziel ist des Projektes ist es also den Nutzen von Bitcoin in der Art und Weise zu replizieren, dass BTC mit Ethereum interoperabel ist und somit dezentrale Anwendungen und Smart Contracts für Bitcoin bzw. dessen ERC20-Token-Repräsentation entwickelt werden können.

Loi Luu, Mitbegründer und CEO von Kyber Network sagte zu dem Projekt:

Diese Initiative wird die Liquidität von Bitcoin und das umfangreiche Smart Contract Developer Ökosystem von Ethereum zusammenführen. Anwendungen auf Ethereum wie dezentrale Börsen und Finanzprotokolle werden alle in der Lage sein, Bitcoin nahtlos zu nutzen und Bitcoin-Handelspaare zu schaffen, die bisher unmöglich waren. Gleichzeitig wird der Einsatz von Bitcoin durch dezentralere Anwendungsfälle wie Börsen, Kredite, Tokenzahlungen erweitert.

Da Wrapped Bitcoin (WBTC) eins zu eins durch Reserven in Bitcoin gedeckt ist, bedarf es eines Verwahrers. Dies wird BitGo als Hauptverwahrer sein, der eine Reserve von Bitcoins hält, um alle geprägten WBTC-Token, die sich im Umlauf befinden, auf der Ethereum-Blockkette zu sichern. Langfristig sollen weitere Depotbanken und Händler als Verwahrer dienen, um das Wachstum des Projektes zu fördern. Zu diesem Zweck soll eine dezentrale autonome Organisation (DAO) aktiviert und mit der Überwachung der weiteren Entwicklung des Projekts beauftragt werden. DAO-Mitglieder werden über zukünftige Entwicklungen und alle vorgeschlagenen Verbesserungen abstimmen und entscheiden können.

Davon unabhängig sollen die Reserven in Bitcoin über eine Webseite und alle Adressen der BTC für jedermann nachprüfbar sein.

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Original source: https://coin-hero.de/wrapped-bitcoin-wbtc-erscheint-im-januar-2019-auf-der-ethereum-blockchain/

11 Irrtümer von Nouriel Roubinis Kritik an Kryptowährungen vor dem US-Senat

Nouriel Roubini präsentiert vor dem US-Senat eine vernichtende Kritik an Kryptowährungen. Seine Worte sind gewitzt und gewetzt, doch er versteht offenbar nur teilweise, wovon er redet. Wir präsentieren 11 seiner Irrtümer.

Alles ist gut, wie es ist, und wer möchte, dass es in Zukunft weniger zentralistisch, weniger unfair, abhängig, überwacht und weniger unter Kontrolle der USA läuft, der ist rechtsextrem und ein Scammer. Etwa so könnte man zusammenfassen, was Nouriel Roubini vor dem US-Senat vor kurzem vorgetragen hat.

Der New Yorker Professor ist iranischer Herkunft, in der Türkei geboren, in Italien aufgewachsen und schließlich in die USA übergesiedelt. Er lehrt an einer New Yorker Universität und hat zuvor das Finanzministerium der USA beraten. Seit 2004 warnt Roubini vor dem Platzen der Immobilienblase und einer daran anschließenden Rezession, was ihm zunächst den spöttischen Spitznamen “Dr. Doom” eingebracht hat. Als sich seine Vorhersage schließlich bewahrheitete, wurde er berühmt und seine Meinung plötzlich hochgeschätzt.

Dementsprechend dürfte der US-Senat die Kritik an Bitcoin, Kryptowährungen undder  Blockchain-Technologie ernst nehmen, die Roubini vor kurzem vorgetragen hat. Seine Kritik liefert inhaltlich nichts fundamental neues, konzentriert die bestehende Kritik jedoch so gelungen in scharfen Worten, dass wir sie hier ausführlich diskutieren. Das Dokument mit seinem Vortrag liegt auf der Webseite des Senats vor, es umfasst 30 Seiten mit relativ großer Schrift.

Schon der Titel hat es in sich: “Krypto ist die Mutter aller Scams und (nun geplatzten) Blasen, während Blockchain die am meisten überhypte Technologie aller Zeiten ist, obwohl sie nicht mehr bietet als eine Datenbank.” Das ist ja mal eine Ansage. Schauen wir, wie Roubini sie erfüllt.

Blasen und goldene Worte

Zunächst einmal notiert er, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen Ende 2017 in einer extremen Blase waren. “Das erklärt, warum sprichwörtlich jedes menschliche Wesen, das ich zwischen Thanksgiving und Weihnachten 2017 getroffen habe, mich fragte, ob sie welche kaufen sollten.” Dies traf insbesondere auf wirtschaftlich ungebildete Menschen zu. “Betrüger, Schwindler, Kriminelle, Scharlatane, Insider und Marktschreier” haben ahnungslose Kleinanleger in eine Panik, etwas zu verpassen, geführt.

Eine vergleichbare Blase und einen vergleichbaren Absturz hätte es noch nie zuvor gegeben. Altcoins, die seit der Spitze der Blase 95 Prozent ihres Wertes verloren haben, als “Shitcoins” zu bezeichnen, sei tatsächlich eine Beleidigung von Kot, das einen guten und nützlichen Dünger abgibt.

Ich liebe Roubinis Formulierungen. Er ist ein Meister der polemischen Sprache, und bis hierhin kann ich auch zu weiten Teilen zustimmen: Es gab eine Blase, sie war irrsinnig, darin waren eine riesige Menge an Betrügern verwickelt, und wir wissen noch immer nicht, ob die Blase schon abgebaut ist oder ob das dicke Ende noch kommen wird.

In seiner nachfolgenden fundamentalen Kritik zeigt sich aber, dass er Bitcoin nicht so gut versteht, wie er meint, und unzähligen Fehler wiederholt, die seit fünf Jahren gemacht und widerlegt werden.

Irrtum 1: Bitcoin wird nicht als Geld genutzt

Um eine Währung zu sein, müsse Bitcoin “eine nützliche Recheneinheit sein, ein Zahlungsmittel und ein stabiler Wertspeicher. Es ist nichts davon.” Roubine behauptet, dass niemand Preise in Bitcoin setze, dass Bitcoin nicht als Wertspeicher tauge, und dass Bitcoin nicht als Zahlungsmittel verwendet wird.

Alle drei Aussagen lassen sich darauf herunterbrechen, dass Bitcoin nicht als Geld genutzt wird. Das ist falsch. Die Preise von Altcoins beispielsweise werden oft in Bitcoin angegeben, Bitcoin wird intensiv als Wertspeicher benutzt – und macht sich im Mehrjahresschnitt auch super als solcher – und eine Menge Leute verwenden Bitcoin als Zahlungsmittel.

Irrtum 2: Gebühren und Umweltschäden

Anschließend macht Roubini etwas, das man gemeinhin “FUD verbreiten” nennt: Er streut alternative Fakten. Im folgenden Satz sind gleich einige davon:

“Wenn jemand tatsächlich versuchen würde, Bitcoin zu benutzen, würde er auf große Probleme stoßen. Es ist so energie-intensiv (und damit umweltschädlich) herzustellen, und es hat so hohe Transaktionskosten, dass es nicht einmal Bitcoin-Konferenzen akzeptieren. 55 Dollar Gebühren zu bezahlen, um einen 2-Dollar-Kaffee zu kaufen, wird Bitcoin offensichtlich niemals zu einem Zahlungsmittel machen.”

Ok. Wo soll man anfangen? Erstens, ein hoher Energieverbrauch ist nicht automatisch umweltschädlich, weil es immer darauf ankommt, wie die Energie erzeugt wird. Man könnte sogar argumentieren, dass das Mining von Kryptowährungen Anreize setzt, um einen Überschuss an grüner Energie zu erzeugen – der notwendig ist, um vom “Backup” in Kohle und Atom wegzukommen.

Zweitens, Bitcoin-Konferenzen haben Bitcoin nicht deswegen nicht akzeptiert, weil die Transaktionskosten so hoch waren, sondern weil sie von professionellen Event-Agenturen veranstaltet werden, die zum Teil eben noch keine Bitcoins annehmen. Und drittens: 55 Dollar Gebühren gab es noch nie. Das ist einfach nur falsch.

Irrtum 3: Wissen, was mit Bitcoins gemacht wird

Aber Roubini weiß noch mehr. Etwa wofür die 200.000 bis 400.000 täglichen Bitcoin-Transaktionen genutzt werden. Eigentlich weiß das keiner, weil die Transaktionen pseudonym sind. Keiner kann es wissen. Aber Roubini erklärt dem Senat: “Bis heute, ist der einzige echte Nutzen von Bitcoin, illegale Aktivitäten zu ermöglichnen, etwa Drogenhandel, Steuerhinterziehung, Umgehung von Kapitalkontrollen oder Geldwäsche.”

Ist klar, und steht auch gar nicht im Gegensatz zu den Vermutungen, die Wissenschaftler äußern, nachdem sie die Blockchain-Transaktionen intensiv untersucht haben.

Irrtum 4: Inflation ist stabil, Deflation ist schädlich

Die Kritik der Kryptofans am Fiatgeld sei “Nonsens”, so Roubini. Das 2-Prozent-Inflations-Ziel der Zentralbanken habe zu einer Stabilität der Preise geführt, die durch die klugen Eingriffe von Notenbanken erhalten wird.

Dabei ignoriert er, dass auch eine Inflation von 2 Prozent dazu führt, dass diejenigen, die nur in Geld sparen können, im Lauf weniger Jahrzehnte dramatisch benachteiligt werden. Er ignoriert, dass Inflation immer zu einer Umverteilung von den “Geldsparern” zu den “Investoren” führt. Man schaue sich nur an, wie sich der Euro und der Dax seit 2008 entwickelt haben. Ferner ignoriert Roubinis Lob des Zentralbankgeldes, dass bisher noch jedes ungedeckte Geld über kurz oder lang vollkommen entwertet wurde.

Bitcoins “angeblicher Vorteil ist”, so Roubini, “auch seine Achilles-Ferse. Denn wenn es tatsächlich eine stabile Anzahl von 21 Millionen Einheiten hätte, würde dies es als Währung disqualifizieren. Dies führe zwangsläufig zu einer schädlichen Defaltion.

Warum es diese furchtbare Deflation nicht in Zeiten des Goldstandards oder der Edelmetallwährungen gegeben hat, lässt Roubini offen; ebenso verrät er nicht, weshalb eine deflationäre Währung schlechter als eine inflationäre Währung geeignet ist, um als Zahlungsmittel zu dienen. Weil die Menschen ihr Geld vorsichtiger ausgeben und damit nachhaltiger leben? Wäre es denkbar, dass eine deflationäre Währung der Ausweg aus dem Hamsterrad des Wachstums ist?

Irrtum 5: Altcoins sind Inflation

Tatsächlich aber, so Roubini, seien Kryptowährungen nicht deflationär. Mit den Forks von Bitcoin Cash und Bitcoin Gold hat sich die Anzahl der Einheiten erhöht. Dasselbe sei mit den Forks von Ethereum geschehen.

Roubini scheint hier etwas nicht zu verstehen. Die Anzahl an Bitcoins (BTC) hat sich durch die Fork von Bitcoin Cash ebenso wenig geändert, wie das britische Pfund durch einen Druck von türkischen Lira inflationiert. Es ist wirklich nicht so schwer zu verstehen.

Irrtum 6: Überwachung ist Revolution

“Die echte Revolution im Finanzwesen ist FinTech”, meint Roubini, “und sie hat nichts mit Blockchain oder Crypto zu tun. Die Finanzwirtschaft geht durch eine Revolution, die auf künstlicher Intelligenz, Big Data und dem Internet der Dinge gebildet ist.” Online-Zahlungsanbieter wie PayPal, Venmo oder Sqaure haben hunderte Millionen von Kunden, Milliarden Menschen nutzen ähnliche Services, wie Alypay, WeChat in China, UPI-Systeme in Indien, M-Pesa in Afrika.

Roubini feiert hier die existierende und sich verfeinernde finanzielle Überwachung, die mit allen verbreiteten bargeldlosen Zahlungsverfahren einhergeht, als “Revolution des Finanzwesens”, während er sein immenses polemisches Talent dafür einsetzt, Irrtümer über die einzige Alternative zu diesem Orwell’schen Geld zu verbreiten – über Kryptowährungen.

Dass Online-Zahlungsanbieter Millionen und Milliarden von Kunden haben, ist kein Grund zu feiern – es ist ein Grund, sich für Kryptowährungen einzusetzen.

Irrtum 7: Kryptowährungen skalieren nicht

Beim Thema Skalierbarkeit zeigt sich, was passiert, wenn jemand kein Experte ist, aber meint, er müsste es besser wissen als alle anderen.

Bitcoin “ist nicht skalierbar wegen seines Proof of Work (PoW) Mechanimus, der nur 5-7 Transaktionen je Sekunde erlaubt.” Es gäbe Versuche, durch ein Proof-of-Stake-System zu skalieren, das aber unweigerlich zu Zentralisierung führen wird. Eine Alternative sei es, zu skalieren, indem man verschiedene Altcoins anwendet, was aber, wie der Ökonom ohne weitere Gründe meint, “hochgradig ineffizient und unsicher ist”.

Diese Behauptungen von Roubini sind hahnebüchen. Die vielen existierenden Kryptowährungen stellen auf sichere und dezentrale Weise einen gewaltigen Überschuss an Transaktionskapazität bereit. Das Lightning-Netzwerk und der Stresstest von Bitcoin Cash zeigen, dass man eine PoW-Blockchain durchaus skalieren kann.

Irrtum 8: Ein Miner kann mit einem 51-Prozent-Angriff Coins stehlen

Anschließend erklärt Roubini, warum Kryptowährungen nicht sicher sind: Ein Miner-Oligopol kann “mit einem 51-Prozent-Angriff die der Blockchain unterliegenden Assets stehlen – in einigen Fällen mit einem Wert von Milliarden von Dollar.”

Mit dieser Behauptung argumentiert Roubini erneut auf Grundlager falscher Informationen. Ein 51-Prozent-Angriff ist nicht eben harmlos, aber man kann damit keine Coins stehlen. Punkt. Dass Roubini dies denkt, zeigt, dass nicht in der Lage ist, auch nur zu verstehen, welche Rolle verschiedene Kryptotechnologien – Hashes und Signaturen – bei Bitcoin spielen. Aber vermutlich interessiert es ihn auch nicht, da sein Urteil schon lange feststeht.

Irrtum 9: Pools sind nicht Miner

Danach kommt Roubini auf zwei für ihn wichtige Punkte: Erstens, “der Fakt, dass das Mining hochgradig in Oligopolen zentralisiert ist, die in zwielichtigen und unsicheren Jurisdiktionjen sind, wie China, Russland, Weissrussland und Georgien.” Der Ökonom möchte vermutlich, dass Mining nur an Orten ist, die die US-Regierung abgesegnet hat. Ob er auch dafür ist, Computer abzuschaffen, weil die Chips an zwielichtigen Orten wie China gebildet werden?

Seine Behauptung, dass Mining in Oligopolen zentralisiert ist, ignoriert, dass es einen Unterschied zwischen Minern und Pools gibt. Das ist ein häufiges Missverständnis, das es nun auch vor den Senat geschafft hat.

Irrtum 10: Fiatgeld ist sicherer als Bitcoin

Weiter bezweifelt Roubini, dass Kryptowährungen ebenso sicher sein können wie die existierenden Systeme. Denn diese haben eine Vielzahl an Schichten und Mittelsmännern, die zusammen für Sicherheit sorgen. Geld wird versichert, kann zurückgebucht werden, es gibt Abhebungs- und Auszahlungslimits. Bei Bitcoins kann man dagegen mit einem falschen Klick seine gesamten Lebensersparnisse verlieren.

Dass die Sicherheit der Banken einer Entmündigung der Kunden gleichkommt, verschweigt Roubini. Er sagt auch nicht, dass diese Sicherheit nur für elektronisches Geld und nicht für Bargeld gilt. Vermutlich ist in seiner Welt das Bargeld bereits abgeschafft.

Auch hier zeigt sich, dass der Ökonom sich zu wenig mit dem Thema beschäftigt hat, dass er vor dem Senat kritisiert. Kryptowährungen sind auf einigen Börsen versichert; man kann mit Multisig-Verfahren, Smart Contracts, TimeLocks, Seeds und vielem mehr ein vergleichbares Niveau an Sicherheit einrichten, wie es die Banken bieten – ohne die Banken zu benötigen. Um das zu erkennen, fehlt Roubini schlicht das technische Wissen.

Irrtum 11: Monetäre Unabhängigkeit hat nichts mit Rechtsextremismus zu tun

Roubini versteht offenbar nicht, weshalb monetäre Unabhängigkeit für viele einen Wert an sich darstellt. Ganz im Gegenteil. Für ihn sind die Anhänger von Kryptowährungen kurzerhand rechtsradikal.

“Die Blockchain-Ideologie ist aus derselben Mentalität geboren wie rechtsextreme Verschwörungen und linksextremer Anarchismus: Alle Regierungen, Zentralbanken, Gelder, Instititionen, Banken, Firmen, Entitäten, die sich über Jahrhunderte hin Reputation und Vertrauen aufgebaut haben, sind böse, zentralisierte Machtkonzentrationen, die zerstör werden müssen.” Die Vision, dass “Transaktionen ohne böse zentralisierte Institutionen verifiziert werden” nennt er einen “extreme rechtsradikale Ideologie”.

Möglicherweise sind wir hier im Kern von Roubinis Aversion gegen Kryptowährungen: Für ihn ist der Status Quo gut. Kritik am System, an den Banken und den Regierungen, die Vision, ein neues System zu bilden, das die Macht dieser zentralen Mittelsmänner beschneidet – das ist für ihn Verrat an der Demokratie, Verrat am einzigen System, das seiner Meinung nach weder rechtsextremer Verschwörungsmurks noch linksextremes Chaos ist.

Er begreift offenbar nicht, dass die monetäre Autonomie und Unmittelbarkeit, die in Bitcoin liegt, eine freiheitliche Ideologie ist – anstatt einer Verschwörungstheorie oder eines Extremismus.

Original source: https://bitcoinblog.de/2018/10/17/11-irrtuemer-von-nouriel-roubinis-kritik-an-kryptowaehrungen-vor-dem-us-senat/

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