Der Krypto Tagesrückblick vom 04.06.2018

Liebe Leser, der Krypto Tagesrückblick informiert Sie leicht verständlich über wichtige Neuigkeiten rund um die Krypto-Welt. Wie an jedem Dienstag haben wir hier unseren Krypto Tagesrückblick für Sie zusammengefasst:

Partnerschaft zwischen Ripple und Bank aus Kuwait

Ripple ging jüngst eine Partnerschaft mit dem Kuwait Finance House (KFH) ein. Das Kuwait Finance House (KFH) ist eine islamische Bank in Kuwait. Durch die Kooperation wird das KFH in der Lage sein, sichere und unmittelbare internationale Transaktionen anzubieten. Das wird über das RippleNet möglich, was weltweit bis zu 100 Finanzinstitute unter sich vereinigt. Bisher wurde noch nicht bekanntgegeben, ob die Bank für Transaktionen die Kryptowährung Ripple verwenden wird oder die Ripple xCurrent, für Abrechnungen in Fiatwährungen. Aktuell muss das Kuwait Finance House (KFH) noch auf die Zustimmung der Zentralbank in Kuwait warten, was aber als Formsache gilt. Dementsprechend ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Genehmigung erteilt wird.

Hafen in Abu Dhabi verwendet Blockchain

Ein Ableger von Abu Dhabi Ports, Maqta Gateway, entwickelte eine eigene Blockchain-Lösung für die Sektoren internationale Logistik und Handel. Abu Dhabi Ports ist ein Unternehmen, das maritime Industrie entwickelt. Die Blockchain-Plattform ist die erste Plattform in Abu Dhabi, die das Tracking von Gütern und die Abwicklung von Gütern ohne Dokumente in Papierform ermöglicht. Die Plattform wurde entwickelt, um eine Brücke zwischen Importeuren und Exporteuren zu schlagen. Das World Economic Forum (WEF) schätzt, dass durch die Verwendung der Blockchain-Technologie weltweit 20 % der Kosten für den Schiffstransport einsparen kann. Dabei handelt es sich schätzungsweise um eine Billionen US-Dollar. Das Projekt trägt den Namen „Silsal“, das arabische Wort für Kette.

Die Blockchain-Technologie verfügt über großes Potential in der Schifffahrt.

IOTA und das Projekt „Q“

IOTA veröffentlichte am 03.06.2018 mehr Informationen über das bisher geheim gehaltene Projekt „Q“. Das „Q“ steht dabei für „Qubic“ und bezeichnet ein Protokoll. Das Protokoll soll es zukünftig ermöglichen, Smart Contracts auf Basis des Protokolls betreiben zu können. Das Protokoll verwendet Oracle Maschinen, um Daten externer Quellen einzusammeln, sie zu analysieren und aufzubereiten, um vorher definierte Aufgaben erfüllen zu können. Bei den Daten handelt es sich um Aktienwerte, Temperaturen und persönliche Informationen. Bisher ist noch nicht bekanntgegeben worden, wann das Protokoll gestartet wird. Alles in allem arbeitet IOTA an einer Art Weltcomputer, der ungenutzte Kapazitäten verwenden wird. Das erinnert stark an die Vision von Ethereum.

SBI Group gründete Krypto-Börse

Die SBI Group ist ein Bankdienstleister aus Japan. Der Bankdienstleister startete eine eigene Krypto-Börse: VCTrade. Bisher bietet die Krypto-Börse den Handel mit der Kryptowährung Ripple an. Zukünftig soll der Handel mit Bitcoin, Bitcoin Cash und Ethereum folgen. Aktuell können ausschließlich Kunden auf der Börse handeln, die sich zuvor registriert haben. Da VCTrade mit Ripple zusammenarbeitet, ist es nicht ungewöhnlich, dass der Coin bisher die einzige Kryptowährung ist, die gehandelt werden kann. Die SBI Group ist einer der größten Finanzdienstleister in Japan. Yoshitaka Kitao, der CEO der SBI Group, will die Krypto-Börse in kürzester Zeit zur größten Krypto-Börse in Japan ausbauen.

Das war es wieder von uns. Schauen Sie morgen wieder vorbei!

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Blockchain & Kryptowährungen: 10 Prognosen für 2018

Die hier beschriebenen Prognosen sind persönliche Meinungen und keinesfalls als Anlageberatung zu verstehen. (aka “ich habe auch keine Ahnung, aber ich besitze eine Webseite, auf der ich meine Meinung publizieren kann”):

1. The Flippening wird 2018 stattfinden

Bitcoin wird am Ende des Jahres nicht mehr die Kryptowährung mit der höchsten Marktkapitalisierung und auch in anderen Metriken (Hashrate, Transaktionsvolumen, Handelsvolumen) nicht länger vorne dabei sein. Details zum aktuellem Status des ‘Flippening’ hat diese Website. Ob Bitcoin so viel verliert oder andere so stark aufholen, lasse ich mal offen…

2. Kryptowährungen mit Aktiencharakter gewinnen deutlich an Bedeutung

Aktuell haben Kryptowährungen vor allem das Ziel, entweder eine Währung zu sein (Bitcoin, Dash, Monero, …), oder sie sind “Utility Tokens”. Das heißt, man benötigt sie, um am jeweiligen Netzwerk teilzunehmen (zum Beispiel Ether und all seine Tokens). Die dritte Klasse haben 2017 noch keine große Rolle gespielt. Das sind Kryptowährungen, die einen Anteil an einer Firma oder einem Projekt darstellen und Gewinne / Dividenden an Anteilseigner ausschütten. 2018 wird sich das ändern. Beispiele für solche Kryptowährungen (oder besser “Krypto-Assets”) sind NEO (Anteile am NEO Netzwerk schüttet GAS als Dividende aus) oder KuCoin Shares (Anteile an der KuCoin Börse, die 50 % der Handelsgebühren ausschüttet).

3. Es gibt einen riesigen Skandal

OK, OK, diese Prognose ist eine sichere Wette… Kein Jahr vergeht ohne einen riesigen Skandal in der Kryptowelt (wobei … 2017 war verhältnismäßig ruhig). Skandalszenarien könnten sein: Eine große Börse wird gehackt oder verliert Funds, ein großer ICO oder eine zu zentralisierte Kryptowährung bereichert sich auf Kosten der Investoren.
Dieser Skandal reanimiert natürlich auch sofort wieder alle Kryptokritiker, die mit erhobenem Zeigefinger und “siehste, hab ich doch gleich gesagt”-Einstellung das Ende von Bitcoin & Co. einläuten wollen.

4. Coinbase wird mindestens fünf neue Währungen verfügbar machen

Coinbase hat bereits angekündigt, 2018 neue Währungen aufzunehmen. Ich prognostiziere, dass es mindestens fünf sein werden, dass Dash dabei ist und mindestens 2 Ethereum ERC 20 Tokens. Ripple dagegen bleibt außen vor. Denn meines Erachtens erfüllt Ripple nicht die selbst auferlegten Anforderungen.

5. Die ersten wirklich dezentralisierten Apps nehmen deutlich Fahrt auf

Die letzten zwei Jahre waren geprägt von Ideen und Visionen, an denen fleißig gearbeitet wurden. 2018 wird das Jahr, in dem dezentrale Apps einen kleinen Durchbruch haben. Ich denke da zum Beispiel an Augur und sein Prediction Market (schon ewig in Entwicklung) oder Openbazaar (dezentralisiertes ebay, das immer besser wird). Eventuell gewinnt auch eine dezentrale Exchange an Geschwindigkeit.

6. Die Blockchain/Krypto-Killer-App für den Mainstream ist immer noch nicht dabei

Die oben erwähnten Apps sind nach wie vor nur für “Early Adopters”. Die wirkliche Blockchain-Killer-App, mit der man Millionen auch nicht-technischer User erreicht, wird immer noch nicht dabei sein.

7. Die Bubble wird NICHT platzen

Trotzdem werden mindestens die Hälfte der Coins, die aktuell in den Top 100 sind, Ende des Jahres nicht mehr aufgeführt sein. Innerhalb der Top 10 werden ebenfalls 50 % durch neue Währungen ersetzt.

8. Das Darknet wendet sich komplett von Bitcoin ab

20 Euro Transaktionsgebühren und ein paar Stunden warten für ein paar Gramm Weed ist einfach nicht zu halten. Gute Wette auf den Ersatz ist (wie auch schon Christoph geschrieben hat) Monero.

9. “Casper” wird nicht in 2018 fertig

Ethereum plant eine große Umstellung von Proof-of-Work auf Proof-of-Stake (Projekt “Casper”), bei der Miner obsolet werden. Aufgrund der drastischen Änderung wird es sicher noch eine Weile dauern, bis das bereit für die Primetime ist –falls es überhaupt soweit kommt. In jedem Fall wird das einem großen Teil der Community zu riskant sein und einen Fork auslösen, der alles beim alten belässt.

10. Die “Big 5” wollen mitspielen

Mindestens einer der Big 5 (Microsoft, Google, Facebook, Amazon, Apple) wird sich deutlich zum Thema Blockchain positionieren. Ansatzweise macht das Microsoft ja schon. Mark Zuckerberg von Facebook hat ebenfalls angekündigt, dass er sich dem Thema “Dezentralisierung” annehmen möchte.

Ich bin gespannt! Anfang 2019 werde ich mir diese Prognosen (und auch die aus dem bitcoinblog, die mich hierzu inspiriert haben) nochmal vorknöpfen und bewerten: “komplett richtig” (+ 3 Punkte), “richtig” (+ 1 Punkt), “falsch” (- 1 Punkt) komplett daneben (- 3 Punkte). Wenn ich mehr als 10 Punkte habe, bin ich zufrieden :-)In jedem Fall wird es spannend werden in 2018. Was denkt ihr, was noch so passieren wird?

Cheerio,

Mike

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Bitcoin Private (BTCP) Fork: ZClassic und Bitcoin werden zu BTCP

Am 28.02.2018 um 17:00 Uhr UTC (18:00 Uhr deutsche Zeit) wird Bitcoin Private (BTCP) durch einen Hardfork auf der BTC-Blockchain sowie auf der ZClassic-Blockchain entstehen. Halter von Bitcoin und ZClassic erhalten jeweils ein Bitcoin Private pro Einheit. Somit werden bereits 20,4 (ca. 3 Mil. von ZCL und 17,4 Mil von BTC) von 21 Bitcoin Private Einheiten zum Start verfügbar sein.

Ich möchte in diesem Artikel nicht  detailliert auf Bitcoin Private eingehen. Hierfür gibt es bereits eine gute deutsche! Dokumentation auf der Webseite bzw. im englischen Whitepaper.

Was ist Bitcoin Private (BTCP)?

Bitcoin Private wurde von ZClassic-Gründer Rhett Creighton ins Leben gerufen. Bitcoin Private möchte primär die Features von ZClassic und die Bekanntheit von Bitcoin kombinieren. Zclassic selbst ist ein Fork von ZCash mit einigen Anpassungen. BTCP ist bemüht sehr communitynah zu agieren und legt einen Fokus auf eine faire, initiale Verteilung. Weitere Kernpunkte von BTCP sind:

  • Privatsphäre (zkSNARKs-Technologie)
  • Dezentralität
  • Schnelligkeit (Erhöhte Blockgröße gegenüber BTC)
  • Open-Source
Quelle: BTCP Whitepaper

Bitcoin Private versucht also die Probleme von Bitcoin anzugehen (Governance, Schnelligkeit, Mining, etc.) und kombiniert sie mit guten, getesteten Features (z.B. Privatsphäre). Das ein Hardfork von Bitcoin erfolgreich sein kann, hat letztes Jahr z.B. Bitcoin Cash gezeigt.

Wie erhalte ich Bitcoin Private?

Der wichtigste Teil: Wie stelle ich sicher, dass ich Bitcoin Private erhalte? Am einfachsten ist es seine Bitcoin bzw. ZClassic auf eigener Wallet mit Zugriff zum privaten Schlüssel aufzubewahren. Für Bitcoin habe ich hier einige Wallet dazu vorgestellt. ZClassic hat auch ein Electrum Wallet, welches auf der Homepage heruntergeladen werden kann.

Wer seine Coins auf der Börse hält, muss sich informieren, welche den Fork unterstützt. Einige Beispiele:

  • Kucoin unterstützt die Ausschüttung der BTC und ZCL Einheiten.
  • Bittrex unterstützt nur die Ausschüttung der ZCL Einheiten, aber keine BTC Ausschüttungen

Nach ca. 2 Tagen soll der Snapshot abgeschlossen sein und Bitcoin Private wird ausgeschüttet.

 

Disclaimer: Der Autor ist selbst in den angesprochenen Kryptowährungen investiert. 

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Gerüchteküche: Nein! Facebook kauft Coinbase nicht – Faktencheck

Wie wir berichteten, hat Facebook vor wenige Tagen bekanntgegeben, sein umstrittenes Verbot für Kryptowährungs-bezogene Werbung und Anzeigen teilweise aufzuheben. Insbesondere deshalb sind Gerüchte aufgekommen, dass Facebook daran interessiert sein könnte, die beliebte Kryptowährungsbörse Coinbase zu kaufen. Aber was ist an dem Gerücht dran? Der Faktencheck. 

Das erste Mal tauchte das Gerücht, dass Facebook tatsächlich Interesse am Kauf von Coinbase haben könnte, in einem Artikel des „The Economist“ auf. Allerdings lieferte der Autor in diesem Artikel keinerlei stichhaltige Beweise. Worauf beruhen dann die Gerüchte?

1. Facebook hebt Kryptowährungs-Anzeigen-Verbot auf

Der Social-Media-Gigant Facebook hat vorvorgestern angekündigt, sein absolutes Verbot von Kryptowährungs-Anzeigen zu beenden. Das Verbot wurde insofern gelockert, dass überprüfte Kryptowährungs-bezogene Anzeigen wieder erlaubt sind. ICO-Anzeigen werden hingegen weiterhin verboten bleiben.

Die Aufhebung des Verbots, welches im Januar angesichts der Befürchtungen eingeführt wurde, dass Anzeigen für Betrug verwendet werden, kommt allerdings nicht überraschend. Bereits im Januar hatte Facebook angekündigt, dass das Verbot aufgehoben werden könnte, wenn geeignete Wege und Mittel gefunden werden, um Betrugs-Anzeigen von seriösen Anzeigen zu unterscheiden.

Darüber hinaus sollte nicht unbeachtet bleiben, dass Facebook durch das Verbot, Einnahmen von zahlungswilligen und teils sehr potenten Krypto- und ICO-Projekten entgingen. Auch deshalb hatte Facebook an der Aufhebung des Verbots vermutlich ein starkes Interesse, unabhängig jeglicher anderer Gerüchte. Spätestens seit dem Cambridge Datenskandal sollte jedem klar sein, dass es Facebook nicht um den Schutz der Nutzer und deren Daten geht, sondern darum, einen möglichst großen Gewinn zu erzielen.

Insofern scheint die Aufhebung des Verbots aus unserer Sicht ein eher schwacher Indikator zu sein.

2. Facebook baut Blockchain-Team auf

Im vergangenen Monat kündigte das soziale Netzwerk an, dass es eine Blockchain-Abteilung gegründet hat. Wie wir berichteten, soll Facebook darüber hinaus auch an der Entwicklung eines Facebook Coins arbeiten, der als In-App Währung dienen soll.

Wie das Portal Cheddar herausgefunden haben möchte, plant Facebook die Integration einer Kryptowährung in seine Plattform. Die Informationen darüber sollen direkt aus dem Umfeld von Facebook kommen, welches mit den Plänen des Unternehmens vertraut ist. Allerdings sind dies nur Gerüchte. Konkrete Pläne, was Mark Zuckerberg mit einer dezentralen Kryptowährung auf Facebook anstellen möchte, sind bisher nicht bekannt.

Verwunderlich ist auch, dass Facebook in der alljährlich stattfindenden F8 Facebook Konferenz in San José, bei der alle Neuerung für das kommende Jahr vorgestellt werden, das Thema Blockchain und Kryptowährungen nicht genannt hat. Insbesondere deshalb liegt die Vermutung nah, dass Facebooks Arbeit an einer eigenen Blockchain und an einer Kryptowährung noch Jahre dauern könnten. Der Kauf eines Krypto-Unternehmens, wie z. B. Coinbase, wäre dabei natürlich eine einfache und schnelle Lösung, um in dem Markt Fuß zu fassen, ist letztlich aber auch nur ein sehr schwacher Hinweis. //pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js

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3. David Marcus  – Facebooks Blockchain Chef und Vorstandsmitglied von Coinbase

Chef der neuen Blockchain-Abteilung von Facebook ist der ehemaliger Facebook Messenger Chef, David Marcus, der sein bisheriges Projekt verlassen hat und offiziell dafür zuständig ist, zu erforschen, wie Facebook die Blockchain-Technologie verwenden kann. Interessanterweise ist Marcus auch bei der größten Kryptobörse der USA, Coinbase im Vorstand.

Ob die Beziehungen von Marcus aber aktiv genutzt werden, um einen Deal zwischen Facebook und Coinbase zu schließen, ist nicht mehr als ein Gerücht. Es mangelt an stichhaltigen Beweisen. Dennoch ist die Beziehung offenkundig.

4. Facebook vs. Dezentralität

Grundsätzlich muss sich aus unserer Sicht die Frage gestellt werden, ob das Geschäftsmodell von Facebook überhaupt mit der Blockchain-Technologie und dem dezentralen Ansatz vereinbar ist. Das gegenwärtige Geschäftsmodell von Facebook widerspricht allen Prinzipien der Blockchain und insbesondere der Datenhoheit jedes Einzelnen deutlich. Ohne die auf zentralen Server gespeicherten Nutzerdaten wäre Facebook nicht mehr viel wert.

5. Der Nutzen für Facebook

Facebook hat mehr als 2 Milliarden Nutzer, was bedeutet, dass ein Facebook Coin eine größere Reichweite haben könnte, als jede traditionelle Fiat-Währung. Innerhalb des Facbook-Ökosystems könnte der Coin als tatsächliche Währung dienen und nicht nur als Wertanlage oder spekulative Anlage. Mit Coinbase würde Facebook anderen Internet-Giganten, wie Google und Amazon folgen, die ebenfalls im Zahlungsdienste-Bereich aktiv sind.

Darüber hinaus sagen Experten, dass die Übernahme nicht nur den Wert und Nutzen von Facebook erhöhen könnte, sondern dass die Beteiligung des Technologie-Giganten den Kryptowährungsmärkten Legitimität verleihen würde. Ob an den Spekulationen aber wirklich etwas dran ist, bleibt abzuwarten. Für den Moment handelt es sich lediglich um ein Gerücht, welches auf sehr wenigen und nicht stichhaltigen Fakten beruht.


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Der rätselhafte Full Node von Ethereum

Ethereum kann verwirrend sein. Schon die Frage, wie groß die Blockchain ist – 100 Gigabyte oder ein Terabyte – stellt viele vor eine Herausforderung. Ebenso schwierig ist es, zu definieren, was ein Full Node ist, und zu erklären, wie man die Blockchain ausliest. Wir versuchen, mithilfe von Afri Schoedon von Parity ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Ethereum ist anders als Bitcoin und überfordert oft auch Leute, die man eigentlich für Experten halten sollte. Nichts zeigt dies so deutlich wie eine kurze Episode im Dauer-Propagandakrieg der Kryptoszene.

Und zwar hat jemand mit dem Pseudonym „StopAndDecrypt“ einen Artikel über Ethereum veröffentlicht, der den Titel trägt, dass die Blockchain mittlerweile größer als ein Terabyte sei. „StopAndDecrypt“ ist, muss man wissen, Moderator von r/Bitcoin – manche sagen dazu „Zensor“ – und tritt in vielen weiteren sozialen Medien als vehementer Streiter für die Sache Bitcoin Core auf. Sein Artikel läuft, wenig überraschend, darauf hinaus, dass Ethereum wegen der großen Blockchain dem Untergang geweiht und keine andere Währung als Bitcoin Core überlebensfähig ist. Oh, Wunder.

Die meisten in der Ethereum-Szene haben den Artikel relativ höflich kommentiert: Er sei im Detail absurd falsch, treffe aber den einen oder anderen Punkt. Die Blockchain sei mitnichten ein Terabyte groß – doch die hohe Datenlast mache Ethereum durchaus zu schaffen.

Das Thema hat einen Rattenschwanz an Fragen: Wie groß ist die Blockchain wirklich? Wie kommt man dazu, zu denken, sie sei ein Terabyte groß? Warum haben Ethereum-Nodes so viele verschiedene Modi, zu synchronisieren? Und wie sehr belastet die Datenmenge das Netzwerk tatsächlich? Afri Schoedon, Release-Manager von Parity, einer Ethereum-Node-Software, hat mir diese und andere Fragen beantwortet. Heraus kam eine Odysee in fünf Etappen.

I. Die Blockchain von Ethereum ist nicht mal halb so groß wie die von Bitcoin

Die Größe einer Blockchain ist einfach zu bestimmen: Sie ist die Summe aller Blöcke. Das ist ziemlich unkompliziert.

„Die Blockchain von Ethereum enthält alle Transaktionen. Das sind derzeit etwa 70 bis 80 Gigabyte. Wenn man sie heruntergeladen hat, kann man alles berechnen, was jemals passiert ist,“ erklärt Afri. Die Ethereum-Blockchain ist damit nicht – wie von StopAndDecrypt behauptet – größer als ein Terabyte, sondern in Wahrheit nicht mal halb so groß wie die von Bitcoin, die derzeit gut 170 Gigabyte auf die Waage bringt.

Laut den Statistiken von Etherstats.io gibt es etwa alle 15 Sekunden einen neuen Block, der maximal 25 Kilobyte groß ist. Damit wächst die Blockchain alle zehn Minuten um etwa ein Megabyte – also mit derselben Rate wie Bitcoin.

Soweit ist alles überschaubar.

II. Einen Node synchronisieren

Afri Schoedon.

Auch die erste Synchronisierung eines Nodes ist relativ einfach erklärt: Sowohl bei Bitcoin wie bei Ethereum lädt der Node die Blockchain herunter, Block für Block, und errechnet daraus einen Zustand. Bei Bitcoin heißt dieser UTXO-Set, bei Ethereum State.

Das UTXO-Set ist lediglich eine Art Liste mit Münzen, die noch nicht ausgegeben sind. Um es aufzubauen, muss der Node es Block für Block ausrechnen: Jede Transaktion vernichtet eine Münze und schafft eine neue. Auf diese Weise aktualisiert ein Node das UTXO-Set vom Genesis-Block bis in die Gegenwart.

Der State von Ethereum ist anders. Komplizierter. „Er enthält die Balance oder den Zustand von unter anderem jedem Smart Contract,“ erklärt Afri. Smart Contracts sind wie Algorithmen in einem Computerprogramm, und ihr State das jeweilige Ergebnis. Bei einem Token-Contract kann es eine Liste mit Guthaben der Accounts sein, bei der DAO die Ergebnisse von Abstimmungen. Und so weiter.

Aufgebaut wird der State aber auf diesselbe Weise wie ein UTXO-Set: Block für Block, bis man in der Gegenwart angekommen ist. Wenn ein Ethereum-Node synchronisiert, kalkuliert er den State mit jedem Block neu. Die Zwischenergebnisse – die historischen States – „sind nur wichtig, um den neuen State zu berechnen. Gewöhnlich wirft man die weg. Es gibt kaum Anwendungsfälle, bei denen man einen alten State braucht.“

Genau das macht ein “ganz normaler” Ethereum-Node: Er lädt die Blockchain herunter, kalkuliert im Arbeitsspeicher für jeden Block einen State, aber speichert nur den aktuellen. Je nach System dauert es 12 Stunden bis eine Woche, bis er damit fertig ist. Das Performance-Geheimnis für das Synchronisieren ist, so Afri, „ein möglichst großer Cache und möglichst viel Arbeitspeicher.“

III. Woher kennt der Node die Geschichte einer Adresse?

Da ein Node sowohl bei Bitcoin als auch bei Ethereum nur die Blockchain und den Endzustand speichert, ist es nicht ganz trivial, die Historie zu erfahren: Woher weiß der Node, welche Transaktionen mit oder zu einer Adresse ausgeführt wurden, wenn sie nicht mehr Teil des aktuellen Zustandes sind?

Die einfachste Variante ist, wenn der Node es „miterlebt“: wenn er die Adresse schon kennt und eine Zustandsänderung durch einen neuen Block erfährt. Dann weiß er, wonach er schauen muss, und speichert die relevanten Informationen in der Wallet-Datei. Aber was, wenn man die Adressen noch nicht hat, sondern später importiert? Bei dieser Frage zeigen sich die Unterschiede zwischen einem Node bei Bitcoin und Ethereum.

Bei Bitcoin gibt es zwei Möglichkeiten: Erstens, der Node reindiziert die Datenbank. Dies passiert, wenn man etwa einen privaten Schlüssel einspielt. Das Programm sucht dann in der Blockchain nach den entsprechenden Transaktionen. Einige Minuten später hat es die Historie der Adresse. Zweitens kann man den Node mit der Flagge „–txindex=1“ starten. Dann schreibt er während der Synchronisierung eine Liste mit Transaktionen. Das braucht einige Gigabyte zusätzlichen Speicher.

Bei Ethereum ist beides möglich – theoretisch. Praktisch wird es dadurch erschwert, dass es kein UTXO-Set gibt, sondern nur „Accounts“. Sie können sich das so vorstellen, dass ein Guthaben bei Bitcoin ein Eimer voller Münzen ist, die jeweils ihre Herkunft eingeprägt haben, während es bei Ethereum ein Eimer Wasser ist, von dem man lediglich den Pegel erkennt. Dieser Pegel kann durch normale Transaktionen verändert werden, aber auch durch die Ausführung von Smart Contracts. Dies macht es schwieriger, die vergangenen Ereignisse in der Blockchain zu finden.

Theoretisch ist es möglich, die Historie von Accounts auf Abruf zu rekonstruieren. Aber da kein Ethereum-Client diese Option hat, muss man es von Hand durch die APIs machen. Es geht aber auch einfacher: „Man kann auch alte Transaktions-Pfade sehen, indem man beim Synchronisieren die Option ‚–tracing on‘ aktiviert,“ sagt Afri, „dann speichert der Node die Ausführungsergebnisse der Transaktionen, was etwa 30-50% mehr Speicher braucht.“

IV. Warum es so schwierig ist, die Historie eines Smart Contracts nachzuzeichnen

Mit Tracing kann ein Ethereum-Node die Ergebnisse historischer Transaktionen nachschlagen. Würden wir von Bitcoin reden, wäre damit fast alles gesagt. Aber wir reden von Ethereum.

Afri erklärt, dass man mit Tracing nicht jeden Zustand von Smart Contracts rekonstruieren kann. Welchen State hatte ein ICO-Contract, nachdem 1.200 Leute teilgenommen haben? Welchen Zustand hatten Contracts wie von CryptoKitties bei einem bestimmten Block? Dies individuell nachzuprüfen ist sehr schwierig, vor allem, wenn mehrere Smart Contracts miteinander interagieren. „Um hier den State herauszufinden, reicht es nicht, einfach auf die Transaktionen zu schauen.“

Natürlich könnte man selektiv die States bilden, die man braucht. Aber das hat, so Afri, noch kein Client implementiert, und es ist sehr schwierig. Stattdessen kann man einen Node als „Full Archival Node“ (FAN) synchronisieren: der Node wirft die alten States nicht weg, sondern speichert sie auf der Festplatte. Das dauert ziemlich lang und braucht enorm viel Speicher. Man kann es sich so vorstellen, als würde ein Unternehmen nach jeder Transaktion – jeder verkauften Ware, jeder ausgeführten Gehaltszahlung – die komplette Bilanz neu ausrechnen und ausdrucken.

Für normale User, meint Afri, ist das unnötig. „Man braucht es nur, um rückwirkend den Zustand von Smart Contracts nachzuvollziehen. Ich sage immer, das brauchen nur Wissenschaftler, Strafermittler und Blockexplorer.“ Wer einen solchen FAN hat, kann in Echtzeit jede historische Zustandsänderung aller Smart Contracts abfragen.

V. Ein Terabyte fressender Monsternode

Ein FAN braucht mittlerweile mehr als ein Terabyte an Speicher. Afri schätzt, dass der Bedarf bis Ende des Jahres auf knapp zwei Terabyte anschwellen wird, und wenn Ethereum weiterhin so wächst wie derzeit, wird ein FAN in absehbarer Zukunft acht oder 16 Terabyte brauchen.

Für Hobby-User ist ein FAN schon jetzt zuviel. Erstens, weil es ewig und zwei Tage braucht, um ihn zu laden, und zweitens, weil eine SSD-Festplatte in der notwendigen Größe ziemlich teuer ist. Da ein FAN extrem viele Lese- und Schreiboperationen ausführt, ist der Verschleiß groß. Die Festplatte sollte mindestens einmal im Jahr gewechselt werden.

Sorgen, dass die FANs aussterben, macht sich Afri aber nicht. „Das Worst-Case-Szenario ist, dass es für Blockexplorer eben teurer wird. Es wird aber immer jemanden geben, der genügend Ressourcen hat, um so ein Ding laufen zu lassen.“ Was sind schon zwei 16-Terabyte-Festplatten im Jahr für ein lukratives Unternehmen? Die ersten 30-Terabyte-Platten sind bereits marktreif, 100-Terabyte-SSD-Festplatten stehen kurz vor dem Markteintritt. Die Anforderungen sind hoch, aber machbar.

Sorgen macht sich Afri daher auch eher um die normalen Full Nodes ohne das Archiv der historischen States.

VI. Dezentralität

Ein Full Node braucht bei Ethereum derzeit etwa 100 Gigabyte an Speicher. Das ist deutlicher weniger als ein Bitcoin Full Node. Allerdings frisst ein Full Node bei Ethereum viel mehr CPU-Leistung und Arbeitsspeicher als ein Bitcoin-Node und braucht länger, um zu synchronisieren. Der State ist eben komplexer als das UTXO-Set.

Aber derzeit ist noch alles in Ordnung. Ein Schwund an Nodes ist nicht feststellbar. Mit rund 17.000 Nodes mit offenen Ports hat Ethereum fast doppelt so viele Knoten wie Bitcoin. Einen Anlass, sich Sorgen zu machen, gibt es also noch nicht.

Wenn Ethereum jedoch weiterhin so wachsen wird wie bisher, wird die Größe eines Full Nodes in absehbarer Zukunft auf mehr als 500 Gigabyte anwachsen. Dies könnte, so Afri, eine Schmerzgrenze sein, ab der viele Hobbyisten ihren Full Node aufgeben. Die Schmerzen entstehen nicht nur durch den Speicherbedarf, sondern auch durch die anderen Faktoren, wie das Synchronisieren, die CPU-Belastung oder die Festplattenoperationen. Ein Full Node bremst schon heute viele Computer spürbar aus.

Die Alternative können für User „Warp-Nodes“ sein. Diese synchronisiert man bei Parity mit der Option „–warp“. Ein Warp-Node lädt sich von den anderen Nodes lediglich den State sowie eine bestimmte Anzahl der nachfolgenden Blöcke, standardmäßig 30.000, herunter. „Dank State-Trie-Root Hash im Block Header kann man nicht einfach einen falschen State bekommen. Es ist nahezu unmöglich, den zu faken.“ Für die Beträge, die Normalsterbliche empfangen und versenden, ist ein solcher Node mehr als ausreichend sicher. Zudem kann man durch einen Wechsel der Peers und die Anfrage bei verschiedenen Blockexplorern die Sicherheit weiter erhöhen.

Wie bei Bitcoin erfüllen Full Nodes in privater Hand bei Ethereum die Funktion eines Kontrollorgans. Wenn sie wegfallen, droht die Dezentralität von Ethereum zu zerbrechen, und die Kryptowährung könnte zum Spielball von Kartell-Interessen werden. Ab wann dies passiert, und wie schlimm es wirklich ist, ist jedoch eine Frage, über die man lange streiten kann. Besser wäre es jedoch, wenn es nicht nötig wäre, weil private Full Nodes weiterhin bestehen.

VII. Zukunft

Das Ziel der Ethereum-Entwickler ist es daher, die Full Nodes klein genug zu halten, dass sie von Hobby-Usern betrieben werden können, aber genügend Kapazität zu schaffen, um kein Wachstum abzublocken. Das ist sozusagen die Quadratur des Kreises, oder, wie Afri sagt, „der heilige Gral der Blockchain.“

Es ist „ein technisches Problem, auf das es viele theoretische und einige praktische Lösungsansätze gibt“: Erstens Sidechains, also dass man über Bridges andere Chains anbindet. Das gibt es schon, mit Loom und dem POA Network, steckt aber noch in den Kinderschuhen. Zweitens State Channels wie bei Raiden, was bedeutet, dass Transaktionen off-chain ausgeführt werden. Das gibt es schon als Prototyp, aber ist noch nicht so weit wie das Lightning-Netzwerk bei Bitcoin. Drittens wird an Sharding gearbeitet, was bedeutet, dass man die Chain aufsplittet.

All diese Lösungen sind noch einige Jahre entfernt, meint Afri. Er ist optimistisch, dass Ethereum so lange fortbesteht, findet aber auch, dass es knapp werden könnte. „Wir wollen ja nicht, dass nur große Firmen einen Knoten betreiben können. Es gibt derzeit noch keine Engpässe, aber es könnte in den nächsten Jahren kritisch werden.“

Original source: https://bitcoinblog.de/2018/06/29/der-raetselhafte-full-node-von-ethereum/

“Wann der nächste Hype um Bitcoin losgeht, ist noch nicht abzusehen. Doch bis dahin sollte Bitcoin seine Skalierungsproblematik mithilfe von Lightning in den Griff bekommen haben.”

Vergangenen Samstag fand in Berlin der zweite Lightning Hackday statt. Klemens Kilic, der Gründer vom Coin Kurier, war dort und hat einen Erfahrungsbericht dazu verfasst.

In der Früh machte ich mich auf den Weg nach Berlin zum zweiten Lightning Hackday. Bereits bei der Ankunft merkte ich rasch, dass es sich hierbei um keine herkömmliche Blockchain-Veranstaltung handelt, wo die Besucher erfahren, was denn dieser Bitcoin ist.

Jeder zweite Besucher trägt ein Shirt, das auf Bitcoin oder andere Blockchain-Projekte hinweist. Alle Stühle sind belegt, sodass meine Begleitung und ich auf dem Boden Platz nehmen müssen. Und bereits die einleitenden Vorträge machen deutlich, dass ein tiefschürfendes Verständnis der Lightning Technologie vorausgesetzt wird. Wie der Name der Veranstaltung schon verrät, handelt es sich hierbei also um einen wahren Lightning Hackathon: also um ein Event, dass vor allem dem Austausch über das aktuelle Entwicklungsstadium der Lightning-Technologie dient.

Credit: BunnyCat Productions

Der Hauptveranstalter, Jeff Gallas, bietet zu Anfang den Rednern die Möglichkeit, sich und ihr Referatsthema vorzustellen. Der Schwerpunkt der Vorträge liegt auf verschiedenen Entwicklungsbereichen der Lightning-Technologie, an denen aktuell gearbeitet wird. Aber auch eine Designerin für Lightning-Wallets und der Entwickler eines Lightning-betriebenen Smarties-Automaten sind anwesend.

Die Stimmung ist gelöst, munter und kreativ. Die Besucher haben die Möglichkeit, zwischen drei Räumen fliegend hin- und herzuwechseln, wo teils simultan Reden gehalten werden. Nur ein Raum davon ist durch eine Türe von den anderen abgegrenzt. Die anderen sind offen, wodurch man manchen Reden nur mit Mühe folgen kann, da sich im Hintergrund kontrovers ausgetauscht wird. Im Hinterbereich des Mainfloors sind Tische aufgestellt, wo sich Programmierer an Rasperry Pies austoben können.

Ich, die Transaktion, du, die Blockchain

Die Star-Gäste sind das Team von Lightning Labs – der wohl bekanntesten Firma im Bezug auf die Entwicklung der Lightning-Technologie. So bekannt, dass es von Jack Dorsey, dem CEO von Twitter, und weiteren Silicon Valley-Größen finanziell unterstützt wird. Das Team ist zur Zeit viel unterwegs, und Conner Fromknecht (dem Kopf für kryptographische Umsetzung von Lightning Labs) zufolge erst am Vortag aus Portugal angereist.

Der Punkt ist: Wann der nächste Hype um Bitcoin losgeht, ist zwar noch nicht abzusehen. Bis dahin ist es aber dringend nötig, dass der Bitcoin seine Skalierungsproblematik mithilfe von Lightning in den Griff bekommt. Zur Zeit ist Lightning noch in der Beta-Phase und noch nicht ausreichend geprüft, um vom Massenmarkt genutzt zu werden.

Bevor es ins Detail geht, wird die Lightning Technologie auf dem Mainfloor zunächst in seinen Grundlagen vorgestellt. Ein Rollenspiel soll dabei helfen. Ich selber unterhalte mich derweil und sehe nur aus den Augenwinkeln, wie das Rollenspiel mit sichtlich amüsierten Protagonisten seinen Lauf nimmt. Die Rollen sind wohl so aufgeteilt, dass sowohl die Blockchain, die Netzwerkteilnehmer und die Transaktionen verkörpert werden.

Danach wird der Mainfloor vor allem von Conner Fromknecht, Olaoluwa Osuntokun und Bryan Vu belegt – dem Team von Lightning Labs. Thema sind unter anderem AMP (Atomic Multi-path Payments), Multi-Hop Lock Paper und Watchtowers. Ich als jemand ohne Programmierkenntnisse muss an einigen Stellen abschalten. Anderen Punkten wiederum kann ich durch die Kenntnisse des Whitepapers folgen, und an einigen Stellen ergibt es sich sogar, dass ich ein paar Fragen stellen kann.

In der Mittagspause nehme ich mir eine Pizza vom Tresen und gehen nach draußen um frische Luft zu schnappen. Ich schlendere ein wenig durch die Straßen und lande auf der Museumsinsel, wo ich vor der Alten Nationalgalerie stehen bleibe. Die Sonne strahlt und rechts von mir spielt ein Gitarrist Knocking On Heavens Door. Mit Blick auf das Reiterstandbild Friedrich Wilhelms IV. denke ich darüber nach, mit welchen futuristischen Themen man sich heute auseinandersetzt, während man in der Zeit des Preußen-Königs froh war, einen Schlafplatz zu haben uns sich tagsüber mit Brot und Wasser zu nähren. Ich verwerfe den Gedankengang, schnipse dem Gitarristen ein bisschen Fiatgeld zu und drehe wieder um.

Das Team, das federführend an der Zukunft von Bitcoin arbeitet

Wieder beim Hackathon angekommen, schnappe ich mir eine kühle Fritz Kola und schaue mir den Smarties-Automaten genauer an. Das kleine Gerät erlaubt den Kauf von Smarties mit Bitcoin per Lightning. Es muss nur ein QR-Code gescannt werden und schon kann man mit ein paar Tausend Satoshis Smarties blitzschnell erwerben. Im Laufe der Veranstaltung kommt es immer wieder vor, dass der Automat während eines  Vortrags rotiert, Smarties auswirft und jemand vorsichtig zu ihm läuft, um sich seine Beute abzuholen. Zur Erheiterung trägt es zweifellos bei.

Mittlerweile ist auch Elizabeth Stark eingetroffen, die Co-Gründerin und CEO von Lightning Labs. Gemeinsam mit Conner berichtet sie vom aktuellen Entwicklungsstand, sowie von Problemen und Herausforderungen der Lightning-Technologie. Neben technischen Details thematisiert sie auch beliebte Fragestellungen: Was versteht man unter der Second Layer? Was ist die Third Layer? Warum ist die Kritik, Lightning führe zu Zentralisierung innerhalb des Netzwerks, unbegründet?

Elizabeth betont, dass die Begrifflichkeiten noch nicht ganz klar seien. Conner argumentiert, dass es am meisten Sinn ergebe, wenn man die Bitcoin-Blockchain als First Layer (erste Ebene), Lightning als Second Layer und alle darauf aufbauenden LApps (Lightning Applikationen) als Third Layer bezeichnet. Aber er räumt auch ein, dass die Semantik hier häufig verschwimmt.

Die Angst, Bitcoin würde durch das Lightning Network übers Hintertürchen zentralisiert werden, zerstreut Conner. Zwar ist es richtig, dass durch die Second Layer eine gewisse Zentralisierung der Transaktionsströme denkbar ist, allerdings wird der Wettbewerb hier verschiedene Knotenpunkte (Hubs) hervorbringen, wodurch der Markt eine Zentralisierung verunmöglicht. Im Gegensatz zu konventionellen Konten ist man außerdem immer Herr seines eigenen Geldes, weswegen keineswegs von Zentralisierung die Rede sein kann, so Conner. Die Befürchtungen seien daher unbegründet.

In einer abschließenden Rede spricht Elizabeth ihren Dank für all die interessanten Fragen aus. Sie unterstreicht noch, wie sehr sie sich der Verantwortung bewusst sei, dass ihr kleines Team federführend an der Zukunft Bitcoins arbeitet.

Im Anschluss machen sich die Besucher des Hackdays dann mit Öffis bzw. Taxis auf den Weg zum Room77, dem wohl bekanntesten Pro-Bitcoin-Restaurant Deutschlands. Die Toiletten sind zugekleistert mit Aufklebern vom Dogecoin, Monero, Bitcoin undsoweiter. Bier, Burger und interessante Gespräche haben mich dann sogar das WM-Spiel „Deutschland gegen Schweden“ ignorieren lassen, was nebenher auf einer Leinwand lief. Gezahlt wurde – natürlich – mit Bitcoin.

Original source: https://bitcoinblog.de/2018/06/28/wann-der-naechste-hype-um-bitcoin-losgeht-ist-noch-nicht-abzusehen-doch-bis-dahin-sollte-bitcoin-seine-skalierungsproblematik-mithilfe-von-lightning-in-den-griff-bekommen-haben/

Commonwealth Bank (CBA) macht sich der Geldwäsche schuldig

Die australische Commonwealth Bank (CBA) machte sich der Geldwäsche schuldig. Nun muss die Bank 530 Millionen US-Dollar an das Australian Transaction Report and Analysis Centre (AUSTRAC) zahlen. 

In Australien musste die Commonwealth Bank (CBA), eine der vier größten Landesbanken in Australien, der Australian Transaction Report and Analysis Centre (AUSTRAC) 530 Millionen US-Dollar Strafe zahlen, weil die Bank es über die letzten drei Jahre verpasste, verdächtige Transaktionen zu melden. In drei Jahren konnten 53,506 Transaktionen ausfindig gemacht werden. Hinzu kommen 778,370 Bank-Accounts, die sich im Zusammenhang mit Geldwäsche verdächtig verhalten haben. Insgesamt wurden 149 Berichte, über Geldwäscheaktivitäten nicht an AUSTRAC übersendet. Vertreter der Commonwealth Bank (CBA) machen dafür einen Error im Code einer Software verantwortlich. Die Bank stellt sich gegen den Vorwurf, Geldwäsche betrieben zu haben.

Im Nachhinein übernahm die Bank dennoch die Verantwortung und der CCE von CBA, Matt Comyn, entschuldigte sich für diesen Fehler bei der Community. Dieser Fall von Geldwäsche entfachte in den Medien eine neue Debatte darüber, ob über Kryptowährungen oder Fiatwährungen mehr Geld gewaschen werde. Eine Studie der Colombia University of Economics behauptet etwa, dass 50 % der Fiatwährungen für Drogengeschäfte oder Waffenverkäufe genutzt werde. Bei Kryptowährungen hingegen, so das US Senate Judiciary, sei es nur ein kleiner Prozentsatz der für illegale Aktivitäten genutzt werde.

Commonwealth Bank (CBA) wohl kein Einzelfall

Sollte die Einschätzung stimmen, dass 50 % des sich im Umlauf befindlichen Geldes für illegale Aktivitäten genutzt werden, dürfte die CBA wohl kein Einzelfall bleiben. Hier kommen Kryptowährungen wieder ins Spiel. Tatsächlich verfügen sie über das Potenzial, illegale Aktivitäten einzudämmen, weil sie nachverfolgbar sind. Zwar bieten Kryptowährungen wie ZCash oder Monero den eigenen Nutzern einen hohen Grad an Anonymität, doch der kann, einer Studie der Qatar University und der Hamad Bin Khalifa University zufolge, durch eine Wallet Adresse und eine Google-Suche stark reduziert werden. Aus dieser Perspektive sind Kryptowährungen nicht das Problem, sondern eher Teil der Lösung.

Quelle:

  • Bitcoinist

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Original source: https://www.krypto-magazin.de/commonwealth-bank-cba-macht-sich-der-geldwaesche-schuldig/

√Radix.

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Heute möchte ich ein neues aber dem ein oder anderem langjährigem Leser durchaus bekanntes Infrastruktur-Projekt vorstellen, welches sich nun mehr als fünf Jahre in der Entwicklung befunden hat. Der Kopf hinter dem Projekt forschte zunächst an einem neuen Blockchain Protokoll, verwarf es, baute erneut ein DAG ähnliches Konzept, verlor 900 BTC einer Funding Runde in einem Hack (die Investoren erhielten das Investment komplett von Dan Hughes zurück), startete erneut mit einem anderen Ansatz und tat dies alles, um das altbekannte Problem der Skalierbarkeit zu lösen. Jetzt ist Dan Hughes zurück als CTO des Projektes, welches sich in der Vergangenheit eMunie nannte: Radix.

In diesem Post möchte ich das Projekt selbst vorstellen, aber auch etwas detaillierter auf den komplett neu entwickelte Konsens-Algorithmus von Radix eingehen. Besonders letzterer ist meiner Meinung nach extrem wichtig zu verstehen, besonders im Hinblick auf die Vielzahl neuer Projekte, die alle behaupten, das Skalierungsproblem ein und alle mal gelöst zu haben.

Das Projekt

Seit das Development 2012 bei eMunie begonnen hat, wurde die die Zahl der Transaktionen pro Sekunde konstant nach oben geschraubt. Waren Anfang 2015 erst 200 und Ende 2015 1000 Transaktionen pro Sekunde möglich, so wirken diese Zahlen heute fast lächerlich. Mit dem Rebranding zu Radix Q3 2016 und dem neuen Konsensus Algorithmus „Tempo“ Mitte 2017 gab es einen Sprung auf 14000 Transaktionen/Sekunde. Aktuell wurden in Tests eine Milliarde Transaktionen pro Woche erreicht und die Zahl der Transaktionen pro Sekunde soll sich laut Roadmap noch dieses Jahr auf eine Million erhöhen. Sämtliche Tests werden dabei in einer Testumgebung durchgeführt und können in dem von Radix bereitgestellten Explorer verfolgt werden. Gänzlich ohne Transaktionsgebühr kommt Radix allerdings nicht aus – es wird eine Transaktionsgebühr von ca. einem Cent gegenwert angestrebt, während Micro-Transaktionen gratis sein sollen.

Zusätzlich zu diesem hohen Transaktionsvolumen pro Sekunde sollen ein paar spannende Features nach und nach veröffentlicht werden:

  • Smart Contracts sind mit eines der wichtigsten Features eines neuen Infrastrukturprojekts und sind mit Radix umsetzbar. Die Contracts sollen in einer neuen, JavaScript basierten, Programmiersprache namens Scrypto geschrieben werden. Zunächst soll die Sprache Ende diesen Jahres auf dem TestNet auf den Prüfstand, dann langsam auf dem Mainnet und schließlich Q2 2019 komplett und Turing complete freigeschaltet werden.
  • Wie schon im Ethereum Netzwerk, wird auch Radix ein Naming System einführen und so Radix Adressen mit „Text“ verknüpfen. Aktuell ist es so z.B im Ethereum Netzwerk möglich, statt eine lange Adresse Copy & Pasten zu müssen einfach die  Ether an den mit der Adresse verbundenen Namen wie z.B „altcoinspekulant.eth“ zu senden.
  • Weiterhin wird Ende diesen Jahres auch ein Development Kit zur Verfügung gestellt werden, welches es jedem selbst erlaubt, eine Radix EC-Karte zu erstellen. Dieses Video zeigt die Funktionsweise mit Hilfe eines Prototypen. Da geplant ist den Radix Token in naher Zukunft zu einem Stable Token umzubauen, könnte dies eine Schlüsseltechnologie werden und in der Kombination sehr viel tatsächliche Adaption bringen.
  • Zusätzlich muss noch erwähnt werden, dass Radix komplett ohne Proof of Work, Proof of Stake oder Masternodes auskommen wird und auch keine zentrale Node, wie es aktuell noch bei IOTA mit dem Coordinator der Fall ist, benötigt. Eine Radix Node soll auch auf einem Raspberry Pi laufen können.

Momentan arbeitet das Radix Team, welches aus 14 Personen (9 Developer) bestehend aus London heraus operiert, mit Hochdruck am geplanten Alpha Release, der am 19. Juni in London vorgestellt werden soll. Doch all diese Ziele wären ohne Tempo, den neuen Konsens-Algorithmus nur Schall und Rauch, weshalb dieser im Folgenden erklärt und beleuchtet werden soll – das ganze sieht dabei auf den ersten Blick nicht ganz einfach aus.

Tempo – Der neue Consensus Algorithmus

Tempo ist ein vollständig neu entwickelter Algorithmus, der sich der Sharding Technologie sowie eines Gossip Protokolls bedient. Sharding bezeichnet dabei eine bestimmte Datenbankpartitionierung (eine Aufteilung der Datenbank in mehrere Teile), während ein Gossip Protokoll eine Form der Kommunikation bzw. Datenverbreitung beschreibt (diese kann mit der Verbreitung von Gerüchten in der echten Welt verglichen werden – mehr dazu in diesem Wikipedia Artikel). Um weiter in die Tiefe gehen zu können, müssen an dieser Stelle zunächst ein paar fundamentale Dinge geklärt werden:

  • Ein Radix Netzwerk in seiner Gesamtheit wird als „universe“, also als Universum, bezeichnet.
  • Jedes Event in diesem Universum, sei es eine Transaktion oder eine Nachricht, wird repräsentiert durch ein Objekt, das sich Atom nennt. Alle Atome enthalten mindestens eine Adresse als Endpunkt, die aus einer Identität (z.B dem Private-Key des Empfängers) gewonnen wird.
  • Ein Atom kann entweder ein „Payload“ (Transport)-Atom in Form von z.B einer Nachricht an ein oder mehrere Personen, oder ein Transfer-Atom zur Übertragung von Eigentum sein. Atome können auch andere Atome enthalten, sofern diese dazu ausgelegt (programmiert) wurden.

Das Tempo Ledger, das dem Netzwerk zugrunde liegt, ist dabei eine verteilte Datenbank, die alle Atome eines Universums speichert. Eine Node kann wahlweise die gesamte globale Datenbank speichern oder nur einen Teil davon. Die einzelne Teile, in die die Datenbank aufgeteilt wird, werden Shards genannt. Die Menge an Shards, die existieren, wird bei der Erstellung eines jeden Universums festgelegt und kann anschließend nicht mehr verändert werden. Das Radix Mainnet soll aus mehr als 18 Quantillionen Shards bestehen und jede Node kann jederzeit entscheiden, welche einzelnen Shards sie lokal speichert.

Wie also kann man Transaktionen senden, wie werden sie bestätigt und wie gespeichert? Dazu muss man zunächst verstehen, wie in Radix „Besitz“ und eine Änderung dessen abgebildet wird und wie einzelne Transaktionen in eine logische Reihenfolge gebracht werden. Während bei Payload Atomen Besitz keine Rolle spielt, wird bei einem Transfer-Atom das Besitzverhältnis über sogenannte „Consumables“ geklärt. Ein Consumable ist quasi ein Stück Code, welches den derzeitigen Besitzer des Objekts über dessen Public-Key festlegt. Besitz wird dabei über eine Kette von diesen Consumables definiert. Um ein Objekt also mit Hilfe eines Atoms und einer Transaktion an jemanden zu senden und den Besitz an diesen abzutreten, muss der aktuelle Besitzer, nennen wir ihn Ernie, einen sogenannten „Consumer“ für das zu übertragende Objekt erstellen. Dieser Consumer enthält den Hash des Consumables, welches Ernie als den aktuellen Besitzer ausweist, sowie eine Referenz aus den Consumables sämtlicher Vorbesitzer. Das gesamte Konstrukt wird nun in einer Transaktion weitergegeben an den Empfänger, nennen wir ihn Grobi, welcher seinerseits erneut ein Consumable für das nun ihm gehörende Objekt erstellt und dieses in den Consumer des Objekts einfügt. Vereinfacht ausgedrückt: Ernie besitzt einen Kettenbrief in einem Briefumschlag. In dem Brief stehen alle Unterschriften der Besitzer chronologisch untereinander. Um zu zeigen, dass ihm aktuell der Brief gehört, schreibt Ernie seine Unterschrift auf ein Post-it und klebt dieses auf den Brief. Unter der letzten Unterschrift verweist er nun auf sein Post-it. Bei einem Transfer an Grobi wird nun das Post-it von Ernie entfernt und Ernies Unterschrift tatsächlich unter die anderen gesetzt. Grobi seinerseits verfährt nun wie Ernie zu Beginn. Das gesamte Verfahren muss man sich natürlich kryptografisch über Private-/Public-Key und Hashes gesichert vorstellen.

fig2-2
Bildquelle: https://papers.radixdlt.com/tempo/#transfers

Jetzt können wir uns dem eigentlichen Prozess der Transaktion widmen. Dabei ist es bei jeder Infrastruktur wichtig, dass sie einzelne Events bzw. Transaktionen in eine bestimmte Reihenfolge bringen kann, um so zu bestimmen, welches Event wann stattgefunden hat. Dabei spielt die tatsächliche Uhrzeit, wann eine Transaktion getätigt wurde, keine wirkliche Rolle. Viel wichtiger ist, die einzelne Transaktion in den Strom der Transaktionen einordnen zu können – also, ob eine Transaktion A vor oder nach einer Transaktion B getätigt wurde (mit wie viel zeitlichem Abstand ist dabei auch egal, lediglich das Ergebnis zählt). Bei Bitcoin wird dies über die Blockchain gelöst: Ist eine Transaktion A in einem Block vor einer Transaktion B, so wurde A vor B getätigt. In einem Radix Universum ist auch das, aufgrund der anderen Gegebenheiten, etwas komplizierter und wird erneut über verschiedene Mechanismen gelöst.

Zunächst hat jede Node ihren eigenen Zähler (vergleichbar mit einem Stromzähler), der, immer wenn diese Node eine neue Transaktion bzw. ein neues Event erhält (welches sie vorher noch nicht gesehen hatte), um eine Einheit nach oben gesetzt wird. Dieser Zähler wird als „Logical Clock“ bezeichnet. Beim Speichern eines Events in der lokalen Datenbank wird immer der aktuelle Wert dieser Logical Clock mit gespeichert. Anschließend muss man noch den Sinn hinter den Shards verstehen. Nehmen wir erneut an, dass Ernie ein Atom über eine Transaktion an Grobi senden möchte. Das Atom, welches Ernie senden möchte, liegt im Shard 1, während Grobis Zieladresse, die Ernie angeben muss, in Shard 3 liegt. Erinnert man sich, dass Sharing bedeutet, dass die Datenbank aufgeteilt ist und die Nodes entscheiden, welche Shards sie lokal speichern, so folgt daraus, dass die Transaktion von Ernie an Grobi nur für die Nodes von Relevanz ist, die entweder Shard 1, Shard 3 oder beide Shards lokal speichern. Bevor ein Event, bzw. eine Transaktion an sämtliche Nodes gesendet wird, muss diese Transaktion geprüft und bestätigt werden. Dieser Prozess involviert eine endliche, jedoch variable Anzahl (je mehr, desto weniger Diskrepanzen können im Netzwerk entstehen) an zufällig ausgewählten Nodes mit entsprechenden Shards und wird „Temporal Proof“ genannt. Konkret bedeutet dies, dass Ernies Node zunächst einmal in Shard 1 prüft, ob Ernie das zu sendende Atom überhaupt besitzt oder schon ausgegeben hat (läuft etwas schief, wird die Transaktion abgebrochen). Ist alles korrekt, so bestimmt die Node die für den Temporal Proof benötigte Anzahl an Nodes, die die jeweiligen Shards besitzen und die im Netzwerk (Universum) direkt miteinander verbunden sind (sollte keine passende Node gefunden werden, wird im weiteren Umfeld gesucht) und sendet die Transaktion an die nächste, zufällig ausgewählte, Node. Dabei wird nach jedem Check eine sogenannte „Space-Time-Koordinate“ (l, e, o, n) beigefügt und weitergesendet. Diese besteht aus dem aktuellen Wert der jeweiligen Logical Clock der Node (l), dem Hash des Events (e), der Identität der aktuellen Node (o) sowie der Identität der nächsten Node in der Kette, die die Transaktion prüfen wird (n). Nachdem eine Transaktion bzw. ein Event durch die festgelegte Anzahl an individuellen Node-Überprüfungen gelaufen ist und keine Diskrepanzen entdeckt wurden, gilt eine Transaktion als bestätigt und wird an die restlichen Nodes mit entsprechenden Shards weitergeleitet (Finalisierung). Nach der hier aufgeführten Beispiels-Transaktion von Shard 1 an Shard 3 wären sämtliche weitere Änderungen an dem gesendeten Atom nicht mehr relevant für Shard 1 und müssten nicht mehr von Nodes, die Shard 1 lokal speichern, gesichert werden (außer es erfolgt ein erneuter Transfer nach Shard 1). Die Bestätigung selbst soll dabei unter 5 Sekunden dauern.

fig5
Bildquelle: https://papers.radixdlt.com/tempo/#temporal-proof-provisioning

In einer solchen Netwerk-Architektur kann es natürlich auch zu Diskrepanzen kommen. Hier möchte ich an dieser Stelle nicht näher drauf eingehen, da dies den Rahmen sprengen würde. Allerdings kann man sagen, dass solche Konflikte in den allermeisten Fällen über einen Vergleich der Logical Clock Werte geklärt werden können, bzw. einen Austausch von Daten zwischen den Nodes über Gossiping. Sollte eine Diskrepanz zwischen zwei Transaktionen nicht gelöst werden können (extrem unwahrscheinlich), so werden beide nicht vom Netzwerk akzeptiert. Laut Radix ist es nicht möglich, dass eine Transaktion bestätigt wird und sich hinterher herausstellt, dass dies eigentlich nicht korrekt war. Näheres über Konflikte kann man hier im Tempo Paper nachlesen, potenzielle Attacken werden wie z.B hier im Blog aufgezeigt.

Node Incentivierung und Investitionsmöglichkeiten in Radix

Die Incentive eine Node laufen zu lassen liegt dabei in der Bezahlung für sämtliche Arbeit in Form der anfallenden Transaktionsgebühren sowie Inflation. Auch hier verweise ich für genauere Details auf das entsprechende Paper von Radix. Offen ist noch, wie genau die angesprochene Inflation definiert ist und wie Investoren genau an den Radix Token kommen können. Klar ist nur, dass der Verkauf über die eigene dezentrale Börse in Q4 geschehen soll, mehr Informationen sollen im Economics Paper, welches für Q3 angekündigt wurde, nachlesbar sein. Gegebenenfalls werden im Radix Telegram Channel ab und zu nähere Informationen herausgegeben.

Insgesamt hat das Projekt Radix meiner Meinung nach, vorausgesetzt es klappt alles wie geplant, ein enormes, fast schon IOTA ähnliches, Potenzial. Man sollte hier definitiv versuchen am Ball zu bleiben (hinsichtlich Informationen). Ich selbst werde am 19. Juni beim Alpha Launch in London vor Ort sein und voraussichtlich über die Entwicklungen und das Event schreiben.

-Lukas Fiedler

Disclaimer – Hinweis auf Interessenkonflikt: Der Autor oder Teile des Autorenteams sind in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert oder werden in diese investieren (Dies wird ab jetzt standardmäßig unter jedem Artikel erscheinen, da es sein kann, dass zu einem Zeitpunkt nach Veröffentlichung des Artikels investiert wurde).

Original source: https://altcoinspekulant.com/2018/06/15/%e2%88%9aradix/

Studie: Bitcoin Lightning Transaktionen nur zu 1% erfolgreich & Blockstream veröffentlicht neue Lightning Beta

Eine Studie hat herausgefunden, dass das Bitcoin Lightning Network in seinem derzeitigen Beta-Stadium sehr unzuverlässig arbeitet, wenn es darum geht, Transaktionen erfolgreich durchzuführen. Darüber hinaus hat das Unternehmen Blockstream eine neue C-Lightning Version 0.6 und damit eine neue Beta Version veröffentlicht.

Eine von Diar veröffentlichte Studie hat herausgefunden, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Transaktion innerhalb des Bitcoin Lightning Network bisher noch sehr gering ist.

Das Lightning Network (LN) ist eine Lösung für Bitcoins Skalierungsproblem und bietet nahezu sofortige, kostengünstige und skalierbare Transaktionen zwischen zwei Parteien. Wie wir berichteten, hat das LN in den letzten Monaten stark an Popularität gewonnen und kann immer mehr Nodes und damit auch Zahlungskapazität vorweisen.

Die Anzahl der Nodes sowie die Kapazität sind stetig gestiegen, seit Lightning Labs, eines der drei Entwicklungsteams, die aktiv an einer Lightning Network Implementierung arbeiten, offiziell seine erste Beta-Version im März veröffentlicht hat. Das LN hat derzeit mehr als 2.500 Knoten, 7.800 Kanäle und eine Gesamtkapazität von 150.000 US-Dollar. Im Durchschnitt hat jeder Node mehr als 4 Kanäle geöffnet, wobei jeder Kanal eine durchschnittliche Kapazität von 20 USD hat.
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Wie die Studie zeigt, ist die Zuverlässigkeit für eine erfolgreiche Weiterleitung einer Zahlung im Lightning-Netzwerk aber immer noch sehr gering. Insbesondere bei größeren Beträgen ist die Wahrscheinlichkeit erschreckend gering.

Die Studie stellt fest, dass bei Berücksichtigung aller Nodes, die über mindestens einen Kanal mit ausreichender Kapazität zum Weiterleiten der Zahlung verfügen, lediglich nur 1% aller Zahlungen mit mehr als 200 USD zwischen zufälligen LN-Nodes erfolgreich weitergeleitet werden. Bei Zahlungen unter 2,50 USD sind es immerhin noch rund 70 Prozent.

Bitcoin lightning Transaktionen mit Erfolg
Quelle: https://diar.co/volume-2-issue-25/

Einer der Kritikpunkte an dem Lightning Network ist laut der Studie auch, dass Transaktionen erfordern, dass sowohl der Absender, der Empfänger und ggf. der Vermittler, über den die Transaktion geleitet wird, zum Zeitpunkt des Transaktionsabschlusses online sind. Im Gegensatz zum Senden einer Transaktion über die Blockchain ist es unmöglich, Geld an jemanden zu senden, der offline ist.

Daraus folgend ist es bequemer, einen Kanal mit jemandem zu öffnen, der immer online ist und genug Liquidität hat, um auch größere Transaktionen zu routen. Dies führt laut der Studie aber dazu, dass große Nodes entstehen, die zu einer Konzentration und somit Zentralisierung des Netzwerkes führen. Laut Studie haben derzeit Zehn der größten LN-Nodes (0,4% der Gesamtknoten) etwa 53% der Netzwerkkapazität, während die verbleibenden 2.500 Nodes 47% haben.
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Blockstream veröffentlicht neue Beta-Version für Lightweight-Nodes

Die C-Lightning Network-Implementierung ist in der Programmiersprache C geschrieben und stellt eine vollkommen überarbeitete Architektur im Vergleich zu den vorherigen Versionen bereit.

Mit der neuen C-Lightning Version soll das Netzwerk die Fähigkeit erhalten auch Nodes mit geringer Leistungsaufnahme, wie Raspberry Pis, zu betreiben („Lightweight Nodes“). Durch Änderungen an dem Protokoll benötigen Nodes nun weniger Energie und Bandbreite. Darüber hinaus bietet Version 0.6 von C-Lightning ein vollwertiges Wallet, welches sowohl off-chain als auch on-chain-Guthaben verwalten kann. Außerdem unterstützt die neue Version TOR, um Verbindungen zu Nodes über TOR zu realisieren und mittels TOR die Verbindungsdaten im Netzwerk zu anonymisieren.

Neben Blockstream arbeiten mit Lightning Labs und ACINQ zwei weitere Unternehmen an der Entwicklung eines Bitcoin Lightning Networks. Beide haben ebenfalls bereits Beta-Versionen ihrer Lightning-Versionen veröffentlicht.

Lightning Labs hat seine 0.4-Mainnet-Beta-Version vor wenigen Wochen veröffentlicht. Einige Verbesserungen der letzten Lightning Labs Version beinhalteten Verbesserungen im System der Schlüsselerstellung und -wiederherstellung, was die Zuverlässigkeit in Bezug auf die Wiederherstellung von Datenkorruption oder -verlust vereinfacht und erhöht.


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Stanford demonstriert Ethereum dApps ohne Notwendigkeit einer ICO

Coincierge.de – Aktuelle Krypto-News

Studenten der Stanford University demonstrieren, wie Multi-Millionen-Dollar-ICOs nicht notwendig sind, um Produkte und Lösungen zu entwickeln, die sich auf eine funktionierende Blockchain beziehen.

Stanford setzt auf aktive Blockchainentwicklung

Seit 2017 haben Unternehmen aus dem traditionellen Finanzsektor und der Technologiebranche den lukrativen ICO-Markt aggressiv genutzt, um in kurzer Zeit erhebliche Gewinne zu erwirtschaften. Für Entwickler sind Token-Verkäufe in ICOs ein tadelloses Fundraising-Modell, da Investoren zustimmen müssen, dass die Token, in die sie investieren, keinen Wert, keine Substanz und keinen Anwendungsfall haben, um die Zuständigkeit der US Securities and Exchange Commission (SEC) zu umgehen.

Ohne funktionsfähige Prototypen und funktionierende Produkte können Blockchainentwickler innerhalb weniger Tage zig Millionen Dollar aufbringen, um den Entwicklungsprozess zu starten. Aber, wie im Fall von Tezos, führt das Sammeln von vielen Millionen Dollar oft zu Streitigkeiten innerhalb der Gründungsmitglieder eines Blockchain-Projekts, was die Entwicklung des Blockchain-Netzwerks verlängert und verzögert.

Diese Woche entwickelten die Studenten des Stanford CS 359B Programms “Designing Decentralized Applications on Blockchain” 16 Blockchain-basierte dezentrale Anwendungen auf dem Ethereum-Protokoll, um das Potenzial des Peer-to-Peer-Digital Asset Trading und der Transaktionsverarbeitung zu maximieren.

Die offizielle Beschreibung des Programms CS 359B betonte, dass neben den Vorlesungen, die sich auf die Erläuterung der Elemente der Blockchain-Anwendungsentwicklung konzentrieren, die Studenten aktiv Blockchain-Anwendungen mit Smart Contracts erstellen und entwickeln.

“Neben den Vorlesungen wird es ein vierteljährliches Projekt geben, in dem Studenten eine neuartige verteilte Anwendung auf einer modernen Blockchain entwerfen, implementieren und evaluieren, wie die des Ethereums oder der NEO-Kryptowährungen.”

16 Projekte seit Frühjahr 2018

Zu den innovativen, dezentralen Anwendungen, die von Stanford-Studenten im Frühjahr 2018 entwickelt wurden, gehörten der maßgeschneiderte Workflow-Marktplatz Web Workflow, das dezentrale Content-Delivery-Netzwerk Marlin und die Software-Asset-Verteilungsplattform ImageTrust.

Projekte, die von Stanford Anfang 2018 vorgestellt wurden, schufen Anwendungen, die die Blockchain erfordern und die Dezentralisierung maximieren. Dies steht im Gegensatz zu vielen ICOs, deren Grundlagen auf Blockchain-Buzzwords wie “High-Performance-Protokoll” und “Proof-of-Stake” (PoS) basieren und denen es an Innovation und Einzigartigkeit fehlt.

Am 26. Juni kritisierte der Cornell University Professor Emin Gun Sirer eine Kickstarter-Kampagne, die versucht, großes Kapital aufzubringen, indem sie potenzielle Investoren mit dem Begriff “Blockchain” täuscht.

 

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In Anbetracht dieser Unternehmungen und des besorgniserregenden Trends der ICOs, die auf Buzzword- und Blockchain-Jargon-Projekte zurückgreifen, um Dutzende von Millionen Dollar aufzubringen, zeigte sich die Ethereum-Community optimistisch gegenüber einigen der von Stanford-Studenten entwickelten Projekte, die Blockchain-Technologie in Anwendungen einsetzen, die unbedingt dezentralisiert werden müssen.

Die Demonstration des Blockchainnpotenzials mit Produkten, die nur auf der Blockchain existieren können, wie z.B. India HouseChain, die den Besitz von Immobilien und Liegenschaften dezentral und transparent nachweisen, kann daher als positive Entwicklung im Blockchainbereich angesehen werden.


Quelle: Cryptoslate, Image: pixabay, CC0

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